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Wizorb

Steinbruch

Das Spiel zum Wochenende: Wizorb

06.10.2012 Man nehme den 70er-Jahre-Klassiker Breakout, eine an Zelda erinnernde Pixelgrafik, würze das Ganze mit Rollenspielelementen und fertig ist ein netter Zeitfresser aus dem Hause Tribute Games.

Irgendeine böse Macht hat das friedliche Königreich Gorudo in Schutt und Asche gelegt. Gegen die überall durch die Landschaft streunenden Monster kann nur noch der Zauberer Cyrus helfen. Seine Vorgehensweise ist allerdings reichlich unkonventionell: Er verwandelt sich selbst in einen Ball, seinen Zauberstab in einen Schläger und wendet eine geheime Zauberkunst namens Wizorb an. In den 70er Jahren hätte man dazu gesagt: Er spielt eine Runde Breakout [2].

Im Kern ist Wizorb ein herkömmlicher Breakout-Klon: Mit dem Schläger drischt man den Ball auf die Klötzchen, bis diese alle zerstört sind.

Schlagabtausch

In Wizorb versucht der Spieler mit einem Schläger und einem Ball die Ziegelsteine einer Mauer zu zerstören. Einige der Steine zerbröseln bereits nach einem ersten Treffer, andere muss man mehrfach unter Beschuss nehmen. Saust der Ball an dem nur horizontal bewegbaren Schläger vorbei in den Abgrund, verliert man ein Leben. Sind alle Leben aufgebraucht, ist das Spiel beendet. Konnte man hingegen alle Ziegelsteine zerstören, geht es auf einem neuen Spielfeld mit einer anderen Mauer weiter.

Wenn man den Schlüssel einsammelt, kann man den Ball oben durch das Tor schießen. Dahinter wartet entweder ein Bonus-Level oder ein Shop.

Die Zerstörung der Steine erschweren auf dem Spielfeld herumlaufende Monster, an denen der Ball meist in fiesen Winkeln abprallt. Glücklicherweise lassen auch sie sich durch mehrere Treffer ins Jenseits befördern. Hin und wieder schleudert ein zerstörter Ziegel einen Bonusgegenstand heraus, wie etwa eine Goldmünze oder einen Energietrank. Diese gilt es im richtigen Moment mit dem Schläger einzusammeln, während man gleichzeitig möglichst die Flugbahn des Balls im Auge behält. Die Bonusgegenstände treiben nicht nur das Punktekonto in die Höhe, sondern wirken sich auch spielerisch aus.

Mit dem Feuerball-Zauber kann man direkt die Steine zerschießen und muss nicht erst darauf warten, dass die Kugel sie trifft.

Kaufkraft

So laden die Energietränke einen Balken mit Zauberenergie auf, die wiederum den Einsatz von Zaubersprüchen ermöglicht. Beispielsweise lässt ein Feuerball nicht nur Steine explodieren, sondern röstet auch so manches Monster.

Mit einem eingesammelten Schlüssel oder durch das „abschießen“ eines großen roten Knopfes lässt sich am oberen Bildrand eine Tür öffnen. Feuert man den Ball dort hinein, erhält man Zutritt zu einem Bonus-Level oder aber einem kleinen Kaufladen, in dem man die zuvor eingesammelten Goldmünzen in Zauberenergie, weitere Leben und andere Bonusgegenstände eintauschen kann. Mit den Münzen kann man allerdings auch nach und nach die Häuser der zerstörten Stadt Clover aufbauen. Aus Dankbarkeit erhält man dann von den Einwohnern Bonusgegenstände, wie etwa ein Extraleben.

Mit dem bei den Breakout-Spielen gesammelten Goldmünzen kann man die Häuser der Bewohner wieder aufbauen.

Startet man in Wizorb ein neues Spiel, findet man sich zunächst im Zentrum von Clover wieder. Dort kann man wie in einem Rollenspiel herumlaufen und sich mit den Einwohnern unterhalten. Sobald man die Stadt verlässt, zeigt das Spiel eine Karte des Königreichs Gorudo, über die man zu einem der verwüsteten Gebiete reist. Dort angekommen startet dann das eigentliche Breakout-Spiel. In ihm muss man in jeweils zwölf Leveln die Mauern komplett einreißen und alle herumwuselnden Gegner eliminieren. Anschließend gilt es noch einen besonders dicken Gegner zu besiegen (Bosskampf). Hat man auch dies geschafft, schaltet Wizorb ein weiteres von insgesamt fünf Gebieten auf der Karte frei.

Bei diesem Bosskampf muss man den großen Werwolf erledigen. Jeder Treffer mit dem Ball zieht ihm einen Punkt seiner Lebensenergie ab.

Tribute Games verkauft Wizorb für 2,50 Euro im Ubuntu Software-Center sowie bei Gameolith [3] und Desura [4]. Eine Testversion gibt es zwar nicht, das Video auf der Wizorb-Homepage vermittelt aber einen guten Eindruck vom Spielgeschehen. Wizorb nutzt unter Linux die Laufzeitumgebung Mono, man sollte sich daher nicht über die .dll und .exe-Dateien wundern. Um das Spiel starten zu können, benötigt man insbesondere auch die Mono System-Bibliotheken, die Ubuntu nicht automatisch bei der Installation des Pakets Mono einspielt.

Hat man es erst einmal in diesen Laden geschafft, darf man die angebotenen Bonusgegenstände erwerben – vorausgesetzt man konnte zuvor genügend Goldmünzen einsammeln.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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