Licht aus, Spot an!

NeonLights gibt es für Linux ausschließlich im Quellcode, man muss es folglich erst selbst in ein Programm übersetzen. Dazu installiert man zunächst über den Paketmanager die Entwicklerpakete zu SDL, SDL_image, SDL_ttf, PortAudio (in der Version 19), vorbisfile und glew. Unter Ubuntu 10.10 wären das die Pakete libsdl1.2-dev, libsdl-image1.2-dev, libsdl-ttf2.0-dev,portaudio19-dev und libglew1.5-dev.

Anschließend lädt man sich von der NeonLights-Homepage [1] hinter Download for Linux/source code das Quellcode-Archiv herunter und entpackt es auf der Festplatte. In einem Terminal übersetzt und installiert es dann der bekannte Dreizeiler:

./configure
make
sudo make install

Das fertige Spiel startet der Befehl NeonLights. Um mit der Steuerung warm zu werden, sollte man zunächst im Hauptmenü unter Game Mode das Tutorial einstellen und dann nach einem Druck auf die Eingabetaste seine Flugkünste prüfen. Im Spiel kommt man immer wieder per [Esc] in ein Menü zurück.

Abbildung 6: Für jeden Außerirdischen gibt es unterschiedlich viele Punkte, worauf hier das Tutorial hinweist.

Fazit

NeonLights wäre eigentlich ein kurzweiliges Spielchen für zwischendurch, würde es sich nicht mit der Steuerung selbst ein Bein stellen. Um das kleine rote Plektron zumindest einigermaßen kontrolliert über den Bildschirm zu lotsen, bleibt dem Spieler nichts weiter übrig, als wild auf die linke und rechte Pfeiltaste einzuhämmern. Schon nach kurzer Zeit beginnen dabei die Fingergelenke um Hilfe zu schreien. Das weckt schmerzhafte Erinnerungen an das gute alte Decathlon [2].

Abbildung 7: Massenexplosionen führen meist zum Spielende.

Die restliche Spielbarkeit schlucken die effektvollen Explosionen, unter denen man die Position des eigenen Dreiecks nur noch vage erraten kann. Ein kontrolliertes Abschießen der extrem zahlreich heranströmenden Gegner ist damit so gut wie unmöglich, die Punktejagd wird zur reinen Glückssache. Hinzu gesellt sich die nervende Piepsmusik, die an frühe Automatenspiele erinnern soll. Eingefleischte Fans von schnellen Arcadespielen mit gut trainierten Fingern können dennoch einen Blick riskieren, denn technisch ist NeonLights solide und obendrein hübsch anzusehen.

NeonLights

Bezugsquelle: http://www.niallmoody.com/neonlights.htm
Entwickler: Niall Moody
Lizenz: GPL v3
Preis: kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Tile Massacre SHMUP
    Erst muss man seinen eigenen Level zusammenschießen und in diesem dann gleich anschließend auch noch vor hereinströmenden Skeletten fliehen. Klingt absurd, macht aber einen Heidenspaß.
  • Das Spiel zum Jahresanfang: NeonPlat Adventures
    Der Programmierer James Gamble schenkte sich 2011 zu seinem Geburtstag ein Jump-and-Run-Spiel, das nicht nur bockschwer ist, sondern auch jeden Tag mit gleich vier neuen Leveln lockt.
  • Das Spiel zum Wochenende: NeonPlat 2
    Ein kleiner Held färbt weiße Plattformen ein, während er fiesen Gegnern ausweicht. Diese binnen einer Woche zusammenprogrammierte Mischung aus Joust und Burger Time im Post-modernen Neon-Look entpuppt sich als hochgradig fesselndes Geschicklichkeitsspiel.
Kommentare

Aktuelle Fragen

Linux open suse 2,8
Wolfgang Gerhard Zeidler, 18.04.2017 09:17, 2 Antworten
Hallo.bitte um Hilfe bei. Code fuer den Rescue-login open suse2.8 Mfg Yvo
grep und sed , gleicher Regulärer Ausdruck , sed mit falschem Ergebnis.
Josef Federl, 15.04.2017 00:23, 1 Antworten
Daten: dlfkjgkldgjldfgl55.55klsdjfl jfjfjfj8.22fdgddfg {"id":"1","name":"Phase L1","unit":"A",...
IP Cams aufzeichnen?
Bibliothek der Technischen Hochschule Mittelhessen / Giessen, 07.04.2017 09:25, 7 Antworten
Hallo, da nun des öfteren bei uns in der Nachbarschaft eingebrochen wird, würde ich gern mein...
WLAN lässt sich nicht einrichten
Werner Hahn, 21.03.2017 14:16, 2 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.4, Kabelbox von Telecolumbus. Nach Anklicken des Doppelpfeiles (o...
"Mit Gwenview importieren" funktioniert seit openSuse 42.2 nicht mehr
Wimpy *, 20.03.2017 13:34, 2 Antworten
Bisher konnte ich von Digitalkamera oder SD-Karte oder USB-Stick Fotos mit Gwenview importieren....