microbe2_titel.png

Rasante Zellteilung

Das Spiel zum Wochenende: Microbe2

10.07.2010
Einzeller sind recht ungemütliche Kollegen. Insbesondere, wenn sie sich unkontrolliert vermehren. Im suchterzeugenden Arcadespiel Microbe2 gebietet man diesem Treiben mit bleihaltigem Militaria Einhalt.

Der Spieler schaut wie durch ein Mikroskop in eine Petrischale, in der kleine rechteckige Mikroben leben. Diese grünen Gesellen vermehren sich unaufhaltsam und streben dabei Richtung Schalenrand. Sobald sie ihn erreichen, saugen sie ziemlich schnell den Energievorrat des Spielers leer. Folglich sollte man den fiesen Einzellern möglichst schnell Einhalt zu gebieten. Dies erledigt ein kleines Raumschiff, das auf dem Rand der Petrischale umher flitzt und allerlei Geschosse in die Mikrobenmenge feuert.

Abbildung 1: Bewegt man den kleinen Gleiter während des Schießens, entstehen "gebogene" Schusslinien.

Penicillinbomben

Abgeschossene gelbe Kästchen verwandeln sich in Bonusgegenstände, die langsam zum Rand treiben. Schafft man es, sie im richtigen Moment einzusammeln, erhält das Raumschiff neue Waffen. So gibt es beispielsweise Granaten, die größere Mikrobengruppen wegsprengen, eine doppelläufige Kanone oder gar ein zweites Raumschiff, mit dem man die Einzeller von zwei Seiten gleichzeitig unter Beschuss nimmt.

Abbildung 2: Wurde der Bonusblock mit dem X eingesammelt, erhält man drei weitere Raumschiffe.

Nach einer solchen Aufrüstung sollte man allerdings tunlichst darauf achten, das kleine Raumschiff nicht zu schnell über den Rand zu treiben und dabei in die eigene Schussbahn zu geraten. Jeder Treffer zehrt nämlich ebenfalls am Punktekonto. Gleiches gilt bei einer Kollision mit einem Einzeller.

Abbildung 3: Wer wie hier die Schale zu schnell umkreist läuft Gefahr, in seine eigene Schussbahn zu geraten.

Von ihnen tauchen im späteren Spielverlauf weitere Typen auf. Die roten Biester halten einem etwas längeren Beschuss bestand, die blauen vermehren sich in einem extrem hohen Tempo und weiße schießen sogar zurück. Noch gemeiner ist die pinke Fraktion, die alle Eigenschaften ihrer roten und blauen Kollegen vereint.

Abbildung 4: Die roten Microben muss man länger unter Beschuss nehmen, während die weißen beim Zerplatzen zurückschießen.

Apothekerbedarf

Microbe2 steht auf seiner Homepage [1] als fertiges .tar.gz-Paket bereit. Nach dem Download des nicht einmal 5 MB großen Archivs, entpackt man es auf der Festplatte und startet die Datei 255-Microbe2. Im Hauptmenü wählt man noch einen Schwierigkeitsgrad und schon geht die Mikrobenhatz los.

Abbildung 5: Die Standbilder wirken recht fade, erst in der Animation und Bewegung kommen die Farbeffekte zur Geltung.

Sobald das Spiel startet, hält man die linke Maustaste gedrückt, um unablässig in die Menge zu feuern. Mit Mausbewegungen nach links und rechts schiebt man das kleine Raumschiff über den bunten Schalenrand. Wie empfindlich die Maus dabei anspricht, regeln die Zahlentasten [1] bis [9]. Mit der rechten Maustaste aktiviert man schließlich noch die so genannte "Bullet Time", in der alle Aktionen verlangsamt ablaufen. Die zur Verfügung stehende Energie verrät die Zahl am linken Bildschirmrand.

Abbildung 6: Hier wurde ein gelber Block abgeschossen, der jetzt mit einem G beschriftet Richtung Rand treibt. Sammelt man ihn dort ein, feuert das Raumschiff für kurze Zeit Granaten.

Für jede eliminierte Mikrobe erhält man auf seinem Konto am rechten Rand Punkte gutgeschrieben. Die Spieler mit dem höchsten Punktestand hält Microbe2 in einer Highscoreliste fest. Besonders pfiffig ist der kleine Bereich rechts unten im Hauptbildschirm. Dort zeigt eine Kurve den Punktestand der letzten Spiele an. Auf diese Weise sieht man mit einem Blick, ob man im Kampf gegen die Einzeller besser oder sogar schlechter geworden ist.

Abbildung 7: Sobald die Energie aufgebraucht ist, zerplatzt das Raumschiff und das Spiel ist beendet.

Ähnliche Artikel

  • Das Spiel zum Wochenende: Vega Strike
    Mitte der 80er Jahre kreuzte Elite geschickt eine Wirtschaftssimulation mit einem Weltraum-Flugsimulator, später griffen Privateer und Freelancer das Prinzip auf. Wer heutzutage unter Linux im All handeln möchte, hat nur noch eine kostenlose Alternative: Vega Strike.
  • Das Spiel zum Wochenende: Sloth Patrol
    Spieleentwickler Traxmaster sperrt ein kleines Raumschiff in einen futuristischen Boxring und drangsaliert es mit riesigen Horden wild um sich schießender Gegner. Was Gamepad-Besitzern Schweißperlen auf die Stirn treibt, bringt Spieler mit Tastatur an den Rand des Wahnsinns.
  • Das Spiel zum Wochenende: Null Divide+
    Mitten im Weltall geht einem kleinen Raumschiff der Treibstoff aus. Die letzte Rettung scheint eine verlassene, riesige Raumstation zu sein.
  • Das Spiel zum Wochenende: M.A.R.S.
    Simon Schneegans und Felix Lauer mixen ein simples Ballerspiel mit feiner Grafik, fieser Gravitation und pfiffigen Spielmodi. Heraus kommt ein faszinierender und motivierender Schießspaß für zwischendurch.
  • Das Spiel zum Wochenende: Chromium B.S.U.
    In den unendlichen Weiten des Alls herrscht wieder einmal Krieg. Um den Weg an die Front freizuräumen, entsendet der Materialtransporter Chromium B.S.U. einen kleinen, unbemannten Raumgleiter. Dieser ballert sich durch oder stirbt.
Kommentare

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 4 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...
Brother Drucker MFC-7420
helmut berger, 11.11.2014 12:40, 1 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu 14.04-Nutzer...
Treiber für Drucker brother MFC-7420
helmut berger, 10.11.2014 16:05, 2 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu12.14-Nutzer u...
Can't find X includes.
Roland Welcker, 05.11.2014 14:39, 1 Antworten
Diese Meldung erhalte ich beim Versuch, kdar zu installieren. OpenSuse 12.3. Gruß an alle Linuxf...
DVDs über einen geeigneten DLNA-Server schauen
GoaSkin , 03.11.2014 17:19, 0 Antworten
Mein DVD-Player wird fast nie genutzt. Darum möchte ich ihn eigentlich gerne abbauen. Dennoch wür...