Der Tennisarm des Jahres

Das Spiel zum Wochenende: Tennis Elbow 2013

Während Konsolenspieler noch hin und wieder mit Tennisspielen bedacht werden, blieb für Linux-Nutzer im Wesentlichen nur Free Tennis übrig [3]. Gegenüber diesem Klassiker glänzt das jetzt auch für Linux veröffentlichte Tennis Elbow 2013 mit hübscher 3D-Grafik und einem Turnier-Modus.

Neben dem obligatorischen Einzel ...

Neben dem obligatorischen Einzel ...

In diesem World Team Cup spielt man die komplette Tenniskarriere eines zunächst 17-jährigen Tennisprofis nach. Wie im wahren Sportlerleben tritt man mit ihm in mehreren Weltranglistentournieren an. Am Ende einer Saison darf man entscheiden, ob man eine weitere in Angriff nimmt. Maximal gilt es, 300 Wettbewerbe mit insgesamt 3500 Spielern über simulierte 38 Jahre zu bestehen. Von der Karriere unabhängig darf man jederzeit ein wenig gegen den Computer trainieren oder ein einzelnes schnelles Match starten.

... und Doppel beziehungsweise Mixed ...

... und Doppel beziehungsweise Mixed ...

Ballaballa

Tennis Elbow 2013 bietet insgesamt neun verschiedene Bodenbeläge, die sich allesamt auf das Spielverhalten auswirken. Die Steuerung ist arkadelastig und auf eine hohe Spielgeschwindigkeit getrimmt: Mit den Pfeiltasten muss man den eigenen Spieler nur nah genug an den Ball dirigieren, das Schlagen selbst übernimmt der Computer. Über bestimmte Tastenkombinationen darf man noch die Art des Schlages bestimmen und so etwa einen Top Spin versuchen oder den Schlag aggressiver ausführen.

... darf man auch alleine gegen zwei Gegner antreten.

... darf man auch alleine gegen zwei Gegner antreten.

Solche schnellen Bälle kann der Tennisspieler allerdings nur in einer bestimmten Anzahl spielen, danach wird jeder Versuch zunehmend unpräzise. Entscheidet man sich für einen speziellen Schlag, darf man mit den Pfeiltasten noch die Schlagrichtung und somit den Auftreffpunkt des Balls beeinflussen. Je eher man sich für einen bestimmten Schlag entscheidet, desto präziser führt ihn der Sportler aus – vorausgesetzt, der Ball trifft den Schläger möglichst voll. Wem diese Steuerung zu kompliziert erscheint, der darf in einen noch gefälligeren Arcade-Modus schalten. Profis verwenden hingegen den Elite-Modus, der noch mehr Präzision und somit genauere Reaktionen verlangt.

Das farbige Rechteck zeigt die optimale Position des Spielers an.

Das farbige Rechteck zeigt die optimale Position des Spielers an.

Nützlicher Krimskrams

Auf Wunsch blendet Tennis Elbow 2013 als Hilfe den optimalen Standort für den Spieler ein. Dabei erscheint auf dem Boden ein Kasten mit einem Farbverlauf. Im roten Bereich trifft der Spieler den Ball sehr wahrscheinlich nicht mehr, im grünen retourniert er ihn hingegen mit hoher Sicherheit.

Antreten darf man im Einzelspiel, im Doppel und sogar alleine gegen zwei Gegner. Die Fähigkeiten des eigenen Spielers lassen sich bis ins Detail anpassen. So kann man sein Alter Ego etwa in einen rückhandstarken Linkshänder verwandeln.

Die Fähigkeiten und Eigenheiten eines Spielers wirken sich detailliert auf sein Spiel aus.

Die Fähigkeiten und Eigenheiten eines Spielers wirken sich detailliert auf sein Spiel aus.

Das gesamte Spiel hält der eingebaute Videorekorder fest, mit dem man sich nach der Partie die besten Spielszenen noch einmal anschauen kann. Wer nicht alleine spielen möchte, darf im Splitscreen-Modus gegen einen Freund antreten. Einen Online-Modus bietet derzeit nur die Windows-Version.

Tennis Elbow 2013 kostet 20 Euro und ist derzeit nur über die Homepage der Entwickler erhältlich [1]. Für unentschlossene stellt Mana Games unter [2] eine Demo-Version bereit. Sie läuft 14 Tage, bietet nur einen Bodenbelag und erlaubt lediglich das Aufwärmtraining sowie ein schnelles Match gegen einen einfachen Computergegner.

Mit dem eingebauten Videorekorder kann man Spielszenen nachträglich analysieren.

Mit dem eingebauten Videorekorder kann man Spielszenen nachträglich analysieren.

Fazit

Man merkt, dass Mana Games bereits mehrere Tennisspiele entwickelt hat. Dank der einfachen Steuerung kommen auch Tennislaien schnell zu einem Erfolgserlebnis, Profis hingegen dürfen sich über die Detailverliebtheit und die vielen veränderbaren Einstellungen freuen. Durch das hohe Spieltempo brauchen Einsteiger allerdings auch ein paar Minuten, bis sie die Tastenkombinationen verinnerlicht haben und den Ball gezielt auf dem Spielfeld platzieren. Wer sich nur wenig im Tennis auskennt, sollte zudem vorab die beiliegende, englische Dokumentation lesen, die viele wertvolle Tipps und Hinweise enthält.

Der kleine gürne Punkt zeigt an, wo der Ball landen wird.

Der kleine gürne Punkt zeigt an, wo der Ball landen wird.

Die 3D-Grafik ist gefällig und flüssig, wenngleich auch nicht überragend. Der Preis von knapp 20 Euro ist für das kurzweilige Spiel allerdings recht happig. Während Tennisbegeisterte blind zugreifen können, sollten alle anderen erst die Demo-Version anspielen.

Tennis Elbow

Bezugsquelle: http://www.managames.com/tennis/game_en.html
Entwickler: Mana Games
Lizenz: Kommerziell
Preis: 19 Euro
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab 500 MHz Intel Pentium II, mindestens 256 MByte Hauptspeicher, 100 MByte freier Festplattenspeicher, offiziell wird Ubuntu ab Version 12.04 unterstützt.

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.managames.com/tennis/game_en.html

[2] Demoversion:
http://www.managames.com/tennis-mac/game.html

[3] Das Spiel zum Wochenende (und Olympia): Blobby Volley und Free Tennis – Tim Schürmann: Olympischer Ballsport, LinuxCommunity.de, 28.07.2012
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-und-Olympia-Blobby-Volley-2-und-Free-Tennis

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