Das Spiel zum Wochenende: Oolite

Das Spiel zum Wochenende: Oolite

Sterntaler

05.12.2009
Oolite ist ein Klon der legendären Weltraumhandelssimulation Elite. Im Gegensatz zu seinem Vorbild sieht es nicht nur hübscher aus, sondern lässt sich auch um zusätzliche Spielelemente erweitern.

Elite versetzte den Spieler 1984 in die Weiten des Weltalls, wo er als freischaffender Raumschiffpilot von Planet zu Planet eilt, eifrig Handel betreibt und seine Fracht gegen angriffslustige Piraten verteidigt. In den folgenden Jahrzehnten bedienten sich immer wieder Nachahmer an dem fesselnden Spielprinzip, darunter beispielsweise Freelancer oder das bereits hier vorgestellte VegaStrike. Während diese Spiele zahlreiche neue Elemente und Konzepte einführten, versucht Oolite möglichst nahe am Original zu bleiben. Lediglich die Grafik wurde ordentlich aufpoliert.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Der Spieler beginnt seine Karriere mit einem knappen Startkapital an Bord seines kleinen Transporterschiffs der Cobra Mark III Baureihe. Sprit, Reparaturen und Aufrüstungen sind teuer, was wiederum stetig dazu zwingt, die Haushaltskasse aufzubessern. Dies erreicht man in erster Linie durch den Aufbau eines florierenden Handels.

Über die Taste 6 erfährt man, welche Planeten mit dem aktuellen Treibstoffvorrat zu erreichen sind. Für alle außerhalb des grünen Kreises müsste man nachtanken.

Vor diebischen Piraten schützt man sich am Besten mit Waffengewalt. Wer mag, darf auch selbst als Gesetzloser durchs All streifen und fremde Frachter plündern. Allerdings sollte man hier nicht zu sorglos walten, da einem Kopfgeldjäger und Polizei recht schnell und hartneckig an den Fersen kleben. Acht geben sollte man auch vor den Thargoiden, einer Alienrasse, die gegen alles und jeden Krieg führt.

Im Gegensatz zu anderen Spielen dieser Art, bleiben hier effektreiche Kämpfe jedoch selten - vorausgesetzt, man sucht sie nicht gerade. Genau wie sein Vorbild Elite, stellt auch Oolite den Simulationsgedanken in den Vordergrund. Das macht sich in erster Linie bei der komplexen Steuerung bemerkbar: Bevor man sein Fluggerät vollständig unter Kontrolle hat, wollen zahlreiche Tastenkürzel auswendig gelernt und wohl überlegt eingesetzt werden. Auch die berühmt berüchtigten Andockmanöver sind mit von der Partie: Um eine Raumstation betreten zu können, gilt es zunächst das eigene Raumschiff an ihre Eigenrotation anzupassen und dabei gleichzeitig in den offenen Hangar zu fliegen. Gerade für Anfänger endet der Versuch häufig als Schrotthaufen an einer Wand der Raumstation, den dabei verursachten Schaden zahlt man selbstverständlich aus der eigenen Tasche.

Durch selbst erzeugte Wurmlöcher gelangt man schnell von einer Ecke der Galxis zum anderen.

Die unendliche Geschichte

Oolite verzichtet fast vollständig auf ein Spielziel, die einzige Motivation bietet das wachsende Vermögen und die Aussicht auf den Rang eines „Elite“-Kämpfers. In die dünne Handlung führt lediglich eine Kurzgeschichte im Wiki des Projekts ein, später im Spiel tritt sie jedoch in den Hintergrund.

Das Runde muss in das Eckige: Andockmanöver an Raumstationen, wie diese hier, gestalten sich aufgrund der Eigenrotation als äußerst knifflig.

Wie schon beim Vorbild Elite liegt die Faszination des Spiels in seiner unglaublichen Handlungsfreiheit. Ob man reinen Handel betreibt, als Pirat durchs All streift, in die Dienste des Militärs tritt oder als Kopfgeldjäger arbeitet, bleibt einem vollkommen selbst überlassen.

Oolite wurde zudem von Anfang an offen und modular ausgelegt, was wiederum zahlreiche Erweiterungen hervorbrachte. Diese so genannten OXP Packs ergänzen den Weltraumhandel um zusätzliche Spielelemente, neue Missionen oder Gegenstände, wie etwa Waffen und Raumschiffe.

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Kommentare
Donauwalzer
Wolfgang Völker, Samstag, 05. Dezember 2009 15:52:16
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Hallo Tim,

hatte Elite auf dem C64. War mein erstes Computerspiel.

Gibt es in Oolite noch den Donauwalzer beim Andocken?


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Re: Donauwalzer
E.L.I.T.E. (unangemeldet), Samstag, 13. Februar 2010 20:43:09
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Ja gibt es, kannst du mit [s] an & aus schalten. :)


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