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Rasende Kleinwagen

Das Spiel zum Wochenende: SuperTuxKart

18.12.2010 Das Rennspiel SuperTuxKart gehört zu den ältesten und bekanntesten Linux-Spielen. In Kürze erscheint die generalüberholte Version 0.7, die vor allem bei der Grafik und dem Streckendesign nachbessert.

Ähnlich wie in der legendären Mario Kart-Reihe [3] düsen bekannte Maskottchen aus der Open Source-Szene in kleinen (Go-)Karts über teils abgedrehte Pisten. So findet sich unter den über 20 mitgelieferten Strecken neben einem idyllischen Strandparcour und einer kargen Wüstenlandschaft beispielsweise auch ein mit Büromaterial gespicktes, überdimensionales Klassenzimmer.

Abbildung 1

Abbildung 1: Mit dem Beschleunigungsbonus (der hier gleich zwei Mal zur Verfügung steht), sollten die beiden führenden Fahrzeuge rasch überholt sein.

Fiese Fallen

Als wäre das noch nicht genug, sind über die Rennstrecke zahlreiche Bonusgegenstände verteilt. Wer sie aufsammelt, kann gegnerische Fahrzeuge unter anderem abschießen, mit einem gezielt auf die Fahrbahn aufgebrachten Kaugummi ausbremsen oder durch eine Bowlingkugel vom Asphalt kegeln. Hüten sollte man sich allerdings vor Bananenschalen: Sie verlangsamen den eigenen Flitzer kurzzeitig.

Abbildung 2

Abbildung 2: Der kleine Kugelfisch bekommt gleich unser Törtchen zu spüren. Solche Aktionen kommentiert das Spiel am unteren Rand mit einem bissigen Kommentar.

Für weitere Abwechslung sorgen verschiedene Rennmodi. Während beim klassischen Einzelrennen der Schnellste gewinnt, gilt es beim Zeitfahren die Uhr zu schlagen und im kuriosen "Folge dem Leader"-Modus immer dicht hinter dem gerade führenden Fahrzeug zu bleiben. Kern des Spiels bilden jedoch die Grand-Prix-Rennen. Meistert man die dahinter stehenden Wettbewerbe, erhält man nicht nur Anerkennung, sondern schaltet auch weitere Grand-Prix-Rennen und zusätzliche Strecken frei.

Abbildung 3

Abbildung 3: Die schottische Rennstrecke gehört mit zu den landschaftlich schönsten, wenngleich auch sie detailarm und ziemlich eckig bleibt.

Alte Bekannte

Hinter dem Steuer der kleinen Flitzer sitzen die knuddeligen Maskottchen beliebter Linux-Programme. Angefangen beim Pinguin Tux, über das Gnu des GNU-Projekts bis hin zum Gimp-Wilber. Dabei bleibt dem Spieler überlassen, mit welchem der Tierchen er an den Start geht.

Abbildung 4

Abbildung 4: Neben dem Linux-Maskottchen Tux darf man auch andere berühmte Tiere aus der Open Source-Szene lenken.

Jeder Fahrer besitzt ein passend gestaltetes Kart, Tux Gefährt erinnert etwa an einen kleinen roten Rennwagen. Dennoch steuern sich alle Flitzer gleich. Hierdurch erhält in Mehrspielerpartien allerdings auch niemand einen Nach- beziehungsweise unfairen Vorteil. SuperTuxKart erlaubt bis zu vier Spielern gleichzeitig vor einem Bildschirm anzutreten. Ein Netzwerkmodus ist in Planung, schafft es aber noch nicht in die Version 0.7.

Abbildung 5

Abbildung 5: Hier hat uns ein Gegner mit einer Törtchenbombe getroffen. Außer Kopfschmerzen und etwas verlorener Zeit, passiert Tux glücklicherweise nichts weiter.

Die Geschichte von SuperTuxKart reicht bis in das Jahr 2000 zurück. Das Projekt stagnierte sogar zwischenzeitlich für ein paar Jahre, bis es Joerg Henrichs und sein Team wieder aufleben ließen. Die letzte stabile Version 0.6.2 liegt seit 2009 in den Repositories der meisten Linux-Distributionen. Derzeit schließen die Entwickler die Arbeiten am Nachfolger 0.7 ab. Er bekommt vor allem eine neue Benutzeroberfläche spendiert, einige Rundkurse erhielten zudem Abkürzungen. Karts, Strecken und Gegenstände wurden überarbeitet, teilweise animiert und um neue ergänzt. Noch umfangreicher fallen die Änderungen unter der Oberfläche aus: Dort bringt ab sofort die Irrlicht-Engine die Bilder auf den Schirm [4]. Neben SuperTuxKart treibt sie sonst hauptsächlich 3D-Shooter an.

Abbildung 6

Abbildung 6: Einige Strecken, wie diese im tiefen Dschungel, besitzen Abkürzungen oder alternative Wege.

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