Das Spiel zum Wochenende: Papo & Yo

Das Spiel zum Wochenende: Papo & Yo

Süchtiges Monster

11.01.2014
Wenn ein Monster giftige Frösche nascht, bleibt nur eine Flucht mit waghalsigen Sprungeinlagen. Die fordert auch noch kleinen grauen Zellen, sofern man keine Abneigung gegen surreale und düstere Szenarien hegt.

Im Jump-and-Run-Spiel Papo & Yo steuert der Spieler die Geschicke des Jungen Quico. Der findet sich in einer merkwürdigen Traumwelt wieder, die stark an südamerikanische Armenviertel (Favelas) erinnert. Mangels Alternativen folgt er einem kleinen Mädchen, das merkwürdigerweise vor ihm zu fliehen scheint. Um sie einzuholen, lässt der Spieler den kleinen Quico über Häuserdächer hüpfen, Leitern erklimmen und über Balken balancieren.

Mit Sprüngen und im Stechschritt geht es in Papo & Yo über die Dächer einer Favela.

Froschrausch

Dabei stößt der Junge immer wieder auf magische Kreidezeichnungen. Die von ihnen gezeigten Zahnräder, Stangen und Gewinde kann Quico wie echte Objekte benutzen. Auf diese Weise kurbelt er beispielsweise Treppenstufen nach oben oder verschiebt ganze Häuser. Im späteren Verlauf findet Quico zudem einen gelben fliegenden Spielzeugroboter. Der kann nicht nur weit entfernte Schalter aktivieren, sondern dank des eingebauten Düsenantriebs auch dem Jungen zu höheren Sprüngen verhelfen.

Den Roboter auf seinem Rücken kann Quico zu einem entfernten Mechanismus schicken. Der blaue Strahl markiert dabei seine Flugrichtung.

Zusätzliche Hilfe erhält Quico von einem ziemlich großen Monster. Das ist normalerweise recht friedlich und nett, hat aber eine fatale Schwäche für kleine, grüne, giftige Frösche. Wann immer das Monster einen solchen erblickt, frisst es ihn auf und verwandelt sich umgehend in ein rasendes Ungetüm. Da hilft dann entweder nur noch wegrennen. Kokosnüsse lassen das Monster immerhin müde werden und einschlafen. Um sich aus der Traumwelt zu retten, muss der kleine Junge die beiden Gefühlslagen des Monsters immer wieder geschickt ausnutzen – etwa, indem es das schlafende Ungetüm als Trampolin missbraucht.

Indem Quico den mit Kreide gezeichneten Griff herauszieht, fährt er die Mauer ein.

Im Paket günstiger

Der kanadische Entwickler Minority Media Inc. verkauft die Linux-Version von Papo & Yo nur auf seiner Homepage [1]. Dort müssen Interessenten auf das große Symbol Humble Store am rechten Seitenrand klicken. Desura [2] und Steam [3] bieten zwar Papo & Yo ebenfalls an, dort erhält man derzeit jedoch nur die Windows-Version.

Das mysteriöse Mädchen nimmt vor Quico immer wieder Reißaus.

Sparfüchse können noch schnell zum Humble Indie Bundle X greifen [4]. Im Rahmen dieser Aktion bekommt man neben Papo & Yo noch bis zu fünf weitere Spiele für einen frei wählbaren Preis. Ganz nebenbei spendet man auch noch für einen guten Zweck. Auf der Homepage der Entwickler kostet das Spiel hingegen regulär 15 US-Dollar. Wer auch noch den Soundtrack möchte, muss zwei Euro drauflegen. Bislang liegt Papo & Yo nur als 32-Bit-Version vor, die Macher stellen zudem keine Testversion bereit.

Mit zunehmender Spielzeit wird die Umgebung immer surrealer. Hier zieht Quico aus einem Haus eine Treppe auf.

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