Swift*Stitch

Richtungswechsel

Das Spiel zum Wochenende: Swift*Stitch

11.05.2013 Mit einer extrem simplen Steuerung und minimaler Vektorgrafik führt ein spaßiges Geschicklichkeitsspiel zu unkontrollierten Schweißausbrüchen, derben Flüchen und einer defekten Steuerungstaste.

In Swift*Stitch düst ein kleines Dreieck mit konstantem Tempo unaufhaltsam durch ein Labyrinth. Solange man die linke Steuerungstaste drückt, fährt es nach unten, andernfalls flitzt es nach rechts. Auf diese Weise muss man das kleine Dreieck in eine grüne Barriere lenken, die irgendwo im Level versteckt ist. Jede Kollision mit einer Wand endet umgehend tödlich. Mit der Steuerungstaste kann man das Dreieck immer nur in zwei von vier möglichen Himmelsrichtungen lenken, wobei auch noch jeder Level zwei andere Laufrichtungen vorgibt. Eigentlich könnte man das Ziel somit nie erreichen.

Mit der Steuerungstaste ändert man die Laufrichtung des Dreiecks und kommt so um die Ecken.

Mit der Steuerungstaste ändert man die Laufrichtung des Dreiecks und kommt so um die Ecken.

Kehrt-Wände

Glücklicherweise gibt es noch farbige Wände. Rauscht man in ein blaues Exemplar, dreht sich die horizontale Laufrichtung des Dreicks um, bei einer roten die vertikale. Neben diesen speziellen Wänden lungern noch weitere nette Objekte in den Leveln herum. So gibt es etwa kleine blaue Rechtecke, die das Dreieck teleportieren. Die grüne Ziellinie erreicht schließlich nur, wer alle diese Spezialelemente geschickt und zudem in der richtigen Reihenfolge ausnutzt.

Die blaue Wand lässt das Dreick umdrehen.

Die blaue Wand lässt das Dreick umdrehen.

Insgesamt gilt es 42 Level zu durchqueren. Für jeden merkt sich Swift*Stich, ob man den Level bereits gemeistert hat, alle im Labyrinth verteilten Sternchen einsammeln konnte und keine Kollisionen hatte. An besonders gute Spieler verteilt Swift*Stich virtuelle Auszeichnungen (Achievments). Jeden der Level darf man jederzeit erneut in Angriff nehmen und so seine Leistungen verbessern.

Am Ende eines Levels notiert das Spiel, wie erfolgreich der Spieler war.

Am Ende eines Levels notiert das Spiel, wie erfolgreich der Spieler war.

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich mit gleich mehreren Stellschrauben beeinflussen. So kennt das Dreieck satte sieben verschiedene Geschwindigkeitsstufen. Darüber hinaus darf man mit dem Mausrad aus dem Labyrinth hinaus zoomen. Die hierdurch erhöhte Übersicht vereinfacht das Finden einer passenden Taktik. Abschließend können Spieler das Dreieck über einen Druck auf die Leertaste noch für ein paar Sekunden verlangsamen.

Mit der Leertaste bremst man das Dreieck aus. Wie lange das noch gut geht, zeigt der weiße Strich unterhalb des Dreiecks.

Mit der Leertaste bremst man das Dreieck aus. Wie lange das noch gut geht, zeigt der weiße Strich unterhalb des Dreiecks.

Kostenlose Abewechslung

Damit keine Langeweile aufkommt, bietet Swift*Stich zwei weitere Spielmodi. Beim Survival-Modus muss man einfach alle 42 Level nacheinander durchlaufen, wobei man insgesamt nur 10 Mal die Wand küssen darf. Im Challenge-Modus muss man hingegen einfach nur möglichst von Teleporter zu Teleporter laufen, wobei sich die Geschwindigkeit des Dreiecks immer weiter erhöht.

Im Challenge-Modus muss man so schnell wie möglich von Portal zu Portal brausen.

Im Challenge-Modus muss man so schnell wie möglich von Portal zu Portal brausen.

Swift*Stich gibt es kostenlos auf seiner Homepage [1]. Man muss lediglich dem Download-Link folgen, dann Linux anklicken, das so erhaltene Archiv auf der Festplatte entpacken und dann auf 32-Bit-Systemen das Programm SwiftStich.x86 und auf 64-Bit-Systemen SwiftStich.x86_64 starten. Im Hauptmenü entscheidet man sich für Play, dann den Spielmodus Normal und klickt links oben das Kästchen mit der 1 an.

Kollisionen mit den (weißen) Wänden sollte man tunlichst vermeiden.

Kollisionen mit den (weißen) Wänden sollte man tunlichst vermeiden.

Fazit

Für Swift*Stich braucht man gute Reaktionen, flinke Finger und stahlharte Nerven. Was auf den Screenshots wie eine langweilige CAD-Anwendung aussieht, entpuppt sich als extrem herausfordernde Mischung aus Geschicklichkeitstest und Denksportaufgabe. Die Spielmodi, Spezialgegenstände und Achievements motivieren ungemein, Swift*Stich immer mal wieder zu starten.

Im Ziel gibt es ein kleines Feuerwerk.

Im Ziel gibt es ein kleines Feuerwerk.

In den Standardeinstellungen steigt der Schwierigkeitsgrad allerdings recht stark an. Anfänger sollten daher die Laufgeschwindigkeit reduzieren, bis sie die Steuerung verinnerlicht haben. Um frustrierende Erkundungsfahrten zu vermeiden, sollte man zudem in neuen Leveln das Geschehen pausieren und sich dann erst einmal über das Mausrad einen Überblick verschaffen.

Letztendlich entwickelt sich die Faszination von Swift*Stich erst, wenn man es selbst einmal gespielt hat. Da es komplett kostenlos ist, sollten Freunde von Geschicklichkeitsspielen umgehend zugreifen.

Scrollt man mit dem Mausrad heraus, erhält man einen Überblick über den Level und die darin versteckten Objekte.

Scrollt man mit dem Mausrad heraus, erhält man einen Überblick über den Level und die darin versteckten Objekte.

Swift*Stitch

Bezugsquelle: http://swiftstitch.sophiehoulden.com
Entwickler: Sophie Houlden
Lizenz: Eigene (Closed-Source)
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://swiftstitch.sophiehoulden.com

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