Das Spiel zum Wochenende: Petrichor

Das Spiel zum Wochenende: Petrichor

Der Geruch von feuchter Erde

06.12.2014
Das aus Studenten bestehende Kollektiv Sundae Month hat ein Adventure mit einem Jump-and-Run-Spiel gekreuzt. Für das atmosphärisch dichte, aber leider auch recht kurze Vergnügen darf man zahlen, was man möchte – sogar keinen einzigen Cent.

Das Knobelspiel Petrichor beginnt in einem dunklen Wald, auf den ein nicht enden wollender Regen einprasselt. In ihm klettert und springt ein kleines Mädchen über Felsvorsprünge und Abgründe. Als einzige Hilfe besitzt sie einen roten Regenschirm.

Fährt man mit der Maus über einen Gegenstand, erscheint ein Symbol. Ein Mausklick darauf löst die entsprechende Aktion aus. Hier würde das Mädchen den Regenschirm aufheben.

Zu Befehl!

Im Gegensatz zu herkömmlichen Jump-and-Run-Spielen steuert der Spieler das namenlose Mädchen nicht direkt über die Tastatur, sondern erteilt ihr mit gezielten Mausklicks Befehle. Soll das Mädchen beispielsweise auf einen Vorsprung klettern, platziert der Spieler seinen Mauszeiger an der Kante und klickt dann auf das erscheinende Sprung-Symbol. Auf die gleiche Weise muss der Spieler immer wieder kleinere Rätsel lösen. So blockiert beispielsweise im späteren Verlauf ein Wasserfall den Weg, der sich nur das Ziehen an einer Kette abstellen lässt.

Ein typisches Beispiel für eines der Rätsel: Der Wasserfall versperrt den Weg. Er versiegt erst, nachdem das Mädchen an der Kette gezogen hat. Das funktioniert jedoch nicht ohne Weiteres.

Jede Aktion muss das Mädchen erst erlernen. Das gilt selbst für so einfache Dinge wie das Springen über einen Abgrund. Die entsprechenden Anleitungen stehen auf Zetteln, die irgendwo durchnässt auf dem matschigen Erdboden liegen. Gefundene Zettel muss das Mädchen daher immer erst an einem Feuer trocknen. Die auf diesem Weg erlernten Fähigkeiten werden im Laufe des Spiels nicht nur immer komplexer, das Mädchen erreicht mit ihnen auch Bereiche des Waldes, die zuvor unzugänglich erschienen. Es lohnt sich folglich, immer mal wieder zurückzulaufen.

Nach dem Trocknen dieses Blatt Papiers …

Produktionsgemeinschaft

Sundae Month ist nach eigenen Angaben ein aus Studenten bestehendes „Spiel-Entwickler-Kollekiv“. Die im amerikanischen Burlington angesiedelten Entwickler haben bereits mehrere kleine Browser-Spiele entwickelt [2]. Petrichor vertreiben sie über die Seite itch.io [1]. Dort klickt man auf die Schaltfläche Download Now. Wer Petrichor kostenlos spielen möchte, klickt auf den Link No thanks, just take me to the downloads. Möchte man hingegen die Arbeit der Entwickler mit einem Geldbetrag honorieren, tippt man diesen ein und schließt den Bezahlvorgang über den Dienst PayPal ab. Eine andere Zahlmöglichkeit stand zum Redaktionsschluss nicht zur Verfügung.

… kann das Mädchen Vorsprünge hochklettern.

In jedem Fall klickt man jetzt auf Download neben Petrichor-Linux.zip. Das erhaltene Archiv entpackt man auf der Festplatte und startet dann im Unterverzeichnis Petrichor-Linux/Petrichor-Linux/Petrichor-Game/ das Programm Petrichor.x86. Wie der Dateiname andeutet, liegt das Spiel nur als 32-Bit-Version vor.

Im späteren Spielverlauf trifft das Mädchen auf merkwürdige mystische Elemente.

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