Schiebung

Bau-Klotz

Crates steht nicht nur vollständig unter der freien GNU GPL, das Spiel lässt sich auch in fast allen Bereichen verändern. So darf man selbst neue Level erstellen, weitere Hindernisse mit ganz neuem Verhalten erschaffen und natürlich die Grafiken verändern. Allerdings muss man hierfür durchweg die Scriptsprache Lua [2] beherrschen, einen komfortablen Level-Editor gibt es derzeit nicht.

Crates liegt auch dieses Comic-Design bei. Damit es das Spiel verwendet, muss man allerdings eine Konfigurationsdatei manipulieren.

Das Spiel selbst liegt für Linux nur im Quellcode vor, den man allerdings schnell in ein ausführbares Programm umwandelt: Zunächst installiert man über den Paketmanager den C-Compiler, make, CMake, sowie die Entwicklerpakete zu SDL, SDL_mixer, libpng, zlib und Lua 5.1. Anschließend klickt man auf der Crates-Homepage [1] auf die große blaue Schaltfläche Crates! Source Code. Das so erhaltene Archiv entpackt man auf der Festplatte und setzt dann in einem Terminal-Fenster folgende Befehle ab:

tar -xzf crates-0.7.1.tar.gz
cd crates-0.7.1
mkdir build
cd build
cmake ..
make
cd ..

Ab sofort startet das fertige Spiel durch die Eingabe von ./crates.

Nach dem ersten Start wählt man das tutorial, bestätigt mit der Eingabetaste und entscheidet sich im eigentlichen Hauptmenü für Start New Game. Damit beginnt eine kleine Einführung in die Bedienung und die verschiedenen Hindernisse. Im ersten Bild genügt es bereits, die Pfeiltaste nach rechts zu drücken. Eine andere Mission wählt man später im Hauptmenü hinter Select Mission.

Jeder Level besitzt ein Passwort (links unten im Bild), mit dem man den Level später direkt wieder aufrufen kann. Die mit Ziffern versehenen Klötze lösen sich nach einer Berührung auf.

Fazit

Crates erweitert das gute alte Sokoban-Spielprinzip auf recht gelungene Weise. Im Gegensatz zum Vorbild dauert es hier jedoch eine Weile, bis man das Verhalten der extrem vielen verschiedenen Kistentypen auswendig kennt. Die Grafik ist zweckmäßig, die Kisten aber dennoch nett anzusehen. Im Gegenzug läuft das Spiel auf nahezu jedem Linux-Computer. Die Highscore-Liste verführt zum erneuten Durchspielen bekannter Missionen. Zumindest die mitgelieferten Level lassen sich mit etwas Übung wunderbar in einer Mittagspause meistern. Wer gerne knobelt, findet in Crates somit genau das richtige Hirnfutter für Zwischendurch oder Unterwegs.

Dieses Herz ist schwieriger zu erobern, als es zunächst aussieht.

Crates

Bezugsquelle: http://www.octaspire.com/crates/
Entwickler: Octaspire Games
Lizenz: GNU GPL v3
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, 3 MB freier Spreicher auf der Festplatte, mindestens 17 MB freier Hauptspeicher.

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