Das Baukasten-Massaker

Tile Massacre SHMUP

Das Spiel zum Wochenende: Tile Massacre SHMUP

05.05.2012
Erst muss man seinen eigenen Level zusammenschießen und in diesem dann gleich anschließend auch noch vor hereinströmenden Skeletten fliehen. Klingt absurd, macht aber einen Heidenspaß.

Niall Moody hat nicht nur ziemlich abgedrehte Ideen, sondern nimmt auch gerne an Programmierwettbewerben teil. Das Ergebnis einer über zwei Jahre alten TIG Source Assemblee Competition [2] ist das kleine aber feine Tile Massacre SHMUP. Es kombiniert zwei eigentlich eigenständige Spiele zu einem neuen. Das entstehende Spielprinzip selbst ist dennoch recht simpel: Zunächst bastelt man sich aus vorgefertigten Blöcken einen Level zusammen, in dem man dann anschließend möglichst schnell vor Skeletten flüchten muss.

Das abgeschossene Rechteck wandert an die gelb erleuchtete Position.

Gezielte Treffer

Ähnlich wie bei Tetris fallen im ersten Spielteil vom oberen Bildschirmrand Blöcke herab. Sobald der Spieler mit seinem kleinen Raumschiff einen Block abschießt, baut das Spiel diesen Block an der gerade gelb markierten Stelle des Spielfeldes ein. Auf diese Weise zimmert man nach und nach den kompletten Level zusammen. Für jeden abgeschossenen Block gibt es zudem Punkte. Wer exakt die im Hintergrund angedeutete Vorlage nachbaut, bekommt dafür einen kleinen Bonus.

Einige der Blöcke sind bereits fest vorgegeben. Wie die Totenköpfe auf ihnen andeuten, spucken sie später im zweiten Spielteil ohne Unterlass Skelette aus. Man kann also auch auf die Vorlage respektive den Bonus pfeifen und stattdessen die Totenkopffelder einmauern. Die Bastelarbeit ist allerdings nicht ganz ungefährlich: Jede Kollision des Raumschiffs mit einem Block kostet eines von insgesamt drei Leben. Sind die aufgebraucht, ist das Spiel zu Ende.

Im zusammengeschossenen Level muss dann der Rotschopf (hier links unten) nach oben an den Bildschirmrand um Pfeil.

100-Meter-Sprint

Sobald der Level komplett ist, betritt ein kleines rothaariges Männchen die Szene. Mit ihm muss der Spieler einfach nur so schnell wie möglich zu den Pfeilen am oberen Bildschirmrand laufen. Dummerweise versuchen das die angesprochenen Skelette zu verhindern. Jede Berührung mit ihnen kostet wieder ein Spielerleben. Glücklicherweise kann das namenlose Männchen mit gezielten Schüssen die Skelette ins Jenseits befördern – bei der langsam wachsenden Armee allerdings kein einfaches Unterfangen. Auch für den Abschuss eines Skeletts gibt es Punkte, bei besonders schwierigen Leveln sogar mehr als üblich.

Wer einfach nur stupide drauflosballert ...

Wie schwierig der Durchmarsch letztendlich ist, hängt maßgeblich davon ab, wie man zuvor im ersten Teil den Level zusammengebaut hat. Wer nicht aufpasst, kann das Männchen sogar am unteren Rand einmauern – damit ist dann das Spiel ebenfalls beendet. Erfreulicherweise stürzen die meisten Mauern bei Dauerbeschuss irgendwann ein. Im ersten Teil gelb umrandete Blöcke tragen sogar einen Bonusgegenstand in sich. Wer beispielsweise die Wand mit dem Kistensymbol einreißt und dann die zurückgelassene Kiste aufsammelt, darf sich kurzzeitig über stärkere Schüsse freuen.

Hat man das Männchen zum oberen Bildschirmrand bugsiert, beginnt alles wieder von vorne: Man schießt sich einen neuen Level zusammen und durchquert ihn. Ziel ist es letztendlich, dabei möglichst viele Punkte zu sammeln. Besonders gute Schützen dürften sich in einer Highscore-Liste verewigen.

... muss sich später durch einen chaotischen Level kämpfen.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Die, you Stupid Hurdlers!
    Fies, gemein und total abgedreht ist das kleine Knobelspiel von Niall Moody, in dem man Hürdenläufer absichtlich mit zahlreichen Tricks und Hilfsmitteln zu Fall bringen muss.
  • Das Spiel zum Wochenende (und Ostern): Me and My Shadow
    Normalerweise liegt der eigene Schatten immer nur faul in der Sonne herum. In einem kostenlosen Knobel- und Hüpfspiel muss er sich jedoch endlich einmal nützlich machen und seinem Träger den Weg zum rettenden Ausgang ebnen.
  • Das Spiel zum Wochenende: The Apocalyptic One Two
    In einem Jumap-and-Run-Spiel von Antti Vainio kann ein kleines Männchen nur beleuchtete Bereiche betreten. Es in einer pixelig-grünen Erbsensuppe zum Ausgang zu bugsieren verlangt daher neben Geschick auch ein helles Köpfchen.
  • Das Spiel zum Wochenende: Jelly Dreams
    Der kleine Nino mag süße Nachspeisen. Besonders verrückt ist er nach Wackelpudding in allen nur erdenklichen Geschmacksrichtungen. Sogar nachts träumt er sich in eine Welt voller riesiger Wackelpudding-Blöcke. Um dort Ordnung zu schaffen, braucht man allerdings ein helles Köpfchen.
  • Das Spiel zum Wochenende: Snake Blocks
    Schlangen lassen sich wunderbar langziehen und ineinander verknoten. Diese Eigenschaften nutzt ein kleines Knobelspiel von Spooky Cat, um die kleinen grauen Zellen seiner Spieler zu foltern.
Kommentare
Der Tipp der Woche

Schon gewußt?

14.11.2015

Auch unter Ubuntu 15.10 kann man wieder mit dem Startmedienersteller (alias Startup Disk Creator) ein Live-System auf einem USB-Stick einrichten. ...

Fehler des Startmedienerstellers von Ubuntu 15.10 umgehen

Aktuelle Fragen

Leap 42.1 und LibreOffice
Heinz Kolbe, 09.02.2016 21:54, 0 Antworten
Moin moin, auf meinem Notebook habe ich Leap 42.1 und Win 10 installiert. Alles läuft rund nur...
Tails Update
Val Lerie, 11.01.2016 10:51, 0 Antworten
Hallo zusammen, updaten > update Speichern unter > Persistent nicht möglich, mit der Meldung;...
Recoll
Jürgen Heck, 20.12.2015 18:13, 4 Antworten
Wie kann man mit Recoll nach bestimmten Zeichen/Satzzeichen bzw. Zeichenkombinationen suchen, z....
Wings Platinum 4 auf Linux?
Bodo Steguweit, 18.12.2015 11:37, 4 Antworten
Hallo in die Runde ich nutze für meine Diashows Wings Platinum 4 als Diareferent. Arbeite jetzt...
Bandbreite regulieren
Georg Armani, 25.11.2015 16:50, 1 Antworten
Hallo, ich bin ein Neuling in Sachen Linux und hoffe auf Hilfe. Ich habe zwei Windows Rechner...