Das Spiel zum Wochenende: Rive

Das Spiel zum Wochenende: Rive

Alter Spalter

30.09.2017
Entwickler Two Tribes kreuzt ein Jump-and-Run-Spiel mit einem klassischen, actionreichen Shoot-em-up. Herausgekommen ist ein schneller „Metall-Verschrottungs- und Roboter-Hacking-Simulator“, der eine Menge Spaß und sogar leicht süchtig macht.

Der bärtige Roughshot wird unsanft vom Bordcomputer seines kleinen Raumschiffs geweckt. Wie die eilig zur Zusammenarbeit überredete Außenbordkamera zeigt, trudelt der Held geradewegs durch ein Asteroidenfeld. Als wäre das noch nicht genug, ist auch der verfügbare Treibstoff auf ein äußerst übersichtliches Maß geschrumpft. Während Roughshot die Asteroiden fleißig umfliegt und dabei gezielt mit der Bordkanone zerlegt, verschluckt ihn ein riesiges verlassenes Raumschiff. Das wiederum ist mit durchgeknallten Robotern, Selbstschussanlagen und anderem technischen Schnickschnack vollgestopft. Glücklicherweise hat Roughshots Raumschiff nicht nur eine Kanone an Bord, sondern kann sich auch in das Elektronengehirn einiger Gegner hacken.

Zu Beginn ballert sich Roughshot wie in einem Shoot-em-Up durch das Asteroidenfeld.

Fliegender Läufer

Mangels Alternative begibt sich Roughshot in seinem kleinen Gleiter auf Erkundungstour durch das riesige Raumschiff. Solange die Schwerkraft außer Kraft gesetzt ist, verhält sich sein eigener fliegender Untersatz wie ein herkömmlicher Gleiter. Sobald jedoch in einem Raum die künstliche Schwerkraft einsetzt, fährt sein Schiff mehrere Beine aus und krabbelt wie eine Spinne über den Boden. Die im Gleiter verbauten Düsen helfen dann bei Sprüngen. Zündet man die Düsen mehrfach hintereinander, kann Roughshot sogar höhere Plattformen erreichen oder weite Abgründe überspringen. Ein Fall aus größerer Höhe überleben Held und Raumschiff glücklicherweise immer unbeschadet.

Im Raumschiff wirkt dann (teilweise) die Schwerkraft, unter der Roughshots Gleiter dann nur noch über den Boden laufen kann.

Die im großen Raumschiff versammelten Roboter und Selbstschussanlagen scheinen einige Defekte aufzuweisen. Anders lässt sich nicht erklären, dass sie umgehend das Feuer auf Roughshot eröffnen. Der kann sich mit Dauerfeuer aus seiner Bordkanone wehren. Nutzlos ist die Bordkanone des Helden allerdings gegen überdimensionale Sägeblätter oder Laserstrahlen, die das kleine Raumschiff samt Helden in kurzer Zeit fachgerecht zerlegen. Jeder Treffer des Gegners oder eine Berührung mit einem gefährlichen Gegenstand zerstört einen Teil des Schutzschildes. Ist dieses komplett hinüber, explodiert das Raumschiff samt Roughshot. Damit ist das Spiel allerdings nicht vorbei: Rive spult die Zeit ein klein wenig zurück, so dass man den entsprechenden Abschnitt noch einmal in Angriff nehmen darf.

Die Hinweise von Roughshot sollte man ernst nehmen: Hier läuft das zerstörerische weiße Energieband unaufhaltsam von rechts nach links durch die Halle.

Wandelbar

Zu Altmetall verarbeitete Gegner hinterlassen zahlreiche Schrauben und Muttern. Hat man von denen genügend eingesammelt, kann man an speziellen Stationen das Raumschiff des Helden aufrüsten. Im Angebot sind dabei auch stärkere Waffen, wie etwa ein Raketenwerfer. Im Gegensatz zur eingebauten Waffe verfügt dieser nur über begrenzte Munition. Nachschub muss man in den verwinkelten Gängen erst finden, mitunter lassen auch zerstörter Gegner eine Munitionskiste zurück. Für jeden erfolgreichen Abschuss schreibt das Spiel zudem Punkte gut. Einmal gemeisterte Abschnitte darf man jederzeit erneut in Angriff nehmen und sich so sukzessive verbessern.

Immer wieder gilt es wie hier Boss-Kämpfe zu bestehen. Diese dicken Gegner sind nur mit einer ganz bestimmten Taktik zu besiegen.

An Bord des kleinen Raumschiffs befindet sich ein spezieller Strahl, mit dem Roughshot andere Roboter oder Computer hacken kann. Auf diese Weise lassen sich unter anderem Tore öffnen oder Drohnen übernehmen. Letztgenannte arbeiten dann für Roughshot oder wenden sich gegen ihre bisherigen Kammeraden. Das gelingt aber nur, wenn der Held zuvor den Bauplan der entsprechenden Drohnengattung ergattern konnte.

Hier hackt Roughshot gerade eine Reparaturdrohne ...

Entwickler Two Tribes verkauft sein Rive derzeit für rund 15 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3]. In Letztgenanntem bekommt man eine kopierschutzfreie Version des Spiels. Derzeit ist Rive zudem noch Teil des Humble Very Positive Bundle 2 [4]. Bei dieser Sonderaktion darf man für Rive und ein paar weitere Linux-Spiele bezahlen, was man möchte – unter anderem bekommt man das Rollenspiel Dungeon Souls [5] dazu. Ein Teil der Einnahmen gehen zudem an einen guten Zweck. In jedem Fall liegt Rive ausschließlich als 64-Bit-Fassung vor.

… die ihm ab sofort folgt und ihn bei Bedarf heilt.

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