Bauplatz

Wenn möglich, sollte man noch bis zur Fertigstellung der Version 0.7 warten. Zum einen enthalten die bislang veröffentlichten Vorabversionen noch Fehler, zum anderen stehen noch keine fertigen Pakete bereit. Man muss folglich den Unterbau Irrlicht und anschließend SuperTuxKart per Hand übersetzen.

Abbildung 7: Das Klassenzimmer steckt voller Abkürzungen und Hindernissen, wie etwa der Sprungschanze aus Büchern (links im Bild).

Wer es dennoch probieren möchte, braucht vorzugsweise Irrlicht 1.7.2. Da diese Version in den meisten Distributionen noch nicht angekommen ist, muss man zunächst eine eventuell vorhandene, alte Irrlicht-Version deinstallieren und dann das aktuelle Paket von der Irrlicht-Homepage angeln [4]. Anschließend holt man über den Paketmanager den C++ Compiler, make, sowie die Entwicklungspakete zu X11 und OpenGL hinzu. Unter Ubuntu stecken sie beispielsweise in den Paketen cpp, make, xorg-dev und mesa-common-dev. Das Irrlicht-Archiv entpackt man im Heimatverzeichnis und setzt dann folgende Befehle in einem Terminal ab:

cd irrlicht-1.7.2/source/Irrlicht
make
make sharedlib
sudo make install
sudo ldconfig

Jetzt schnappt man sich das ca. 110 MB große Quellcodearchiv von SuperTuxKart [5] (die Datei mit src im Namen) und entpackt es auf der Festplatte. Über den Paketmanager spielt man noch die Entwicklerpakete zu OpenAL ein, unter Ubuntu benötigt man beispielsweise noch libopenal-dev, libtool und libxxf86vm-dev. Jetzt kann man im Terminalfenster SuperTuxCart per

./configure
make
sudo make install

übersetzen. Das fertige Spiel lagert dann im Unterverzeichnis src als supertuxkart.

Testfahrt

Da SuperTuxKart durchgehend Deutsch spricht, sollte die Bedienung weitgehend selbsterklärend sein: Einzelspieler wählen im Hauptmenü Rennen und suchen sich dann ein Vehikel aus. Im nächsten Schirm legt man mit Anzahl der KI Karte die Anzahl der Gegner für das Rennen fest, darunter entscheidet man sich für einen Schwierigkeitsgrad (Einsteiger wählen Fahranfänger, Experten den Rennfahrer). Für eine erste, schnelle Probefahrt empfiehlt sich als Rennmodus das Normale Rennen ganz links. Im nächsten Schirm entscheidet man sich für eine Strecke. Der untere Bereich stellt einzelne Strecken zur Wahl, oben findet man die kompletten Wettbewerbe (Grand Prix). Mit einem Schlosssymbol gekennzeichnete Strecken muss man erst freischalten.

Abbildung 8: Alle Strecken und Grand Prix mit einem Schlosssymbol muss erst freispielen.

Im Rennen gibt man über die Pfeiltasten Gas, bremst und lenkt. Doch Vorsicht: Wer am Start schon zu früh auf das Gaspedal tritt und somit einen Frühstart provoziert, erhält eine Zeitstrafe. Die Leertaste feuert schließlich noch ein aufgenommenes Objekt (das in der Mitte am oberen Bildschirmrand) Richtung Gegner.

Abbildung 9: Erst auf Los! darf man Gas geben, andernfalls erhält man eine kleine Zeitstrafe.

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