Abwrackprämie

Q3Rally

Das Spiel zum Wochenende: Q3Rally

08.09.2012
In Autorennen dreht man meist mit durchgetretenem Gaspedal stupide seine Runden. Schnallt man jedoch ein paar Waffen auf den eigenen Wagen, erhält die Gegnerhatz doch gleich etwas mehr Pepp.

Wie in jedem halbwegs modernen Autorennspiel wählt man auch in Q3Rally einen Wagen, eine mehr oder weniger schlammige Rennstrecke und fährt auf ihr dem Teilnehmerfeld möglichst davon. Der eigentliche Clou sind jedoch die Demolition Derbys, hierzulande besser als Stock-Car-Rennen bekannt [2]. In ihnen gilt es, den Gegnern möglichst viel Schaden zuzufügen. Um den Druck zu erhöhen, darf man die Wagen zudem noch mit Waffen bestücken – wie etwa einem schicken Maschinengewehrchen.

Dieser Kurs durch den Regenwald gehört noch mit zu den ansehnlichsten.

Ganz der Vatiy

Q3Rally war ursprüngliche eine Erweiterung für das (in Deutschland indizierte) Actionspiel Quake III Arena [3]. Vor etwas über einem Jahr hat ein Fan daraus eine eigenständig lauffähige Version gebastelt. Seine Herkunft merkt man Q3Rally allerdings immer noch an: So besitzt jedes Auto eine Lebensenergie, die mit jedem Unfall abnimmt. Bei Null angekommen, ist der Wagen schließlich schrottreif oder geht sogar in Rauch auf. Genau wie in First-Person-Shootern liegen auf den Strecken überall Bonusgegenstände herum, die etwa das Auto zu einem Teil reparieren.

Beim Demolition Derby gilt es möglichst viel Alteisen zu produzieren – wenn notwendig auch mit Waffengewalt.

Des Weiteren richtet sich Q3Rally primär an Mehrspieler. Darauf sind auch die angebotenen Spielmodi geeicht: Beim normalen Racing gewinnt schlicht derjenige, der nach einer vorgegebenen Rundenzahl als Erster die Ziellinie überquert. Wer mag, darf bereits hier die Waffen aktivieren und sich so den Weg an die Spitze des Feldes freiballern. Während bei diesen Rennen die Boliden in der freien Natur über Rundkurse brettern, finden die Destruction Derbys in Arenen statt. In diesem Spielmodus gilt es die anderen Wagen schrottreif zu fahren – oder zu schießen. Es gewinnt derjenige, der zum Schluss als Einziger übrig bleibt. Ähnlich rabiat geht es auch beim Deathmatch zu: Dort muss man in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Gegner der Autoverwertung zuführen. Sämtliche Spielmodi gibt es auch noch einmal in einer Teamvariante.

Für größere Massenschlachten steht auch dieses imposante Stadion bereit.

Wer keine menschlichen Gegner findet, der darf sich auch alleine mit mehreren Computerfahrern herumschlagen. Einen spannenden Kampagnenmodus, wie ihn viele andere Autorennspiele anbieten, gibt es hier allerdings nicht.

Zündung

Q3Rally ist kostenlos, der Autor bittet aber auf seiner Homepage um eine kleine Spende. Beim Herunterladen des Spiels muss man etwas aufpassen: Zunächst wechselt man auf der Homepage [1] zu den Downloads. Hier fährt man an den unteren Rand und wendet sich dem Bereich Releases zu. In ihm klickt man auf den Eintrag Q3Rally. Auf der neuen Seite sollte man kontrollieren, ob man die richtige Version erwischt hat. Sie muss mindestens 0.0.0.3 lauten. Von der niedrigen Versionsnummer sollte man sich nicht irritieren lassen: Q3Rally ist bereits sehr gut spielbar, Abstürze verzeichneten wir in unseren Tests keine.

Mit dem Maschinengewehr nimmt man die Gegner schon aus der Entfernung ins Visier.

Mit einem Klick auf Download stößt man selbigen an. Das ZIP-Archiv muss man nur noch auf der Festplatte entpacken und dann auf 32-Bit-Systemen das Programm q3rally.i386 respektive auf 64-Bit-Systemen q3rally.x86_64 starten. Gegebenenfalls muss man die entsprechende Datei zuvor noch ausführbar machen (beispielsweise indem man sie mit der rechten Maustaste anklickt und sie dann in den Eigenschaften auf dem entsprechenden Register ausführbar macht).

Wenn die Munition ausgeht, muss man auf ein nur im Nahkampf hilfreiches Sägeblatt zurückgreifen.

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