Das Spiel zum Wochenende: Oddworld: New ’n’ Tasty

Das Spiel zum Wochenende: Oddworld: New ’n’ Tasty

Geschmackvolle Odyssee

04.11.2017
Bereits 1997 erschien das Jump-and-Run-Spiel Oddworld: Abe’s Oddysee, das von den Kritikern gefeiert und den Spielern geliebt wurde. Eine grafisch aufpolierte Neufassung kam 2015 auf den Markt, die derzeit für einen fast beliebigen Preis zu haben ist. Höchste Zeit für einen genaueren Blick.

In der futuristischen Welt Oddworld arbeitet Abe als Bodenputzer in einer überdimensionalen Fleischfabrik. Das gleiche Schicksal teilen viele seiner Stammesgenossen, die der Fabrikbesitzer Molluck als Sklaven hält. Durch einen dummen Zufall belauscht Abe ein Gespräch seiner Vorgesetzten, die ein neues Fleischprodukt auf den Markt bringen wollen – mit Abe und seinen Kollegen als Hauptzutat. Obendrein fällt Abes Anwesenheit auf, so dass ihm nur noch die Flucht bleibt. Dabei muss er nicht nur Molluck und seinen Schergen entfließen, sondern auch noch seine Stammesgenossen retten.

Oddworld: New ’n’ Tasty ist ein klassiches Jump-and-Run-Spiel, bei dem man über Plattformen rennen und die Gegner geschickt ausschalten muss.

Sprungeinlage

Das ist in der überdimensionalen Fabrik allerdings nicht ganz so einfach, ist diese doch mit teilweise riesigen scharfkantigen Maschinen und ebenso tödlichen Minen vollgestopft. Darüber hinaus hocken an jeder Ecke Mollucks fiese Wächter. Die eröffnen umgehend das Feuer, sobald sie Abe entdecken. Da sich dieser nicht direkt wehren kann, muss er mit Köpfchen und natürlich Geschick einen Ausweg suchen.

Die roten Tore fahren hin und her. Abe kann sie nur schadlos passieren, indem er im entsprechenden Moment regungslos stehenbleibt.

Genretypisch steuert der Spieler den Helden mit der Tastatur über den Bildschirm. Über Abgründe kann Abe springen, mit einem entsprechenden Satz erreicht er auch Vorsprünge und höher gelegene Plattformen. Auf Knopfdruck schleicht und kriecht Abe. Letzteres ist vor allem nützlich, um Deckung zu suchen oder niedrige Gänge zu passieren. Schleichend wiederum kann Abe lautlos an schlafenden Wächtern vorbeihuschen. Sobald Abe versehentlich entdeckt wurde, sollte man ihn möglichst schnell wegrennen lassen. Mit entsprechendem Anlauf kann Abe zudem besonders weit springen.

An schlafenden Wächtern kann man sich leise vorbeischleichen.

Freundefinder

Immer wieder stößt der Held auf Schalter. Mit ihnen aktiviert er unter anderem Fahrstühle, öffnet Falltüren oder schaltet rotierende Messer ab. Während die Fahrstühle Abe zu anderen Bereichen der Fabrik bringen, kann der Held mit den anderen technischen Geräte seine Widersacher ausschalten. Beispielsweise lässt sich ein dummer Wächter mit einem Geräusch anlocken. Sobald dieser dann auf der Falltür steht, legt man den Schalter um und lässt ihn so in die Tiefe plumpsen.

Auch nach dem Verlassen der Fabrik warten Mollucks Schergen. Hier sollte Abe zudem nicht auf die tödlichen Minen in der Grube fallen.

Auch bei der Rettung der versklavten Stammesgenossen ist Köpfchen gefragt: Zunächst spricht man sie an und gewinnt so ihre Aufmerksamkeit. Anschließend kann man ihnen weitere Befehle erteilen, die sie stur ausführen. So kann man sie etwa bitten, Abe zu folgen oder an der entsprechenden Stelle auf weitere Anweisungen zu warten. Ziel ist immer ein von mehreren Vögeln gebildeter Kreis. Sobald Abe in die Nähe dieser Vögel gelangt, kann er ein magisches Portal beschwören. Durch dieses fliehen dann alle gerade in seiner Nähe befindlichen Stammesmitglieder. Das Spiel führt genau Buch darüber, wie viele Sklaven Abe bereits gerettet und wie viele schon gestorben sind – diese Zahlen haben im späteren Spielverlauf noch Auswirkungen.

Leinwände wie hier zeigen immer wieder den aktuellen Stand an: Hier hat Abe bereits 18 Landsleute gerettet.

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