Das Spiel zum Wochenende: Ronin

Das Spiel zum Wochenende: Ronin

Kampfpause

09.09.2017
Der Entwickler Tomasz Wacławek würzt ein kleines Jump-and-Run-Spiel mit pfiffigen rundenbasierten Kämpfen. Den Spielspaß trüben allerdings eine hakelige Steuerung und die vollkommen unnötigen Gewaltexzesse.

In Ronin steuert der Spieler eine Serienkillerin, die insgesamt fünf fiese Schurken um die Ecke bringen muss. Hinweise auf den Aufenthaltsort der Bösewichter geben Computerterminals, die sich wiederum in gut bewachten Hochhäusern befinden. Folglich bleibt nichts anderes übrig, als in die Hochhäuser einzubrechen, alle fiesen Schurken zu töten, die Computer auszuspionieren und dabei möglichst allen Zivilisten kein Haar zu krümmen.

Der weiße Bogen zeigt die Flugbahn, der weiße Kreis den Auftreffpunkt.

Warte mal kurz

Wie bei klassischen Jump-and-Run-Spielen blickt man von der Seite auf das Geschehen. Über die Tastatur rennt die Hauptdarstellerin durch die Gebäude der insgesamt 15 Level. Ungewöhnlich ist die Steuerung mit der Maus: Sobald man die linke Maustaste gedrückt hält, stoppt das Spiel und blendet einen weißen Bogen ein. Dieser zeigt eine Flugbahn an, welche die Heldin nach dem Loslassen der linken Maustaste entlang springt. Auf diese Weise lassen sich auch Glaswände effektvoll in ihre Einzelteile zerlegen. Die Hauptdarstellerin kann sogar an einige ausgewählten Decken und Wände springen und diese hoch laufen beziehungsweise entlanghangeln.

Zunächst muss die Heldin alle im Level versteckten Terminals nutzen, um so den Aufenthaltsort des nächsten Bösewichts herauszufinden. Ein Klick auf das grüne Symbol löst die notwendige Aktion aus.

Höher gelegene Plattformen erreicht man mit einem Enterhaken. Um ihn abzuschießen, lässt man die Heldin in die Luft springen, hält während ihres Flugs wieder die Zeit an und sucht dann in der Nähe einen Punkt für den Enterhaken. An Computerterminals, Aufzügen und anderen Gegenständen erscheinen Symbole. Ein Klick darauf löst eine passende Aktion aus.

Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Hier weicht die Heldin mit dem einem Sprung dem nächsten Schuss aus, dessen Flugbahn die rote Linie visualisiert.

Einer nach dem anderen

Den Weg durch ein Gebäude versuchen zahlreiche Wachen zu stoppen. Um die lästigen Gegner auszuschalten, schleicht man sich zunächst an sie von hinten heran und erledigt sie dann mit dem Schwert. Das funktioniert allerdings nur selten derart geschmeidig: Meist stehen mehrere Wachen zusammen oder sehen die Heldin auf sie zukommen. In solchen Fällen eröffnen die Gegner umgehend das Feuer. Dann ist vor allem Taktik gefragt: Mit einem gezielten Sprung auf die erste Wache schickt man sie für ein paar Sekunden ins Reich der Träume. Die Schussbahn der zweiten Wache kennzeichnet eine rote Linie. Mit einem weiteren gezielten Sprung weicht man dem folgenden Schuss aus und nähert sich so gleichzeitig der zweiten Wache, die wiederum das mitgeführte Schwert erledigt. Es folgt ein Sprung zurück zur ersten Wache, die man ebenfalls mit dem Schwert ausschaltet.

Der Sprung hat hier zudem den Gegner getroffen, der jetzt noch zwei Sekunden benommen liegen bleibt.

Da das Spiel in solchen Kämpfen nach jedem Schritt das Geschehen einfriert, hat man genügend Zeit, die nächste Aktion zu planen. Ronin spielt sich in Kämpfen somit wie ein rundenbasiertes Strategiespiel. Dieses Vorgehen ist vor allem im späteren Verlauf nützlich, wenn mehrere verschiedene Gegnertypen auftauchen, die ganz unterschiedliche Angriffsverhalten besitzen. Im Gegenzug ist jeder Treffer tödlich: Wird die Heldin getroffen, ist das Spiel umgehend beendet. Zwischenspeichern darf man zwar nicht, das Spiel setzt die Hauptdarstellerin nach ihrem Tod aber an einen entsprechenden Punkt zurück. Folglich muss man einen Level nicht immer wieder komplett von vorne absolvieren.

Während der Herr im Anzug an seiner Position stehenbleibt, beherrscht der weiße Ninja rechts einen blitzschnellen Angriff über eine weite Strecke.

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