Rette sie, wer kann!

Mr Rescue

Das Spiel zum Wochenende: Mr. Rescue

13.07.2013
In einem brennenden Hochhaus rennen panisch Personen umher. Die einzige Hilfe kommt von einem kleinen Feuerwehrmann, der sich mit einer überdimensionalen Wasserpistole einen Weg durch die Flammen bahnt und die eingeschlossenen Personen kraftvoll durch die Fenster ins Freie wirft.

Im Jump-and-Run-Spiel Mr. Rescue steuert der Spieler einen kleinen mutigen Feuerwehrmann durch ein brennendes Hochhaus. In diesem befinden sich immer noch einige Bewohner, die eingeschlossen von den Flammen in ihren Zimmern umherlaufen. Sobald der Feuerwehrmann einer Person begegnet, muss er sie beherzt packen und durch das nächste Fenster ins Freie werfen.

Diese kleinen Feuergeister hüpfen nicht nur in den Räumen herum, sie halten auch eine recht lange Zeit dem Wasserbeschuss stand. Wie lange, zeigt der kleine rote Balken über ihrem Kopf.

Flammenwerfer

Gemeinerweise breitet sich das Feuer dabei nicht nur sukzessive aus, es hüpfen auch einige Feuergeister durch die Etagen. Jede Berührung mit ihnen oder einem brennenden Gegenstand erhitzt den Schutzanzug des Feuerwehrmanns. Wird der irgendwann zu heiß, stirbt der Held und das Spiel ist beendet. Mit den hin und wieder in den Räumen zu findenden Eisstücken (den Coolants) kann man den Schutzanzug immerhin wieder etwas abkühlen. Auch die Bewohner des Hauses sind der Hitze schutzlos ausgeliefert: Zu viel Kontakt steckt sie in Brand, der irgendwann zum Tod führt. Sterben zu viele Bewohner, ist das Spiel ebenfalls beendet.

Bewohner muss man sich schnappen ...

Gegen die Flammen wehren kann sich der Feuerwehrmann nur mit einer Wasserspritze. Die überhitzt jedoch nach einer Weile Dauerbeschuss und funktioniert erst wieder nach einer kurzen Abkühlphase. Folglich kann man nicht einfach in das Hochhaus stürmen und sämtliches Feuer ertränken. Ebenfalls hinderlich sind die vielen verschlossenen Türen. Die lassen sich nur mit einem etwas längeren Wasserbeschuss aufbrechen. Dummerweise öffnet man damit aber auch gleichzeitig dem Feuer den Weg in die anderen Räume des Hochhauses. Mit etwas Pech schließen die Flammen so die zu rettenden Personen ein.

... und dann aus dem Fenster werfen. Das funktioniert übrigens auch über ein Feuer hinweg.

David gegen Goliath

Nachdem man eine Etage räumen konnte, geht es in der darüber von vorne los. Die Anordnung der Räume legt das Spiel nach dem Zufallsprinzip immer wieder neu fest, jeder Spielneustart bietet folglich eine neue Herausforderung. Schließlich gibt es auch noch Boss-Kämpfe, in denen der Feuerwehrmann überdimensionale Flammenteufel besiegen muss. Beim Spielstart hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Sie unterscheiden sich maßgeblich in der Höhe des Gebäudes sowie der Löschkraft der eigenen Feuerspritze.

Mit Wasserbeschuss löscht man nicht nur die Flammen, sondern sprengt auch Türen.

Um Mr. Rescue spielen zu können, benötigt man die Entwicklungsumgebung LÖVE [2]. Sie liegt bei den meisten großen Distributionen in den Paketquellen. Sobald sie auf der Festplatte weilt, lädt man sich unter [1] das LÖVE archive herunter, entpackt das ZIP-Archiv auf der Festplatte und startet dann das Spiel im Terminalfenster durch den Aufruf von love mrrescue.love.

Steht ein Bewohner in Flammen, muss man ihm möglichst schnell eine kräftige Wasserdusche verpassen.

Im Titelbild drückt man die Eingabetaste, ein Spiel startet man über Start Game. Nachdem man sich mit der Eingabetaste für den einfachsten Schwierigkeitsgrad entschieden hat, steuert man den Feuerwehrmann über die Pfeiltasten. Über die Hoch- und Runter-Taste erklimmt man Leitern, [a] schnappt sich einen Bewohner, ein erneuter Druck auf [a] wirft ihn. [s] lässt den Feuerwehrmann springen, mit [d] „schießt“ man Wasser.

Ist der Weg durch das Feuer versperrt, erreicht man auch über die Feuerleitern das nächste Stockwerk.

Fazit

Mr. Rescue ist ein spaßiges kleines Spielchen für zwischendurch. Mit seiner liebevollen Retro-Grafik, der Piepsmusik und dem unkomplizierten Spielprinzip erinnert es an ein Videospiel aus den 80er Jahren. Dank seines unverbrauchten Feuerwehr-Szenarios eignet es sich zudem für Kinder. Auch wenn die Boss-Kämpfe und die zufallsgenerierten Level für ein wenig Abwechslung sorgen, bleibt das Spielprinzip extrem einfach und monoton. Dennoch rettet man in der Mittagspause immer mal wieder gerne ein paar dumm umherlaufende Bewohner.

Das Feuer breitet sich sukzessive auf den Etagen aus.

Mr. Rescue

Bezugsquelle: http://tangramgames.dk/games/mrrescue/
Entwickler: Tangram Games
Lizenz: Zlib und Creative Commons BY-NC-SA 3.0
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit installiertem LÖVE

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://tangramgames.dk/games/mrrescue/

[2] LÖVE:
http://love2d.org/

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