Das Spiel zum Wochenende: Mussel

Das Spiel zum Wochenende: Mussel

Unten im Meer

25.04.2015
In Arcade-Spielen ballert man normalerweise im Weltall auf angriffslustige Außerirdische. Die Brüder Jonathan und David Whiting versetzt den Spieler zur Abwechslung in eine etwas schwummerige Tiefsee und drücken ihm dort ein spärlich bewaffnetes U-Boot in die Hand.

Im Actionspiel Mussel steuert der Spieler mit den Pfeiltasten ein kleines, grünes U-Boot durch ein dunkles Meer. In regelmäßigen Abständen düsen futuristische Gegner über den Bildschirm, die es mit der im U-Boot eingebauten Waffe zu eliminieren gilt. Für jeden Abschuss schreibt das Spiel ein paar Punkte gut. Ziel ist es, möglichst lange im Wasser zu überleben und dabei möglichst viele Punkte zu ergattern. Besonders fleißige Spieler dürfen sich in einer Highscore-Liste verewigen.

Mussel ist ein typisches Shoot-em-up: Für jeden abgeschossenen Gegner gibt es Punkt, Bonusgegenstände wie hier der grüne Kreis links unten rüsten Spezialfähigkeiten nach.

Angriff der Wassertiere

Die Gegner verfügen jeweils über ganz spezielle Fähigkeiten und Flugbahnen. Kleine grüne Fische etwa schwimmen langsam von links nach rechts und blähen sich dann in der Mitte des Bildschirms zu größeren Kugelfischen auf. Andere Gegner fliegen in einer Formation ins Bild und ziehen dort einen Kreis. Jedes Monster hält zudem unterschiedlich viele Treffer aus. Während kleine Quallen sofort explodieren, muss man die größeren grüneren Brocken schon etwas länger unter Beschuss nehmen.

Die kleinen Fische schwimmen vom linken Bildschirmrand herein und blasen sich dann in der Mitte zu dicken grünen Kugeln auf.

Wehren kann sich der Spieler lediglich mit seiner Einheitskanone, die beim Druck auf [y] automatisch ein Dauerfeuer nach rechts abgibt. Durch den entstehenden Rückstoß drückt allerdings jeder Schuss das U-Boot langsam zum linken Bildschirmrand. Wer nicht aufpasst, der stößt dort versehendlich mit einem Monster zusammen. Jede dieser Kollisionen kostet eines von anfänglich zwei Spieleleben. Sind alle Leben verbraucht, ist der Tauchgang umgehend beendet.

Jeder Treffer führt zu einer effektreichen Explosion.

Pixelbonus

Immerhin hinterlassen einige der vernichteten Gegner kleine Bonusgegenstände. Diese liefern ein neues Leben, rüsten für kurze Zeit ein Schnellfeuergewehr nach, lassen alle Gegner auf dem Bildschirm detonieren oder errichten ein Schutzschild aus rotierenden Bällen um das U-Boot. Alle diese Bonusgegenstände sollte man möglichst zügig aufsammeln, andernfalls lösen sie sich nach ein paar Sekunden im Wasser auf.

Die dicken Steine muss man längere Zeit unter Beschuss nehmen – oder einfach umfliegen.

Mussel imitiert absichtlich die Pixelgrafik der Shoot-em-Up-Spiele aus den 1980er Jahren. Zusätzlich simuliert das Spiel auch noch das verwaschene und gebogene Bild eines alten Röhrenmonitors. Stilecht dudelt dazu eine pipsige Retro-Musik aus den Lautsprechern.

Manche Gegner fliegen in einer Formation. Die Unschärfe täuscht hier auf dem Standbild: Trotz der Simulation eines alten Fernsehers sieht man das Geschehen in Bewegung deutlich klarer.

Jonathan und David Whiting bieten ihr Spiel kostenlos auf ihrer Homepage an [1]. Dort muss man lediglich auf das passende Pinguin-Symbol klicken, dann das so erhaltene Archiv auf der Festplatte entpacken und dort Programm mussel startet. Mit [y] oder der Leertaste lässt man das U-Boot ins Wasser und feuert, die Pfeiltasten oder [w], [a], [s], [d] lenken das Raumschiff.

Der begehrte Bonus-Gegenstand mit der 1 liefert ein weiteres Leben.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Operation Stormfront: Desert Stormfront
    Nachdem Linux-Spieler bereits ein paar Tropeninseln erobern durften, schickt Noble Master Games jetzt kaufwillige Strategen in die Wüste. Dort kämpften sie vornehmlich – Überraschung – um Ölquellen.
  • Das Spiel zum Wochenende: SteamWorld Heist
    In den meisten rundenbasierten Strategiespielen zieht man seine Truppen über niedliche Hexfelder. Nicht so bei einer Variante von Image & Form Games: Dort schaut man wie in einem Jump-and-Run-Spiel von der Seite auf das Geschehen und kann dennoch gezielt um mehrere Ecken schießen.
  • Das Spiel zum Wochenende: Beat Hazard Ultra
    Wie hinterhältig und gemeingefährlich die eigene Musiksammlung sein kann, zeigen Cold Beam Games mit einem kleinen Bullet-Hell-Shooter. In ihm bestimmt die Hintergrundmusik die herannahenden Gegnerhorden.
  • Unfreundliche Nachbarn
    Im rundenbasierten und quelloffenen Strategiespiel "UFO: Alien Invasion" verteidigen Sie unseren kleinen Planeten gegen laserschwingende Aliens.
  • Das Spiel zum Wochenende: Danger from the deep
    Waschechte Simulationen richten sich an eine überschaubare Fangemeinde und sind folglich nicht nur unter Linux äußerst rar. Umso erstaunlicher, dass eine kleine Entwicklertruppe unablässig an einer U-Boot-Simulation bastelt, die sich schon jetzt mehr als sehen lassen kann.
Kommentare

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Broadcom Adapter 802.11n nachinstallieren
Thomas Mengel, 31.10.2017 20:06, 2 Antworten
Hallo, kann man nachträglich auf einer Liveversion, MX Linux auf einem USB-Stick, nachträglich...
RUN fsck Manually / Stromausfall
Arno Krug, 29.10.2017 12:51, 1 Antworten
Hallo, nach Absturz des Rechners aufgrund fehlendem Stroms startet Linux nicht mehr wie gewohn...
source.list öffnet sich nicht
sebastian reimann, 27.10.2017 09:32, 2 Antworten
hallo Zusammen Ich habe das problem Das ich meine source.list nicht öffnen kann weiß vlt jemman...
Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 6 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...