39 Stufen

The 39 Steps

Das Spiel zum Wochenende: The 39 Steps

07.09.2013
Der Entwickler The Story Mechanics hat den bekannten Kriminalroman Die neunundreißig Stufen zu einem Computerspiel verwurstet. Das Ergebnis ist allerdings anders, als es die meisten Spieler erwarten würden.

Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zieht der ehemalige Army-Offizier Richard Hannay nach London. Gelangweilt besucht er dort Bars und Varietés. Seine Lethargie beendet eines Abends sein Nachbar Franklin Scudder mit einer abenteuerlichen Geschichte: Eine Gruppe Krimineller will den griechischen Ministerpräsident bei seinem Staatsbesuch in London ermorden. Scudder sei dieser Verschwörung auf die Spur gekommen und jetzt in Lebensgefahr. Hannay lässt sich schließlich überreden, Scudder für ein paar Tage in seiner Wohnung zu verstecken. Als Hannay vier Tage später zurückkehrt, findet er Scudder tot mit einem Messer im Rücken. Aus Angst vor der Polizei und den Verschwörern flüchtet Hannay in die schottischen Hochmoore. Schnell wird jedoch klar, dass er dort alles andere als sicher ist.

Die Geschichte beginnt in Hannays Mietshaus. Hier lassen sich nur die Treppenstufen nach oben anklicken.

Versoftung

John Buchan schrieb die spannende Spionagegeschichte um Richard Hannay bereits 1915. Berühmt wurde sie vor allem durch Alfred Hitchcocks Verfilmung [4] sowie dem darauf basierenden Theaterstück [5]. Der Spieleentwickler The Story Mechanics hat jetzt das Buch in ein Spiel gegossen, in dem der Spieler Richard Hannay auf seiner Flucht begleitet.

Die Jagd geht durch hübsch gezeichnete, schottische Landschaften. Diese Stilleben enthalten nur selten animierte Objekte.

The 39 Steps erzählt Buchans Geschichte in handgezeichneten Standbildern. Der Spieler klickt sich dabei mit der Maus durch die einzelnen Szenen. Optisch hervorgehobene Gegenstände kann sich der Spieler per Klick näher ansehen oder benutzen. Beschreibungen erscheinen grundsätzlich als kurze Texte auf dem Bildschirm. Sprachausgabe gibt es nur vereinzelt bei Dialogen, die Gespräche selbst laufen automatisch ab. Hin und wieder gilt es kleinere Puzzle zu lösen. Um beispielsweise die Haustür zu Hannays Wohnung zu öffnen, muss man mit der Maus die Bewegungen von Hannays Hand nachahmen.

Um den Türknauf zu drehen, malt man mit der Maus einen blauen Kreis auf den Bildschirm.

Glasklar

Sofern Personen in den Szenen auftauchen, erscheinen sie ausschließlich als durchsichtige Silhouetten. Der Spieler soll mit seiner Fantasie den Figuren selbst ein Gesicht geben, ähnlich wie es beim Lesen des Buches geschieht. Für bestimmte Aktionen erhält der Spieler virtuelle Sammelkarten. Zusätzlich verleiht das Spiel bis zu 16 Auszeichnungen („Awards“). Diese Belohnungen haben jedoch keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen.

Personen erscheinen ausschließlich schemenhaft.

The Story Mechanics bieten ihr Spiel für knapp 10 Euro auf Steam [6] und Gameolith [7] an. Auf Steam läuft noch bis zum 9. September eine Rabattaktion, bei der man The 39 Steps schon für 3,40 Euro erhält. Das Spiel startet übrigens mit einer festen Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten. Auf kleineren Monitoren sieht man daher nur die linke obere Ecke der Szenen und Menüs. Um die Auflösung zu ändern, öffnet man die Datei .config/unity3d/The Story Mechanics/The 39 Steps/prefs und ändert darin die Zahlen auf die gewünschte Auflösung.

Zeitungen liefern immer wieder Zusatzinformationen. Um sie lesen zu können, muss man allerdings näher heranzoomen.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Boson X
    Spätestens seit dem Browserspiel Canabalt und dem Smartphone-Spiel Flappy Bird sind schwierige Geschicklichkeitsspiele mit einer extrem simplen Steuerung äußerst beliebt. Mu and Heyo versetzen das Spielprinzip jetzt in die dritte Dimension.
  • Die Linux Games sind da!
    Inzwischen bin ich fast geneigt zu behaupten, dass das Genre der Ego-Shooter im Linux-Spielesektor weitgehend abgelutscht ist. Man findet fast für jeden Geschmack etwas. Trotzdem ist nicht zu übersehen, dass es immer mal wieder einer Neuerscheinung gelingt, kräftig einen draufzusetzen. So geschehen mit dem neuen Titel von Dynamix, der wieder einmal von Loki für Linux umgesetzt wird und praktisch simultan zu der technisch kompatiblen Windows-Version erscheinen soll.
  • Cube und Co.
    Cube katapultiert den Spieler sowohl grafisch als auch spielerisch zurück in die Anfänge der 3D-Action-Spiele.
  • Das Spiel zum Wochenende: Sloth Patrol
    Spieleentwickler Traxmaster sperrt ein kleines Raumschiff in einen futuristischen Boxring und drangsaliert es mit riesigen Horden wild um sich schießender Gegner. Was Gamepad-Besitzern Schweißperlen auf die Stirn treibt, bringt Spieler mit Tastatur an den Rand des Wahnsinns.
  • Die Linux Games kommen!
    Und wieder kommt ein Klassiker aus dem Hause Loki frisch auf den Linux-Desktop. Diesmal reiht sich Sid Meiers neuestes Werk, Alpha-Centauri, in die inzwischen bereits beachtliche Reihe qualitativ hochwertiger Strategiesimulationen für Linux ein. Das Strategie-erprobte Softwarehaus Firaxis sorgte dabei für den nötigen Hintergrund.
Kommentare

Aktuelle Fragen

Welche Drucker sind Linux-mint kompatibel?
Johannes Nacke, 20.05.2016 07:32, 4 Antworten
Hallo Ihr Lieben, ich bitte um mitteilung welche Drucker Kompatibel sind mit Linux-Mint. LG Joh...
MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 3 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...