Das Spiel zum Wochenende: Sort the Court

Das Spiel zum Wochenende: Sort the Court

Ja oder Nein?

05.11.2016
In einem kleinen Strategiespiel von Graeme Borland ist man ein König. Und fällt wichtige Entscheidungen. Etwa ob man der Großmutter aus dem Dorf eine Goldmünze für die Zeitung leiht. Dies will wohlüberlegt sein, denn nur erfolgreichen Königen winkt die Aufnahme in den Counsil of Kings.

Sort the Court setzt den Spieler auf den schmucken Thron eines kleinen Königreiches in einem weit entfernten Märchenland. Immer wieder betritt einer der Untertanen den Saal und stellt dem Spieler eine Frage. Diese kann der Spieler jeweils mit Ja oder Nein beantworten. Das wiederum erfordert mehr Gehirnschmalz, als man zunächst erwarten würde.

In Sort the Court muss man einfach nur die jeweils gestellte Frage mit einem Klick auf Y bestätigen oder mit N verneinen.

Geld oder Leben?

Jede Entscheidung des Spielers hat mitunter drastische Auswirkungen – entweder für die Bewohner des Königreiches oder aber die Schatzkammer. So bittet etwa der Fischer um ein Darlehn für ein größeres Boot. Gewährt man ihm dies, schrumpft zwar der Goldvorrat, man erhöht jedoch gleichzeitig das Glücksgefühl der Untertanen. Andererseits fehlt somit aber auch eventuell Geld für den Ausbau der Stadt. Das könnte wiederum eine magische Kiste namens Chester liefern, die aber im Gegenzug ein paar Einwohner fressen möchte.

Lässt man den Clown in die Stadt ...

Nur glückliche Untertanen bleiben im Königreich wohnen. Das wiederum sollte möglichst schnell wachsen: Schließlich versprechen mehr Einwohner nicht nur mehr Wohlstand, es winkt auch die Aufnahme in den prestigeträchtigen Counsil of Kings. Wie viele Untertanen gerade im Königreich leben, wie glücklich sie sind und wie viel Gold gerade in der Schatzkammer lagert, kann der Spieler links unten in der Bildschirmecke ablesen. Das Glücksgefühl repräsentiert dabei ebenfalls ein Punktwert: Je höher er ist, desto wohler fühlen sich die Einwohner.

… führt das am Ende des Tages zu steigendem Wohlbefinden bei den Einwohnern.

Arbeit oder Spaß?

Eine Entscheidung hat nicht nur direkte, sondern mitunter sogar langfristige Auswirkungen. Lässt man etwa den Zirkus in die Stadt, sorgt er an gleich mehreren Tagen hintereinander für ordentlich steigendes Glück. Eine herzlich willkommen geheißene Hexe könnte später noch nützlich sein – ebenso ein für wenige Goldtaler reparierter Roboter.

Wenn die Dunkelheit hereinbricht, steht die letzte Entscheidung an ...

Nach einigen Entscheidungen neigt sich irgendwann der Tag dem Ende entgegen. Vor dem Zubettgehen rechnet das Spiel ab. Im Idealfall gab es keine Auswanderer, das Glück stieg und die Kasse weist einen Überschuss aus. Abhängig von den getroffenen Entscheidungen gibt es zudem noch weitere gute oder schlechte Ereignisse. So liefert etwa eine eröffnete Taverne zusätzliche Steuern und gute Laune. Mit Sonnenaufgang gehen die Audienzen schließlich wieder von vorne los.

… anschließend wird abgerechnet. Hier ist die Einwohnerzahl um 3 gesunken, das Königreich somit etwas gesrumpft.

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