Das Spiel zum Wochenende: Tanks of Freedom

Das Spiel zum Wochenende: Tanks of Freedom

In pixeliger Runde

10.09.2016
Das kleine Entwicklerteam P1X werkelt unablässig an einem kleinen rundenbasierten Strategiespiel in Pixeloptik. Schon in der jetzigen Fassung begeistert es nicht nur mit einem spaßigen Mehrspieler-Modus und gut austarierten Karten, das komplette Spiel steht auch unter einer Open-Source-Lizenz.

In einem fernen Land zieht sich die Korruption quer durch die komplette Regierung. Eine kleine Gruppe stürmt deshalb mit Militärgewalt den Präsidentenpalast und bildet kurzerhand eine neue Regierung. Im Spiel Tanks of Freedom schlägt man sich entweder zunächst auf die Seite der Rebellen oder aber ignoriert diese seichte Hintergrundgeschichte einfach komplett.

Sobald man eine Einheit anklickt (hier grün umrandet), markiert das Spiel alle Felder gelb, auf die man die Einheit ziehen kann.

Schritt für Schritt

Im Strategiespiel Tanks of Freedom übernimmt der Spieler die Kontrolle über eine kleine Armee. Mit ihr muss er das Hauptquartier des Gegners einnehmen. Dabei blickt der Spieler von schräg oben auf ein Schlachtfeld, das in quadratische Spielfelder unterteilt ist. Auf ihnen zieht der Spieler seine Infanteristen, Panzer und Flugzeuge Richtung feindlichem Hauptquartier. Sobald eine Einheit neben einem Gegner zu stehen kommt, kann sie das Feuer eröffnen. Wie so häufig gibt es jedoch einen kleinen Haken.

Hinter den weißen Wolken versteckt das Spiel alle Gebiete, die von den eigenen Einheiten nicht eingesehen werden können („Fog of War“).

So steht dem Spieler nur eine begrenzte Anzahl Aktionspunkte zur Verfügung. Jeder Schritt einer Einheit kostet einen Aktionspunkt. Jede Einheit kann zudem nur eine vorgegebene Anzahl Aktionen ausführen – jeder Infanterist beispielsweise nur 4 Stück. Anschließend rührt sich die Einheit nicht mehr vom Fleck. Hat der Spieler seine kompletten Aktionspunkte verbraucht oder möchte er keine weiteren Züge mehr durchführen, ist der Gegner an der Reihe. Den steuert wahlweise ein Computer oder ein zu diesem Zweck eingeladener Freund. Bei einer Mehrspielerpartie kann man sich entweder gemeinsam vor einen Monitor setzen oder aber über das Internet gegeneinander antreten.

Hier hat der Spieler die Qual der Wahl: Entweder attackiert man man den Soldaten rechts oben, nimmt die Fahne rechts ein oder besetzt die Kaserne am unteren Rand.

Alles meins

Zu Spielbeginn besitzt jeder Spieler lediglich ein eigenes Hauptquartier und ein paar militärische Einheiten. Diese haben ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen: Der Panzer hält beispielsweise länger dem Beschuss durch Infanteristen stand. Letztgenannte können wiederum Kasernen, Flugplätze und Panzer-Fabriken einnehmen. Man verliert dabei zwar den Infanteristen, kann aber in einer Kaserne neue Infanteristen ausbilden, auf Flugplätzen Hubschrauber bauen und in der Panzer-Fabrik neue Panzer produzieren. Genau das kostet allerdings jeweils einen dicken Batzen Aktionspunkte – ein Panzer schlägt beispielsweise mit gleich 50 Punkten zu Buche.

Über das Mausrad oder die Buttons rechts oben in der Ecke kann man aus der Landschaut herauszoomen und sich so einen Überblick verschaffen.

Des Weiteren stehen auf einigen Feldern Fahnenmasten. Konnte man einen solchen einnehmen, erhält man zu Beginn jeder Runde 15 Aktionspunkte extra auf das eigene Konto gutgeschrieben. Das eigene Hauptquartier steuert noch einmal 20 Punkte bei. Apropos Hauptquartier: Auch in ihm lassen sich neue Infanteristen ausbilden. Dort kostet die Ausbildung allerdings 40 Punkte, in den Kasernen nur 25.

Die Hubschrauber (hier links im Bild) kosten 70 Aktionspunkte.

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