Das Spiel zum Wochenende: Ping 1.5+

Das Spiel zum Wochenende: Ping 1.5+

Gegen die Wand

28.02.2015
In den 1970er Jahren schlug man in Pong ein Pixel mit zwei Stäbchen über eine gestrichelte Linie. Der Spieleentwickler Nami Tentou Mushi greift dieses Prinzip auf, fügt dem Spielfeld jedoch weitere bunte Kästchen hinzu, durch die man das arme Pixel in die Freiheit schnipsen muss.

Im Geschicklichkeitsspiel Ping 1.5+ muss der Spieler einen kleinen weißen Würfel durch einen Hindernisparcours zu einem orangefarbenen Ball bugsieren. Allerdings darf der Spieler den Würfel nicht direkt steuern, sondern kann ihm nur wie beim Billard einen Stoß versetzen. Vorgeben lässt sich dabei lediglich die Stoßrichtung und die Schussstärke. Trifft der Würfel während seiner Reise gegen eine Wand, prallt er von ihr wie eine Billardkugel ab. Durch eine geschickte Wahl von Geschwindigkeit und Schussrichtung muss man den Würfel so durch das Labyrinth prallen lassen, dass er zum Schluss auf die orangefarbene Kugel trifft. Anschließend geht es dann in einem neuen Level mit einem komplizierteren Spielfeld von vorne los.

Mit einem Mausklick erscheint die weiße Linie. Sie zeigt die Schussrichtung und Schussstärke an: Je länger die Linie, desto schneller flitzt das Kästchen über den Schirm.

Angezählt

Gemeinerweise ist die Anzahl der Kollisionen limitiert. Sind etwa nur zehn Wandberührungen erlaubt, explodiert der Würfel bei der elften Kollision. Je nach Level-Aufbau muss man dem weißen Kästchen mehrfach einen Schubs geben. Auch diese Anschubhilfen sind meist auf das minimal Notwendige limitiert. Immerhin verlangsamt sich kurz die Zeit, sobald man erneut zum Stoß ansetzt.

Ziel ist immer der orangefarbene Ball, der hier auf der rechten Seite wartet.

Im späteren Verlauf kommen weitere Hindernisse hinzu. So bewegen sich einzelne Blöcke über das Spielfeld, während man einige Wände erst mit einer Berührung einreißen muss. Bewegende Kästchen lassen sich allerdings anhalten, wenn man den Mauszeiger auf ihnen parkt. Um den Spieler abzulenken, blendet das Spiel im Hintergrund auch noch bunte Animationen ein.

Der Boss

Abwechslung bringen die „Boss-Level“. In ihnen muss der Spieler ein kleines Mini-Spielchen absolvieren, die sich an bekannten alten Arcade-Spielen orientieren. So gibt es unter anderem eine Breakout-Variante sowie Besuch von den Space Invaders. Insgesamt warten 100 Level auf den Spieler. Bereits gemeisterte Level darf noch einmal in Angriff nehmen und eine Lösung mit wenigeren Kollisionen suchen.

Ein Beispiel für eines der Boss-Level: Hier muss der Ball 20 Mal den schießenden Pac-Man treffen.

Ping 1.5+ vertreibt der Entwickler Nami Tentou Mushi auf seiner Homepage [1] und über Desura [2]. Derzeit gilt noch ein Einführungspreis von 2,10 Euro, regulär zahlen Käufer 3,50 Euro. Das Spiel ist zudem Teil der Debut 24 Bundle bei Indieroyale [3]. Bei dieser Sonderaktion bekommt man für kleines Geld gleich drei Linux- und mehrere weitere Windows- und Mac-OS-X-Spiele. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels waren gerade einmal knapp 2 Dollar aufgerufen. Ping 1.5+ liegt nur als 32-Bit-Programm vor.

Das blaue Ding auf der rechten Seite schießt unablässig die kleinen blauen Kistchen.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Rush
    Ein paar bunte Blöcke in die passenden Portale zu rollen sollte eigentlich kein Problem sein. In einem Knobelspiel von Two Tribes treten die Blöcke allerdings gleich in Formationen auf und besitzen zudem auch noch ziemlich viel Starrsinn.
  • Acht günstige Spiele aus dem Ubuntu Software Center
    Zwar zieht die Steam-Plattform immer mehr Spielehersteller an, doch stehen einige kommerzielle Spiele weiterhin ausschließlich im Ubuntu Software Center bereit. Die acht besten stellen wir vor.
  • Jump & Run: Blocks That Matter
    Wenn man eine weiße Waschmaschine mit einem Bohrer ausstattet, das Ergebnis in ein Jump & Run-Spiel steckt und die Mischung noch mit etwas Tetris und einer spannenden Kriminalgeschichte würzt, erhält man einen genialen Spaßmacher für kalte Wintertage.
  • Unter Strom
    Einen "Puzzle-Plattformer mit vielen Explosionen" verspricht der Spieleentwickler Quantized Bit. Dabei erfährt man gleichzeitig, wie es einer Batterie in einer Recyclingfabrik ergeht.
  • Das Spiel zum Wochenende: Gentrieve 2
    Der Entwickler Phroot mag die Videospielreihe Metroid so sehr, dass er sie mit einem eigenen Klon ehrt. Der kommt allerdings in psychodelischem 3D, bietet unendlich viele Welten und erfordert einen guten Orientierungssinn.
Kommentare

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

added to access control list
Ingrid Kroll, 27.03.2018 07:59, 10 Antworten
Hallo allerseits, bin einfache Nutzerin und absolut Linux-unwissend............ Beim ganz norm...
Passwortsicherheit
Joe Cole, 15.03.2018 15:15, 2 Antworten
Ich bin derzeit selbständig und meine Existenz hängt am meinem Unternehmen. Wahrscheinlich verfol...
Brother drucker einrichten.
Achim Zerrer, 13.03.2018 11:26, 1 Antworten
Da mein Rechner abgestürzt war, musste ich das Betriebssystem neu einrichten. Jetzt hänge ich wi...
Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 2 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...