Hüpfender Elektromagnet

Das Spiel zum Wochenende: Teslagrad

Das Spiel zum Wochenende: Teslagrad

14.12.2013
Ein kleines norwegisches Entwicklerstudio hat zahlreiche Elektromagneten zu einem wunderschönen „Plattform-Steampunk-Adventures“ verbaut. Fans von Jump-and-Run-Spielen, die auch gerne knobeln, sollten schon einmal ihre Geldbörse zücken.

In Teslagrad steuert der Spieler die Geschicke eines namenlosen Jungen. Der rutscht gleicht zu Beginn des Spiels in eine merkwürdige Verschwörung, in die auch noch der despotische König des Landes involviert ist. Auf der Flucht vor zwielichtigen Schlägertrupps findet der kleine Held Unterschlupf im längst vergessenen Tesla-Tower. Der wiederum ist bis unter das Dach mit Plattformen, futuristischen Monstern und vor allem unter Hochspannung stehenden Gegenständen vollgestopft.

Diese Eisenkisten versperren den Weg. ...

Anziehend

Genretypisch lässt der Spieler den Jungen über Plattformen springen, an mit Efeu begrünten Wänden hochklettern und Vorsprünge erklimmen. Auf seiner Reise findet der Held immer mal wieder nützliche Hilfsmittel. Eines der wichtigsten ist ein Metallhandschuh, mit dem er Hindernisse aus Eisen magnetisieren kann. Das Spiel zeigt dabei die Art der Magnetisierung durch eine rote oder blaue Färbung an: Verschiedenfarbige Gegenstände ziehen sich an, gleichfarbige stoßen sich ab. Blockiert beispielsweise eine blaue Eisentür den Weg, muss sie der Junge nur rot färben, damit sie die ebenfalls blaue Decke an- und somit nach oben zieht.

... Mit dem magischen Handschuh, kann der Junge jedoch ...

Neben magnetischen Gegenständen gibt es auch noch elektromagnetische Felder. An speziellen Robotern kann sich der kleine Held aufladen und dann vom Feld nach oben „abstoßen“ lassen. Im späteren Verlauf erhält der Junge noch ein paar weitere Fähigkeiten. So kann er sich unter anderem als Blitz über kurze Distanzen teleportieren.

... die Kiste so magnetisieren, dass sie von dem Magneten über ihr angezogen wird und somit den Weg freigibt.

Abstoßend

Immer mal wieder warten auf den kleinen Helden größere Gegner, die nur mit einer ganz bestimmten Strategie zu besiegen sind. Immerhin kann der Junge nicht sterben: Sollte er mit einem Monster kollidieren oder einen Stromschlag erhalten, setzt ihn das Spiel umgehend wieder ein paar Meter vor der Unfallstelle wieder ab.

Auf seinem Weg wollen auch immer wieder Monster dem Helden ans Leder. Hier trennt die beiden glücklicherweise noch ein Stromzaun.

Teslagrad vertreiben seine Entwickler für 9 Euro über Steam [3] und Desura [2]. Auf letztgenannter Verkaufsplattform steht auch eine Demo-Version bereit. Man erhält sie, indem man auf der rechten Seite im Bereich RELEASES auf Teslagrad Demo klickt, dann dem Link download direct folgt und sich das zu seinem System passende Archiv herunterlädt: Besitzer eines 32-Bit-Linux greifen zu Teslagrad_0_13_linux32_demo.tar.bz2, andernfalls benötigt man die Datei Teslagrad_0_13_linux64_demo.tar.bz2. Das fast 400 MByte große Archiv muss man nur noch auf der Festplatte entpacken und dann das Programm Teslagrad starten.

Der kleine krabbelnde Roboter magnetisiert den Helden, so dass er im Feld höher springen kann. ...

Im Hauptmenü entscheidet man sich zunächst für Options, klickt dann auf English, stellt die Sprache über den Pfeil nach links auf Deutsch, kehrt wieder zum Hauptmenü zurück und startet dort ein Neues Spiel. Anschließend wählt man einen freien Speicherplatz aus. Den Helden steuert man über die Tasten [w], [a], [s], [d], mit der Leertaste hüpft er. Im späteren Verlauf schlagen die Pfeiltasten einen Metallgegenstand magnetisch. Die Hintergrundgeschichte erzählt das Spiel komplett ohne Worte und Erklärungen, man sollte daher die Bilder und Wandmalereien gut beobachten.

... In diesen Abschnitten würde jedoch eine Magnetisierung den Helden direkt in die gefährlichen Blitze schleudern.

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Einzelne Ausgabe
 

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