sliders_titel.png

Schleudernde Blechkisten

Das Spiel zum Wochenende: Turbo Sliders

22.10.2011
Anfang der 90er Jahre waren unkomplizierte Rennspiele der letzte Schrei. Ältere Spieler erinnern sich vielleicht noch an rasante Duelle in Super Cars oder später Micro Machines. An diese Kultspiele knüpft auch Turbo Sliders an.

Aus der Vogelperspektive steuert man mit den Pfeiltasten einen kleinen Rennwagen über liebevoll gezeichnete, kurvige Rennstrecken. Für etwas Abwechslung sorgen hier und da noch kleine Sprungschanzen. Was ziemlich unspektakulär klingt, macht jedoch nach wie vor eine Menge Spaß – insbesondere wenn man gegen mehrere menschliche Spieler antritt. Dabei hat man die Wahl, ob man sich zu viert eine Tastatur teilt oder über das Netzwerk bis zu 20 anderen Bekannten den eigenen Auspuff zeigt.

Abbildung 1: Wenn es mal schnell gehen soll oder alle Spieler vor einem Computer sitzen, bieten sich diese kleinen Strecken an, die nur einen Bildschirm füllen.

Jedem das Seine

Jeder Spieler darf sich einen von fünf verschiedenen Rennwagen aussuchen. Diese besitzen wiederum ihre ganz eigenen Fahreigenschaften. Allen gemein ist, dass sie sehr leicht zum ausbrechen neigen. Die damit möglichen Drifts erlauben allerdings auch elegant durch die Kurven zu flutschen. Nach jedem Rennen verteilt das Spiel Punkte, der Sieger erhält 10, der zweite 8 und so weiter. Ab dem neunten Platz gehen die Fahrer leer aus. Der Spieler, der nach einer Reihe von Rennen die meisten Punkte sammeln konnte, geht als Gesamtsieger hervor.

Abbildung 2: Solche Sprungschanzenkombinationen bringen Abwechslung ins Spielgeschehen und erfordern gefühlvolles Gasgeben.

Turbo Slider gestattet es, an fast allen möglichen Spieleinstellungen zu drehen. So darf man nicht nur festlegen, über welche der mitgelieferten Kurse wie viele Runden zu absolvieren sind, sondern auch in die Punktevergabe eingreifen. Wem die 30 vorhandenen Strecken noch nicht ausreichen, der malt sich mit dem mitgelieferten Karteneditor kurzerhand eigene. Weitere von Fans gebastelte Strecken stehen auf der Turbo-Slider-Homepage zum Download bereit [1]. Dort findet man übrigens auch neue Fahrzeuge, die man mit etwas künstlerischem Talent ebenfalls selbst entwerfen darf. Obendrauf existieren noch sogenannte Modifikationen, die beispielsweise ein realistischeres Fahrverhalten nachrüsten oder ein Fußballspiel mit Rennwagen ermöglichen.

Abbildung 3: Auf dieser speziellen Karte gewinnt derjenige, der am Häufigsten den Ball in das gegnerische Tor "fährt".

Testfahrt

Obwohl Turbo Sliders bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, kostet es immer noch satte 19,95 Dollar. Mittlerweile stellt der Entwickler aber eine uneingeschränkte Demoversion bereit. Sie besitzt den vollen Funktionsumfang, bittet aber stets um den Kauf der Vollversion. Um eine Runde mit Turbo Sliders zu drehen, lädt man sich auf der Homepage [1] das Free Demo herunter (beispielsweise rechts am oberen Rand unter dem Pinguin). Kurioserweise landet man damit im Forum, das verschiedene Download-Quellen anbietet. Die Linux-Fassung gab es zum Redaktionsschluss nur auf Rapidshare. Wem dieser Dienstleister zu zwielichtig erscheint, muss auf das Spiel verzichten.

Abbildung 4: Überraschenderweise ist das Wasser in Turbo Sliders ebenfalls befahrbar.

Folgt man den Links, erhält man irgendwann eine .ZIP-Datei. Die muss man nur noch auf der Festplatte in seinem Heimatverzeichnis entpacken und dann das Programm sliders.linux starten. Sollte es dabei zu Problemen kommen, installiert man über den eigenen Paketmanager die Bibliotheken SDL, SDL_net, SDL_gfx, SDL_image, libpng, zlib, libjpeg, OpenAL, Ogg-Vorbis, sowie dirent und startet dann sliders.linux.shared.

Abbildung 5: Im Laufe der Zeit entstehen durch den Gummiabrieb Bremsspuren auf der Fahrbahn.

Im Spiel entscheidet man sich in den Menüs mit den Pfeiltasten für einen Eintrag, die Eingabetaste aktiviert beziehungsweise bestätigt ihn. Nachdem man eine Sprache gewählt hat, verpasst man sich einen Rennfahrernamen und sucht eine Farbe für das Auto aus. Ein schnelles, erstes Rennen gegen den Computer beginnt man via Lokales Spiel. Den eigenen Flitzer lenkt man dabei über die Pfeiltasten, [Esc] steigt direkt aus dem Rennen aus.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: X Speed Race
    In den unendlichen Weiten von Sourceforge versteckt sich ein kleines Rennspiel. Das scheint zwar noch nicht fertig zu sein, lockt aber jetzt schon mit interessanten Strecken und schicken Boliden.
  • Das Spiel zum Wochenende: Buggy Race
    Ein Autorennspiel aus Polen lockt mit ansehnlicher Grafik und einem unverbrauchten Szenario. Eigentlich an Kinder gerichtet, macht der Tritt aufs Gaspedal aber auch Erwachsenen Spaß – vorausgesetzt man sieht über ein paar nervende Mängel hinweg.
  • Das Spiel zum Wochenende: Dust Racing 2D
    Man muss nur das gute alte Super Cars aus den 1990er Jahren mit etwas Pitstop aus den 1980er Jahren würzen und schon kommt ein nettes kleines Rennspiel wie das von Jussi Lind heraus. Spieler brauchen dabei allerdings recht geschickte Finger.
  • Ausbaufähig
    Die Reifen quietschen, der Gegner frisst Staub – mit dem Rennspiel Torcs geben Sie richtig Gas, am besten auf einem selbstgestalteten Parcours.
  • Das Spiel zum Wochenende: SuperTuxKart
    Das Rennspiel SuperTuxKart gehört zu den ältesten und bekanntesten Linux-Spielen. In Kürze erscheint die generalüberholte Version 0.7, die vor allem bei der Grafik und dem Streckendesign nachbessert.
Kommentare

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...