Das Spiel zum Wochenende: Poncho

Das Spiel zum Wochenende: Poncho

Tiefenwirkung

14.01.2017
In den meisten Jump-and-Run-Spielen läuft der Held lediglich von links nach rechts über den Bildschirm. Entwickler Delve Interactive führt jedoch noch weitere Plattformen im Vorder- und Hintergrund ein. Das führt zu genialen Rätseln und herausfordernden Sprungpassagen – zumindest teilweise.

Nach einer Katastrophe sind auf der Erde sämtliche Menschen spurlos verschwunden. Zurück blieben lediglich ein paar wortkarge Roboter. Einer von ihnen trägt nicht nur den Namen Poncho, sondern auch das gleichnamige Kleidungsstück. Und er hört die Stimme seines Erbauers. Dieser bittet den kleinen Poncho, ihn zu suchen. Fündig soll er an einem großen roten Turm werden. Ohne zu zögern, macht sich Poncho auf Weg – denn vielleicht lässt sich die Menschheit doch noch retten.

Wie in anderen Jump-and-Run-Spielen lässt man Poncho über Plattformen und Kisten zum nächsten Ausgang springen.

Vor und zurück

Im Jump-and-Run-Spiel Poncho übernimmt der Spieler die Steuerung des gleichnamigen kleinen Roboters. Genretypisch lässt er ihn mit gezielten Tastendrücken durch die Pixellandschaften laufen und springen. In Poncho existieren jedoch im Hintergrund und im Vordergrund zusätzliche Plattformen. Die so geschaffene Bewegungsfreiheit muss man geschickt ausnutzen: Versperrt beispielsweise ein Pfeiler den Weg, muss Poncho nur nach vorn springen, auf der Plattform am Pfeiler vorbeilaufen und dann wieder zurück in die hintere Ebene hüpfen.

Die Wand auf der rechten Seite versperrt Poncho den Weg. Über die Pfeiltaste …

Allerdings bewegen sich einige Plattformen – teilweise sogar nur, wenn sich Poncho ihnen nähert. Andere Wände wiederum fahren in den Bildschirm hinein und heraus. Zudem trifft der Roboter hin und wieder auf verschlossene Türen. Diese lassen sich nur mit dem richtigen Schlüssel öffnen, der irgendwo in der Landschaft versteckt liegt. Schließlich stößt Poncho immer wieder auf kleine rote Würfel, die er ganz offensichtlich möglichst zahlreich einsammeln muss.

… springt er einfach auf die Ebene im Vordergrund und läuft dort am Hindernis vorbei.

Grenzenlose Freiheit

Die Welt von Poncho ist extrem offen gestaltet. So kann man fast immer in bekannte Regionen zurücklaufen. In vielen Fällen gibt es sogar mehrere Möglichkeiten, ein Hindernis zu umgehen oder an einen Schlüssel zu gelangen. Eine Karte und Teleporter beamen den Roboter schnell in verschiedene Regionen der Welt. Sterben kann Poncho übrigens nicht: Stürzt er in die Tiefe, setzt ihn das Spiel umgehend wieder direkt vor die Absturzstelle. Man darf zudem jederzeit das Spiel unterbrechen und später fortsetzen.

Die gestapelten Kisten fahren automatisch nach hinten und vorne. Um nach rechts zu gelangen, muss man im richtigen Moment an die richtige Stelle springen.

Entwickler Delve Interactive verkauft sein Spiel derzeit für 10 Euro auf Steam [2] und im Humble Store [3]. Im letztgenannten Online-Shop erhält man eine kopierschutzfreie Fassung des Spiels und darf es gleichzeitig auch noch seiner Steam-Bibliothek hinzufügen. Derzeit läuft im Humble Store zudem noch eine Sonderaktion, bei der man für Poncho nur 3 Euro bezahlt.

Die Roboter wuseln lediglich durch die Gegend und geben hin und wieder Kommentare ab. Interagieren kann man mit ihnen jedoch nicht.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Twin Robots
    In einem Jump-and-Run-Spiel vom Entwickler Thinice muss man seinen Zwilling befreien, fleißig Energie sammeln und diese bis zum Ausgang retten. Dabei stellt man neben seinem Fingergeschick auch mehrfach die kleinen grauen Zellen unter Beweis. Besonders viel Spaß macht die Energiejagd zu zweit.
  • Das Spiel zum Wochenende: Cave Story+
    Bis Mitte der 1990er Jahre standen sogenannte Metroidvania-Spiele hoch im Kurs. An diese Tradition knüpft Entwickler Nicalis mit einem spaßigen Jump-and-Run-Spiel im Retrostil an.
  • Das Spiel zum Wochenende: Soulless: Ray Of Hope
    Ein Jump-and-Run-Spiel vom Entwickler Frisky Fatal schlägt etwas leisere und oftmals nachdenkliche Töne an. Der Weg des Helden durch die atmosphärischen Landschaften im Scherenschnitt erfordern zudem häufig etwas Köpfchen.
  • Das Spiel zum Wochenende: Not a Hero
    Bürgermeister wird natürlich nur, wer für Ethik, Verantwortung und jede Menge Geballer steht. Für letzteres sorgt natürlich ein ehemaliger Profikiller. Der dabei entstehende Wahlkampf ist ein ziemlich brutales Gemetzel, das sich allerdings selbst nicht ganz ernst nimmt.
  • Das Spiel zum Wochenende: Potatoman Seeks The Troof
    Spieleentwickler Pixeljam steckt eine Kartoffel in eine pixelige, durchgeknallte Welt. Das Ergebnis soll ein „kartoffelosofisches Plattform-Abenteuer“ sein. Tatsächlich herausgekommen ist eher die Lady Gaga unter den Jump-and-Run-Spielen.
Kommentare

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Linux Mint als Zweitsystem
Wolfgang Robert Luhn, 13.01.2018 19:28, 1 Antworten
Wer kann mir helfen??? Habe einen neuen Laptop mit vorinstaliertem Windows 10 gekauft. Möchte g...
externe soundkarte Kaufempfehlung
lara grafstr , 13.01.2018 10:20, 3 Antworten
Hallo Ich bin auf Suche nach einer externen soundkarte.. Max 150 Euro Die Wiedergabe is...
Prozessor-Sicherheitslücke Meltdown und Spectre
Wimpy *, 06.01.2018 10:45, 2 Antworten
Ich habe heute ein Sicherheitsupdate "ucode-intel" für openSuse 42.3 erhalten. Ist damit das Prob...
LENOVO ideapad320 Touchpad Linux Mint 18
Peter Deppen, 23.12.2017 16:49, 3 Antworten
Hallo, bin Linux Anfänger und habe das Problem, dass das Touchpad auf dem LENOVO ideapad320 mit L...
PClinuxOS
Günter Beckmann, 20.12.2017 09:51, 1 Antworten
Hi, LUC, hat jemand von Euch Erfahrung mit dem in Heft 12/2017 vorgestelletn PClinuxOS? Ich...