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Smokin' Guns Titelbild

Rauchende Colts

Das Spiel zum Wochenende: Smokin' Guns

31.03.2012 Langsam tasten die schweißnassen Finger des Cowboys zum Holster. Dann ein schneller Ruck, Blei peitscht durch die Luft. Wer diesen Nervenkitzel selbst einmal erleben möchte, kann das in einem stilechten und obendrein kostenlosen Multiplayer-Shooter.

Der Wilde Westen lieferte nicht nur Stoff für unzählige Filme, sondern bietet auch eine perfekte Kulisse für spannende Multiplayer-Shooter. Um so erstaunlicher, dass die meisten Vertreter im Weltraum oder irgendwelchen Fantasy-Gebieten spielen. Eine der wenigen Ausnahmen hört auf den Namen Smokin' Guns.

Wie dieser Marktplatz sind die meisten Karten recht weitläufig gestaltet und eignen sich daher eigentlich nur für viele Mitspieler.

Bewährter Realismus

Wie die meisten Kollegen des Genres ist der 3D-Shooter vollständig auf Mehrspielerpartien ausgelegt. Wer zunächst alleine trainieren möchte, kann sich immerhin ein paar Computergegner als Sparringspartner in die Landschaft setzen lassen. Einschlägig bekannt sein dürften auch die Spielmodi Deathmatch und Team Deathmatch. In ihnen gewinnt, wer zuerst eine bestimmte Anzahl Gegner ausradiert oder innerhalb einer vorgegebenen Zeit die meisten Treffer erzielt hat - je nachdem, was man zu Beginn der Partie festgelegt hat. Damit enden dann aber auch schon die Gemeinsamkeiten zu herkömmlichen Shootern.

Clint und seine anderen Computerkollegen sind teilweise dumm wie Dosenbrot.

So liegen in Smokin' Guns weder Waffen noch Munition unmotiviert in der Landschaft herum. Stattdessen findet man hier und da nur ein paar Geldscheine. Wer mit ihnen seine Brieftasche genügend aufgepolstert hat, darf sich in einem virtuellen Waffenladen aufrüsten. Zur Auswahl stehen dabei die im Wilden Westen üblichen Schießeisen: angefangen von Pistolen über Schrotflinten bis hin zu Messern und Dynamit. Darüber hinaus gibt es in Smokin' Guns keinerlei Heiltränke, Medikits oder andere Gegenstände, mit denen man seine Gesundheit wieder auffrischen könnte. Ein unglücklicher gegnerischer Treffer reicht folglich aus, um die Radieschen von unten zu betrachten. Streifschüsse überlebt man, wenn auch entsprechend verwundet. Lediglich eine Ofenklappe für schlappe 15 Dollar darf man sich als leidlich guten Schutz vor den Bauch schnallen.

Die Waffenhandlung darf man jederzeit aufrufen. Wie der Hintergrund zeigt, ist die Grafik zwar karg, die Entwickler haben die Umgebungen aber liebevoll gestaltet.

High Noon

Diese Limitierungen bilden allerdings auch die Grundlage für die übrigen Spielmodi. Die laufen allesamt rundenbasiert ab: Hat man sein Leben ausgehaucht, muss man bis zur nächsten Runde auf eine Rückkehr (Respawn) warten. Als Gesamtsieger geht schließlich hervor, wer die meisten Runden für sich entscheiden konnte. Die einfachste Variante ist dabei das "Round-Teamplay". Eine Runde gewinnt hier das Team, das zuerst sämtliche Gegenspieler über den Haufen geschossen hat. Kniffliger ist da schon der Bankraub ("Bank Robbery"). In ihm muss ein Team eine Bank betreten, mit Dynamit den Safe sprengen und das erbeutete Geld an einen sicheren Punkt auf der Karte bringen - während gleichzeitig ein anderes Team genau das alles zu verhindern versucht.

Einige der Karten erinnern dezent an Counterstrike.

Besonders originell ist der "Duell Mode". Wie sein Name schon andeutet, stehen sich hier zwei Schützen wie im klassischen Wildwestfilm gegenüber. Solange die Intromusik spielt, dürfen sich die Kontrahenten im virtuellen Shop eine Waffe besorgen. Ist die Zeit um, sollte man möglichst schnell zum Holster greifen und seinen Gegenüber umnieten. Der Gewinner des Duells erhält ein kleines Preisgeld, mit dem er im nächsten Duell eine bessere Waffe kaufen kann. Wer als erster fünf Duelle für sich entscheiden konnte, bekommt einen sogenannten Duell-Punkt. Gleichzeitig verlieren alle Spieler ihr Geld und die Duelle beginnen von vorne. Gesamtsieger ist schließlich derjenige, der als erster eine vorgegebene Anzahl Duell-Punkte einheimsen konnte. Für diesen ungewöhnlichen Spielmodus gibt es sogar spezielle Karten, auf denen sich mehrere Pärchen gleichzeitig duellieren dürfen. Der Gewinner eines Duells bleibt dabei an seiner Position stehen, während der Verlierer zu einem anderen Gegner strafversetzt wird.

Im "Duell Mode" steht man seinem Kontrahenten Auge in Auge gegenüber (hier in der Zuschaueransicht).

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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