Das Spiel zum Wochenende: Retrobooster

Das Spiel zum Wochenende: Retrobooster

Taumelnd im Weltall

19.07.2014
Der Heckantrieb einer Rakete ist äußerst schwierig zu steuern. Das gilt insbesondere, wenn man umgeben von schießenden Außerirdischen ein paar wehrlose Astronauten retten soll. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit macht das jedoch richtig viel Spaß – vorausgesetzt man ist frustresistent.

In Retrobooster steuert der Spieler ein kleines Raumschiff über eine zerklüftete Planetenoberfläche, auf der ein paar gestrandete Astronauten umherlaufen. Um sie zu retten, muss der Spieler einfach neben ihnen landen und einen Moment warten, bis sie an Bord geklettert sind. Das klingt zunächst nach einer recht einfachen Aufgabe – gäbe es da nicht diese physikalischen Gesetze.

Gerade in den engen Höhlen ist es recht schwierig, den richtigen Schub zu wählen.

Zündstoff

Um das Raumschiff in Bewegung zu setzen, zündet der Spieler mit der linken Maustaste die Raketen am Heck. Je länger er dabei die Taste gedrückt hält, desto stärker beschleunigt sein Schiff. Beim Abbremsen hilft die rechte Maustaste: Sie aktiviert die vorderen Raketen, was wiederum zu einer Schubumkehr führt. Über Mausbewegungen lässt sich das Raumschiff nach links und rechts drehen. Dank der Gravitation zieht schließlich noch die Planentenoberfläche die Rakete langsam nach unten.

Die belanglose Hintergrundgeschichte erzählt das Spiel über solche Texteinblenden. Rechts oben machen ein paar Astronauten mit Leuchtraketen auf sich aufmerksam.

Der Spieler muss folglich durch geschicktes Gas geben und abbremsen sein kleines Raumschiff nicht nur unfallfrei über die mitunter stark verwinkelte Planetenoberfläche bugsieren, sondern auch sanft landen. Kollidiert er mit einem Felsen oder einem anderen Hindernis, prallt sein Raumschiff physikalisch korrekt wie eine Billardkugel ab. Kleinere Stöße kann die Außenhaut des Raumschiffs noch einstecken, bei höherer Geschwindigkeit nimmt sie jedoch unweigerlich Schaden. Ist der irgendwann zu groß, ist das Raumschiff hinüber und die Rettungsaktion erst einmal beendet.

Nach der Landung muss man einen Moment warten, bis die Astronauten eingestiegen sind. Während dieser Zeit ist man bei seitlichen Angriffen ungeschützt.

Harter Aufprall

Besonders viel Geschicklichkeit erfordert der Landevorgang. Dabei gilt es nicht nur sanft abzubremsen, die offensichtlich in Panik geratenen Astronauten rennen auch schnell hin und her. Wer nicht aufpasst, zerquetscht eine zu rettende Person oder grillt sie mit einem gerade feuernden Triebwerk. Jeder aufgesammelte Astronaut bringt nicht nur Punkte, er zeigt sich auch umgehend erkenntlich, indem er das Schiff ein wenig repariert.

Die Landung klappt nur, wenn man mit dem Heck auf der Erde landet. Dabei sollte man tunlichst keinen der Astronauten zerquetschen.

Die gesamte Rettungsaktion ist jedoch den überall herumwuselnden Außerirdischen ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund schießen Sie auf das Raumschiff des Spielers und überrennen mitunter sogar die wehlosen Astronauten. Zurückschießen kann man mit der netterweise im Raumschiff eingebauten Laserkanone. Mit etwas Glück findet man auf den Planeten noch Lenkraketen und ähnliche Munition. Begrenzte Hilfe bietet auch das Schutzschild, dessen Energie sich jedoch bei jedem Einsatz langsam verbraucht. Abschließend findet sich auf der Planetenoberfläche noch allerlei technisches Spielzeug. Darunter etwa rote Barrieren, die schon bei der kleinsten Berührung das Raumschiff dramatisch ramponieren.

Hier hat das Raumschiff gerade einen, an der Decke entlang laufenden Außerirdischen zerlegt.

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