Das Spiel zum Wochenende: Turmoil

Das Spiel zum Wochenende: Turmoil

Oil Imperium

11.03.2017
Wer schon immer einmal nach Öl bohren oder sich auf die Spuren von J.R. Ewing begeben wollte, kann dies in einem kurzweiligen Strategiespiel von Gamious. Dazu benötigt man allerdings nicht nur taktisches Geschick, sondern auch finanzielles Gespür.

Im Strategiespiel Turmoil schlüpft der Spieler in die Rolle eines angehenden Ölmagnaten. Dieser möchte gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Geld scheffeln und seine drei Konkurrenten ausschalten, sondern auch den Bürgermeisterstuhl erklimmen. Das gestaltet sich allerdings nicht ganz so einfach.

Zu Beginn pachtet man etwas Land, …

Angebohrt …

Zunächst muss der Spieler in einer Auktion eine von mehreren verfügbaren Landparzellen pachten. Je nach Lage umfassen diese mal mehr und mal weniger viele Ölfelder. Leider weiß man erst nach den ersten Bohrungen, wie viele Liter Öl tatsächlich im Boden schlummern. Folglich muss man aufgrund der bereits bekannten Fördermengen der umliegenden Felder die wahrscheinlich zu erwartende abschätzen. Bei begehrten Parzellen überbieten sich schon einmal alle Unternehmer, während andere bereits für wenige Tausend Dollar zu haben sind.

… baut dann an der vom Wünschelrutengänger angezeigten Stelle einen Bohrturm, …

Nachdem man etwas Land pachten konnte, engagiert man einen Wünschelrutengänger. Dieser ortet eines von meist mehreren Ölfeldern im Boden. Die so entdeckte Quelle zapft ein ebenfalls käuflich zu erwerbender Bohrturm an. Das geschieht allerdings nicht automatisch: Ausgehend von seiner Unterseite zieht der Spieler mit der Maus eine Pipeline ein Stück in das Erdreich. Erst bei der jetzt erfolgenden Bohrung erkennt man die tatsächlichen geologischen Begebenheiten. Per Drag-and-Drop baut man die Pipeline Stück für Stück weiter, bis man schließlich das Ölfeld ausgemacht und angestochen hat. Ab sofort läuft das Öl langsam und unaufhaltsam in der Pipeline nach oben. Sollte es aus der Spitze des Bohrturms herauslaufen, wird eine saftige Umweltstrafe fällig. Um das zu verhindern, kauft der Spieler Pferdekutschen, die in ihren Tanks das Öl rechtzeitig aufnehmen und abtransportieren.

… bohrt dann das Ölfeld an und lässt schließlich das hochlaufende Öl von den Pferdetransportern zur meistbietenden Raffinerie abtransportieren.

… und eingeölt

Das Öl kann man entweder in einem eigenen teuren großen Tank zwischenlagern oder aber direkt an eine von zwei Raffinieren verkaufen. Diese zahlen unterschiedliche Preise, die zudem im Laufe der Zeit stark schwanken. Der Spieler kann lediglich bestimmen, wie viele Pferdetransporter gerade zu welcher Raffiniere fahren. Jede Pferdekutsche nimmt zudem nur eine bestimmte Menge Öl auf und benötigt für den Transport etwas Zeit. Die Raffinerien befinden sich obendrein am äußerst linken und rechten Bildschirmrand. Folglich muss der Spieler immer abwägen, wie viele Pferdekutschen er zu welcher Raffinerie schickt.

Im großen Tank lässt sich das Öl zwischenlagern. Ganz rechts ist schon wieder ein Wünschelrutengänger auf der Suche. Die grünen Kreise zeigen an, wie tief er Ölfelder aufspüren kann.

Noch bevor ein Ölfeld ausgesaugt ist, sollte man einen weiteren Wünschelrutengänger losschicken. Die von ihm entdeckte neue Ölquelle kann man dann entweder mit einem weiteren Förderturm anzapfen oder aber die schon vorhandene Pipeline umlegen. Jeder Meter Pipeline geht allerdings stark ins Geld. Der Pachtvertrag für die eigene Parzelle läuft zudem nur über einige Monate, die in der Realzeit in wenigen Minuten vergehen. Man ist daher gezwungen, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Öl abzuzapfen und zu verkaufen.

Bei Edward kann man unter anderem gegen Geld die Fähigkeiten der Wünschelrutengänger verbessern.

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