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Pilzbefall im Weltall

Das Spiel zum Wochenende: Those Funny Funguloids

12.02.2011
Ein glühend blauer Tropfen sammelt arglos im Weltraum herumtreibende Pilze ein, um sie dann gegen Punkte zu verkaufen. Was zunächst wie das Ergebnis einer ausgelassenen Hippie-Party klingt, entpuppt sich als spaßiges Geschicklichkeitsspiel.

In Those Funny Funguloids steuert der Spieler mit den Pfeiltasten einen kleinen leuchtenden Tropfen durch das Weltall und versucht möglichst viele bunte Champignons einzusammeln. Wieder zurück in der Heimatbasis erhält er für den Pilzkorb Punkte gutgeschrieben. Diesem Vorhaben stellen sich allerdings drei fiese Hürden in den Weg.

Abbildung 1: Der rot leuchtende Pilz ist gleich eingesammelt.

Pilzsuppe mit Einlage

Zunächst eiern viele dicke Asteroiden durch die Galaxis. Jede Kollision mit ihnen enden tödlich, mehrere Leben wie in anderen Spielen stehen hier nicht zur Verfügung. Einmal von der schützenden Plattform gestartet, gibt es zudem kein Zurück mehr: Weder Bremsen noch beschleunigen ist möglich.

Abbildung 2: An dieser roten Plattform gibt es nur für die roten Pilze Punkte. Die roten und grünen Champignons nimmt man mit in den nächsten Level.

Last but not least nimmt eine Basisstation nur Pilze in ihrer eigenen Farbe entgegen. Eine beispielsweise blau leuchtende Basis zahlt auch nur für blaue Pilze. Glücklicherweise ist das Einsammeln anderer Farben nicht umsonst: Die übrig gebliebenen Pilze nimmt man einfach mit in den nächsten Level. In diesen gelangt man unweigerlich nachdem man eine Station angeflogen hat. Da höhere Level mit weiteren fiesen Elementen, wie etwa schwarzen Löchern aufwarten, sollte man sich gut überlegen, wann man zur eigenen Basis zurück kehrt.

Abbildung 3: In höheren Leveln warten Hindernisse, wie abstoßende, schwarze Löcher oder diese Kugeln.

Alte Lasten

Those Funny Funguloids hat bereits vier Jahre auf dem Buckel, in denen es den Weg in die Repositories der meisten Distributionen gefunden hat. Über den Paketmanager ist das Geschicklichkeitsspiel folglich rasch installiert – zumindest fast immer. Die Pilzsuche basiert auf der Software OGRE, die in den vier Jahren ein paar kleinere Änderungen erfahren hat. Unter Ubuntu 10.10 führt dies dazu, dass Those Funny Funguloids direkt nach dem Start sang und klanglos abstürzt. Abhilfe verschafft das Ogre 1.6 compatible data file aus dem Download-Bereich der Homepage [1] (ganz am unteren Rand). Das Archiv entpackt man als Benutzer root im gleichen Verzeichnis, in dem die Datei funguloids.mpk liegt, unter Ubuntu etwa in /usr/share/games/funguloids (also beispielsweise im Terminal über den Befehl sudo cp funguloids.mpk /usr/share/games/funguloids).

Wer den Quellcode selbst übersetzen möchte, muss zuvor ein paar Patches einspielen, die man gesammelt ebenfalls im Download-Bereich findet (unter Set of patches, including one that enables Funguloids to work with Ogre 1.6).

Abbildung 4: Die Grafikeinstellungen sehen komplizierter aus, als sie sind. In der Regel kann man einfach auf Accept klicken.

Nach dem ersten Spielstart erscheint ein englischsprachiges Fenster, in dem man Select Renderer auf OpenGL Redering Subsystem stellt und dann unter Video Mode eine passende Bildschirmauflösung wählt. Per Accept gelangt man ins eigentliche Hauptmenü, wo Start Game zur Jagd auf die Champignons bläst. Den Tropfen schickt man über die Leertaste auf Reisen, die Pfeiltasten steuern ihn im All. Die Basis muss man lediglich anfliegen, um automatisch auf ihr zu landen und die Pilze zu verkaufen.

Abbildung 5: Auf einer Nvidia GeForce GT240 traten immer wieder Grafikfehler wie hier das Rechteck um den Pilz auf.

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