Das Spiel zum Wochenende: Thief Town

Das Spiel zum Wochenende: Thief Town

Gaunergewusel

06.02.2016
In jedem guten Westernfilm gibt es mindestens ein Duell. Was aber, wenn es noch mehr Ganoven gibt? Viel mehr Ganoven. Die auch noch wirr durcheinander laufen. Dann sitzt man von einem witzigen Multiplayer-Spiel von Glass Knuckle Games.

Das Spielprinzip von Thief Town ist schnell erklärt: Bis zu vier Spieler steuern jeweils einen kleinen Ganoven durch eine stilechte Western-Landschaft. Ziel ist es, die Figuren der anderen drei Spieler mit einem Messer zu töten und sich umgekehrt möglichst nicht von den anderen erstechen zu lassen. Damit die Gegnerjagd nicht zu einfach wird, hält das Spiel allerdings noch ein paar kleine Gemeinheiten bereit.

Wer sind hier die zwei Spieler?

Bevölkerungswachstum

Zunächst bevölkert das Spiel die Arena mit zahlreichen weiteren computergesteuerten Ganoven. Die haben zudem allesamt das gleiche Aussehen. Bevor man sein Messer zücken kann, muss man folglich erst einmal herausfinden, welchen der Kerle auf dem Schirm man überhaupt selbst kontrolliert und vor allem wer die wahren Gegner sind. In der Menge aus identischen Ganoven kann man sich aber auch wunderbar verstecken – sofern man auffällige Bewegungen möglichst vermeidet.

Mit der Zeit werden die computergesteuerten Gegner immer weniger, bis nur noch die realen Spieler übrig bleiben.

Im Laufe der Zeit verschwinden allerdings die computergesteuerten Gegner, so man sie nicht schon selbst (versehendlich) erstochen hat. Um die Sicht zu erschweren, stehen in der Landschaft ein paar überflüssige Gegenstände herum. Ab und an fliegen zudem trockene Büsche durch das Bild.

Immer wieder behindern Naturereignisse die Sicht. Hier fegt ein Sandsturm über die Arena hinweg.

Als wäre das noch nicht genug, tickt auch noch ein Countdown unaufhaltsam herunter. Ist dieser abgelaufen, endet die Runde. Anschließend verteilt das Spiel Punkte. Je mehr Gegner man erledigen konnte, desto mehr Punkte gibt es. Wie viele Runden und wie viele Punkte für den Sieg notwendig sind, legen alle Spieler gemeinsam beim Spielstart fest. Sollten am Ende mehrere Spieler die gleiche Punktezahl erreicht haben, entscheidet im „Showdown“ ein klassisches Duell.

Bei Punktegleichstand geht es in diesem Wald zum Duell. Die weiße Statue in der Mitte ist nur netter Zierrat.

I Shot The Sheriff

Für etwas Abwechslung sorgen zwei weitere Spielmodi: In „Spy Town“ erhält jeder Spieler zusätzlich zum Messer eine Spezialwaffe, die er genau ein Mal in jeder Runde einsetzen darf. So gibt es etwa eine Dynamitstange, die nach ein paar Sekunden explodiert und alle Personen in ihrem Umkreis ins Nirvana schickt. Das Spiel lost allerdings aus, wer welche Spezialwaffe erhält. Im Spielmodus „Drunk Town“ schlüpft einer der Spieler in die Rolle des Sheriffs, alle andere geben betrunkene Gesetzlose. Der Sheriff besitzt als Einziger eine Waffe, mit der er möglichst gezielt die echten Spieler umnieten muss. Nach dem Ende einer Runde übernimmt dann ein anderer Spieler die Rolle des Sheriffs.

Hier hat ein Spieler im Spielmodus „Spy Town“ eine Dynamitstange abgelegt – und sich damit aber auch gleichzeitig verraten.

Thief Town ist ein reines Multiplayer-Spiel. Bis zu vier Spieler sitzen entweder gemeinsam vor einem Computer oder verbinden sich über das Netzwerk (LAN). Das Spiel erkennt andere Thief-Town-Installationen im LAN und schaltet diese automatisch zusammen. Das funktioniert sogar unabhängig vom Betriebssystem, so dass etwa Android-Nutzer gegen Linux-Spieler antreten können. Die Steuerung am PC erfolgt mit der Tastatur oder über Game Pads. Eine Tastatur dürfen sich mehrere Spieler teilen.

Im Spielmodus „Drunk Town“ steuert ein Spieler den Sheriff, der wiederum unter den Betrunkenen die übrigen Spieler ausmachen und erschießen muss.

Glass Knuckle Games vertreibt Thief Town für 8 Euro auf Steam [3] sowie für 7,50 Euro im Humble Store [2]. Im letztgenannten ist das Spiel nicht nur günstiger, man bekommt auch eine kopierschutzfreie Version. Auf Steam wiederum gibt es vier Lizenzen zum Sonderpreis von 19 Euro.

Das Hauptmenü besteht aus einem Saloon. Um eine Einstellung zu verändern, stellt man sich neben die entsprechende Figur. Der Name der eigenen Spielfigur besteht aus vier Buchstaben, die man nur zufällig auswählen kann.

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