Fazit

Marble Madness war berühmt-berüchtigt für seinen gepfefferten Schwierigkeitsgrad. Den besitzen auch beide aktuellen Nachfahren. In ManiacMarble 3D führt jede noch so kleine falsche Bewegung in den Abgrund, während Marball Odyssey mit seinen knappen Zeitlimits für Hektik sorgt. Letztgenanntes Spiel fordert auch ein klein wenig Knobelarbeit: So muss man beispielsweise in den verwinkelten Landschaften erst einen Schalter finden, der dann an einer anderen Stelle eine Tür öffnet, während man sich ein anderes Mal gut überlegen muss, wann man in welcher Richtung über eine langsam zerfallende Hängebrücke rollt. Damit erinnert Marball Odyssey auch eher an das ebenfalls schon legendäre Rock 'n Roll [4], denn an das erklärte Vorbild Marble Madness.

Abbildung 7: Marball Odyssey: Über die Teleporter erreicht man die verschiedenen Bereiche einer Karte.

Marball Odyssey merkt man zudem an, dass es eigentlich vom iPhone kommt. In unseren Tests nahm es immer den vollen Bildschirm in Beschlag, wobei die beiden Panels aus Gnome 2 grundsätzlich immer zu sehen waren. Ansonsten ist in beiden Spielen die Grafik nett anzusehen, haut aber nicht vom Hocker. In ManiacMarble 3D nervt nach kurzer Zeit die Musik und die bei jedem Levelwechsel ertönende Stimme "loading new level".

Abbildung 8: Marball Odyssey: Mit dem roten Gummiding rechts unten katapultiert man die eigene Kugel auf die Plattform zur linken.

Wer Geschicklichkeitsspiele mag und sich durch den schnell ansteigenden Schwierigkeitsgrad nicht abschrecken lässt, der sollte unbedingt beide Marble Madness-Klone anspielen. Für ein schnelles Spielchen in der Mittagspause eigenen sich jedoch beide nur bedingt: ManiacMarble 3D merkt sich den Fortschritt nicht, während man in Marball Odyssey über die Goldsuche schnell die Zeit vergisst.

Abbildung 9: In ManiacMarble 3D kann man nur mit großem Fingerspitzengefühl auf den oftmals schmalen Stegen balancieren.

ManiacMarble 3D

Bezugsquelle: http://jochen.subliminal.at/tl/index.php/maniacmarble3d.html
Entwickler: Jochen Leopold
Lizenz: Eigene / Unbekannt (Closed Source)
Preis: kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Marball Odyssey

Bezugsquelle: http://sundaycoders.host-ed.net/games.html
Entwickler: Sunday Coders
Lizenz: Kommerziell
Preis: ca. 10 Euro
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, 128 MB Hauptspeicher, ab GeForce 1, Radeon 9200 oder Intel i945

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Kommentare
deutsche Übersetzung
ozzy yzzo (unangemeldet), Donnerstag, 15. September 2011 10:15:38
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Wir sind Freiwillige, die deutsche Übersetzung des Spiels zu verbessern suchen! Kontakt: sundayozzy@gmail.com


Bewertung: 80 Punkte bei 4 Stimmen.
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Neverball!
Steffen (unangemeldet), Samstag, 10. September 2011 10:29:07
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Hallo zusammen,

Ähnliches leistet auch das OpenSource-Spiel Neverball: Auch hier muss eine Kugel mit der Maus durch ein dreidimensionales Gelände manövriert werden. Informationen gibt's unter http://neverball.org/ . In vielen Distributions-Repositories finden sich außerdem Pakete (auch z.B. für Debian Stable ;-) ).
An dieser Stelle sollte auch das "Ballspiel" Neverputt erwähnt werden: Hierbei handelt es sich um ein 3D-Minigolf-Spiel, das besonders mit mehreren Spielern große Freude bereitet. Da es vom selben Entwickler-Team stammt wie Neverball, ist die Website dieselbe.


Mit den besten Grüßen
Steffen


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