Das Spiel zum Wochenende: The Nightmare Cooperative

Das Spiel zum Wochenende: The Nightmare Cooperative

Zügiger Albtraum

03.06.2017
Wenn ein Dorf an Geldmangel leidet, schickt es natürlich seine besten Helden in ein mit Goldkisten gespicktes Verlies. Dumm nur, wenn dort Monster die Kisten bewachen und die Helden immer alle Aktionen gleichzeitig ausführen. Diese Mischung ergibt immerhin ein kurzweiliges Strategiespiel.

Mit einer Hintergrundgeschichte hält sich The Nightmare Cooperative gar nicht erst lange auf: Der Spieler blickt von schräg oben in ein Verlies, das aus einzelnen quadratischen Spielfeldern besteht. Über die Pfeiltasten steuert er zunächst einen einsamen Helden von Bodenplatte zu Bodenplatte. Ziel sind die im Verlies verteilten Goldschätze, nach deren Diebstahl der Protagonist möglichst schnell zu einem Ausgang flüchten muss. Mit dem Beutezug sind allerdings einige fiese Monster alles andere als einverstanden.

Rot gefärbte Gegner wie hier der Igel landen beim nächsten Angriff im Nirvana. Die Nummern auf den Kisten zeigen an, wie viele neue Monster beim Öffnen erscheinen.

Alle für einen

Jedes Verlies generiert das Spiel per Zufall. Neben den Schätzen verteilt es dabei auch Mauern und vor allen Dingen mehrere Monster. Nach jedem Zug des Spielers sind die vom Computer gesteuerten Gegner an der Reihe. Letztgenannte besitzen dabei ganz bestimmte Bewegungsmuster. So gibt es unter anderem stachelige Halbkugeln, die einfach von einer Ecke in eine andere laufen. Die kleinen rosafarbenen Kisten wiederum verschießen über mehrere Felder hinweg einen tödlichen Feuerstrahl und drehen sich von Runde zu Runde langsam um die eigene Achse. Sobald der Held eine Schatzkiste öffnet, erscheinen automatisch weitere Monster in den Gängen. Je mehr Gold er einsackt, desto schwieriger wird es folglich, das Verlies wieder zu verlassen.

An den Positionen der orangefarbenen Eier erscheinen beim nächsten Zug die Gegner.

Netterweise schlafen im Verlies hin und wieder ein paar andere Helden. Sobald man sie weckt, schließen sie sich der Nightmare Cooperative an. Die Helden bilden dabei eine derart verschworene Gemeinschaft, dass sie immer gleichzeitig von Feld zu Feld ziehen. Drückt der Spieler etwa die Pfeiltaste nach rechts, gehen alle Helden gleichzeitig ein Feld nach rechts. Nur an Wänden, Monstern und Goldschätzen macht der jeweilige Held automatisch halt. Man muss daher jeden Schritt genau planen, um nicht einen der Protagonisten direkt in die Arme eines Monsters laufen zu lassen.

Das Zepter und das Schild sind Bonusobjekte, die dem jeweiligen Helden vorübergehend Spezialkräfte verleihen.

Doppel-Herz

Indem ein Held einfach in den Gegner hinein läuft, führt er einen Nahangriff aus. Dieser kostet den Gegner einen von mehreren Gesundheitspunkten. Trifft umgekehrt ein Monster einen Helden, verliert auch dieser eines von bis zu fünf Herzen. Sind alle Herzen aufgebraucht, stirbt der Held und das Spiel ist beendet. Ein Herz hinzugewinnen lässt sich durch das Einsammeln eines entsprechenden Gesundheitstrunks. Jeder Held, der den Ausgang erreicht, steht auch im nächsten Verlies zur Verfügung.

Man kann pro Verlies immer nur einen schlafenden Helden wecken. Die tödlichen Speerspitzen links oben lassen sich über den Knopf links unten ausschalten.

Einige der Helden besitzen zudem besondere Spezialfähigkeiten. So gibt es etwa einen Bogenschützen, der aus der Distanz Pfeile auf den Gegner verschießt. Das Zielen geschieht dabei automatisch, der Spieler muss lediglich die Leertaste drücken. Jeder Einsatz der Spezialfähigkeit kostet allerdings eine blaue Flasche. Die findet man ebenfalls hin und wieder verstreut in den Verliesen. Des Weiteren endet nach einem Druck auf die Leertaste die aktuelle Runde.

Der Assassine kann sich teleportieren, in diesem Fall nach links zum Gold.

The Nightmare Cooperative bekommt man derzeit für 5 Euro bei Steam [2] oder 5,50 Euro im Humble Store [3]. Im letztgenannten Online-Shop erhält man neben einer kopierschutzfreien Version und einer Android-Fassung auch einen Key, mit dem man das Spiel auf Steam freischalten kann. Einen Teil des Kaufpreises überweist der Humble Store zudem an eine gemeinnützige Organisation. In jedem Fall liegt das Spiel in einer 32- und einer 64-Bit-Fassung vor.

Der Zufallsgenerator führt mitunter zu ausweglosen Situationen …

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