Das Spiel zum Wochenende: The Swapper

Das Spiel zum Wochenende: The Swapper

Gespaltene Persönlichkeit

22.02.2014
Fast ein Jahr nach der Windows-Version hat Entwickler Facepalm Games sein knackiges und mehrfach ausgezeichnetes Denkspiel endlich auch für Linux veröffentlicht. In ihm muss sich der Held ständig mehrfach klonen.

Weit draußen im Weltall kreist die Forschungsstation Theseus um einen großen Planeten. Von ihr schießt sich ein namenloser Astronaut über die Notfallschleuse gezielt zu einem der Forschungsbergwerke. Genau wie auf Theseus scheint auch dort niemand mehr zu arbeiten. Die einzigen Hinweise auf ehemalige Besatzungsmitglieder liefern Logbuch-Einträge, die sich an Terminals abrufen lassen. Demnach scheinen die Forscher auf merkwürdige, elektromagnetische Steine gestoßen zu sein – und sind dann spurlos verschwunden. Obendrein meldet sich hin und wieder die Stimme einer Frau, die eine wirre Diskussion mit einem unbekannten Dritten führt.

Die Forschungsstation Thesues soll den Planeten erforschen. Die dort gefundenen Gesteinsbrocken haben es jedoch in sich.

Im Knobelspiel The Swapper übernimmt der Spieler die Kontrolle des Astronauten. Mit ihm versucht er die vielen offenen Fragen und merkwürdigen Vorfälle zu klären. Das Ziel seiner Reise zum Bergwerk offenbart sich dabei noch ziemlich schnell: In einem Vorratsraum lagert ein spezielles Gewehr.

Um rechts die Tür zu öffnen, stellt man einfach …

Klonkrieger

Das verschießt keine Kugeln, sondern produziert eine Kopie des Astronauten. Der Spieler muss nur auf einen Punkt zielen, die rechte Maustaste drücken und schon materialisiert sich der Klon. Der führt exakt die gleichen Bewegungen aus, wie das Original: Läuft man mit dem Helden nach links, rennt auch der Klon nach links.

… einen Klon oben auf den Schalter.

Bis zu vier Kopien darf der Spieler in jedem Raum erschaffen. Das ist auch bitter nötig, um die zahlreichen Rätsel zu lösen und weiter in das Innere der Raumstation vorzudringen. Lässt sich beispielsweise eine Tür nur über eine in luftiger Höhe angebrachte Bodenplatte öffnen, platziert man auf letztgenannter einfach einen Klon. Eine Kopie erstellen kann die Waffe allerdings nicht durch Mauern und in blau beleuchteten Bereichen.

Um auf die andere Seite zu gelangen …

Original und Fälschung

Terminals bedienen oder einen Aufzug herbeirufen kann nur das Original. Netterweise lässt sich dessen Bewusstsein in einen Klon übertragen. Dazu muss man den Klon allerdings mit der Waffe anvisieren, man braucht folglich direkten Sichtkontakt. Anschließend ist die Kopie zum Original geworden. Dieser Tausch ist etwa nützlich, um über einen größeren Abgrund zu gelangen: Zunächst platziert man auf der gegenüberliegenden Seite einen Klon, macht diesen zum Original und läuft dann gemütlich weiter. Der Wechsel funktioniert allerdings nicht, wenn der Klon in einem rot beleuchteten Bereich steht.

… muss man sich nur in den Klon hineinversetzen.

Auch wenn The Swapper zunächst wie ein Jump-and-Run-Spiel aussieht und ein paar kleine Hüpfeinlagen erfordert, ist es dennoch überwiegend ein Puzzlespiel. Insbesondere kann der Held nicht sterben. Stürzt er doch mal einen zu tiefen Schacht hinunter, setzt ihn ein Druck auf die Leertaste wieder an seine letzte Position zurück. Ein toter Klon verschwindet einfach und lässt sich mit der Kanone erneut in die Landschaft setzen. Alternativ kann man einen Klon auch „einsammeln“, indem man einfach in ihn hineinläuft oder sich unter eine spezielle, grell weiße Lichtschranke stellt.

Steht ein Klon in einem roten Bereich, kann man sich nicht zu ihm wechseln.

Der Entwickler Facepalm Games verkauft sein Spiel für knapp 15 Dollar auf seiner Homepage [1]. Darüber hinaus bekommt man es für 14 Euro auf Steam [2]. Dort muss man dann allerdings mit einem Kopierschutz leben. Derzeit ist The Swapper auch noch Bestandteil des Humble Indie Bundle 11 [3]. Dabei darf man für bis zu sechs Spiele bezahlen, was man möchte, die Soundtracks gibt es kostenlos obendrauf. Ein Teil der Einnahmen gehen zudem an einen guten Zweck.

Die Hintergrundgeschichte treiben vorwiegend solche Log-Meldungen voran.

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