Esst mehr Schädel!

Das Spiel zum Wochenende: Skulls of the Shogun! Bone-A-Fide Edition

Das Spiel zum Wochenende: Skulls of the Shogun! Bone-A-Fide Edition

31.05.2014
Der Entwickler 17 Bit überrascht mit einem kleinen rundenbasierten Strategiespiel, das mit einem originellen Szenario, viel Humor und durchaus Tiefgang begeistert. Besonders viel Spaß macht die Keilerei im Totenreich mit mehreren Spielern.

General Akamoto ist ein mächtiger und bekannter Samurai. Eben jene schillernde Persönlichkeit hat jedoch gerade das Zeitliche gesegnet und kommt in einem recht toten Zustand im Jenseits an. Dort soll er sich sogleich in die lange Warteschlange für Neuankömmlinge reihen. Das lässt sich Herrn Akamoto natürlich nicht gefallen. Um die über 500 Jahre Wartezeit zu überbrücken, säbelt er kurzerhand die Wachen nieder und drängelt sich einfach vor. Seine durchgreifende Art gefällt vielen Wartenden so gut, dass sie sich spontan seinem Aufräumkommando anschließen.

Der rote Herr Akamoto mag es gar nicht, sich anstellen zu müssen.

Unter Zugzwang

Im Strategiespiel Skulls of the Shogun steuert der Spieler die Geschicke des Generals Akamoto. Die Angriffe im erstaunlich begrünten Jenseits laufen dabei rundenbasiert ab: Der Spieler wählt zunächst eine Figur aus seiner Truppe, bewegt sie auf den Gegner zu, lässt sie einen Angriff ausführen und zieht sie dann wieder zurück. Jeder Soldat besitzt allerdings nur einen eingeschränkten Bewegungsradius, dessen Grenzen das Spiel mit einem weißen Kreis markiert. Die Einheiten können zudem immer nur eine ganz bestimmte Wegstrecke zurücklegen. Laufen sie bis zum Rand des weißen Kreises, können sie nach dem Angriff nicht mehr flüchten. Darüber hinaus darf der Spieler nur fünf Befehle pro Runde aussprechen. Er muss sich also gut überlegen, welche fünf Figuren er bewegt. Nachdem der Spieler sämtliche Befehle erteilt hat oder auf eigenen Wunsch aussetzt, darf der Gegner ziehen.

Der äußere große weiße Kreis zeigt an, wie weit der Reiter maximal laufen kann. Der kleine weiße Kreis verrät hingegen, wohin der Reiter nach einer ausgeführten Aktion (zurück-)rennen darf.

Da sich alle bereits im Jenseits befinden, sterben im Kampf getötete Einheiten nicht, sondern verlieren nur ihren Kopf. Diese Schädel können die Spielfiguren aufessen, was wiederum die im Kampf entstandenen Wunden heilt (oder besser gesagt, die Skelettschäden). Neben der Gesundheit müssen Spieler auch den Aktionsradius der Figuren im Auge behalten. So können Infanteristen nur in ihrer direkten Nähe gezielte Hiebe ausführen. Steht der Infanterist zu weit weg, verringert sich seine Trefferwahrscheinlichkeit.

Nur wenn sich der Gegner im roten Kreis befindet, trifft die Einheit garantiert. Im gelben Kreis sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff gelingt.

Persönlichkeiten

Neben Infanteristen schließen sich im weiteren Verlauf auch Kavalleristen und Bogenschützen dem General an. Jede dieser Einheiten besitzt jeweils eigene Vor- und Nachteile. So können Bogenschützen zwar aus der sicheren Distanz ihre Gegner unter Beschuss nehmen, im Nahkampf sind sie dafür um so verletzlicher. Stehen mehrere Infanteristen dicht nebeneinander, bilden Sie einen besonders starken Schutzwall. Aber auch die Landschaft lässt sich geschickt zu eigenen Gunsten nutzen: So lassen sich beispielsweise lästige Gegner von Klippen werfen, während Felsblöcke vor den Pfeilen der gegnerischen Bogenschützen schützen.

Auch die Landschaft spielt eine Rolle: Nahkämpfer müssen hier erst um die Klippe herumlaufen.

Einzelspieler erwarten in Skulls of the Shogun eine nett erzählte Kampagne mit über 20 Level. Darüber hinaus liegen dem Spiel 30 Karten für Mehrspielerpartien bei. In denen dürfen sich bis zu vier Spieler gleichzeitig die Samuraischwerter gegenseitig über die virtuelle Birne ziehen. Wem das immer noch nicht genug ist, kann auch den Spielmodus Skulls Anywhere aufrufen, in dem man bis zu 30 Partien gleichzeitig spielen darf.

An den Gestern einer Einheit kann man ablesen, ob sie direkt zurückschlägt oder entmutigt einfach nur den Angriff einstecken muss.

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Kommentare
Aufbausimulation
Linux Neuling (unangemeldet), Dienstag, 10. Juni 2014 01:56:19
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Ich finds toll das man auch unter Linux spielen kann.
Aber was wird aus Windows-spielen via Wine?
Zum B. läuft "Civ City Rom" nicht richtig, weil die Texteinblendungen in den Menüs fehlen. Wird Wine weiterentwickelt? Anno 1601 und Pharao laufen problemlos.



Bewertung: 139 Punkte bei 17 Stimmen.
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Re: Aufbausimulation
Tim Schürmann, Donnerstag, 19. Juni 2014 18:20:06
Ein/Ausklappen

WINE wird aktiv weiterentwickelt. Wenn ein Spiel nicht läuft, sollten Sie dies den Entwicklern über ihre Homepage melden: http://www.winehq.org/


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