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Das Spiel zum Wochenende: Little Space Duo

Kesse Göre

Das Spiel zum Wochenende: Little Space Duo

31.10.2009 Ein kleines Mädchen rennt gemeinsam mit einem gelben, fliegenden Gegenstand durch die Gänge eines überdimensionalen Raumschiffs. So in etwa könnte man das interessante Knobel- und Geschicklichkeitsspiel Little Space Duo beschreiben.

Computer können lustige Gesellen sein. Insbesondere wenn eine durchgeknallte künstliche Intelligenz einen intergalaktischen Transporter steuert. Im Spiel Little Space Duo unternimmt das geistig umnachtete Raumschiff einen kurzen Abstecher zur Erde, erkennt ein argloses kleines Mädchen namens Lucy als Frachtgut und beamt es zwecks ordnungsgemäßer Zustellung an Bord. Um wieder nach Hause zu gelangen, bleibt Lucy nichts anderes übrig, als das gesamte Schiff zu durchqueren und den Bordcomputer neu zu starten.

Das durchgeknallte Frachtraumschiff holt Lucy an Bord.

Dummerweise patrouillieren auf den Korridoren Frachtroboter, die emsig bemüht sind, das vagabundierende Paket – Pardon, das kleine Mädchen wieder in den Lagerraum zu verfrachten. Lucys einzige Hilfe ist ein kleiner, gelber Roboter. Im Gegensatz zu seiner Begleiterin kann er zwar fliegen, besitzt dafür aber keine Hände. Folglich müssen beide tatkräftig zusammenarbeiten, um ihr Ziel zu erreichen.

Teamwork

Wie dies geschieht, bestimmt der Spieler, der die Geschicke des ungleichen Paars lenkt. Per Tastendruck wechselt er schnell zwischen den beiden Charakteren und kann so ihre jeweiligen Fähigkeiten gezielt einsetzen: Während Lucy beispielsweise einen Fahrstuhl aktiviert, schwebt ihr kleiner Roboterfreund durch einen Lüftungsschacht und öffnet die Tür am oberen Ende. Im optionalen Zweispielermodus steuert ein Spieler Lucy, der andere ihren Roboter.

Die grünen Roboter fahren langsamer als die blauen. Hier wurde einer der letzten Gattung durch die gelbe Tür eingesperrt.

In jedem Spielabschnitt gilt es Lucy zu einem speziellen Ausgang zu führen. Dessen Tore öffnen sich allerdings nur, wenn zuvor mehrere Schalter umgelegt wurden, die sich in den Gängen auf verschiedenen Ebenen verteilen. Dummerweise kann nur Lucy diese Schalter betätigen.

Rollendes Altmetall

Das alles wäre noch kein großes Problem, wären da nicht die patrouillieren Wachroboter. Jeder von ihnen verfügt über seine ganz eigenen Fähigkeiten und Bewegungsabläufe. So huschen einige schneller über die Gänge als andere, mal können sie Aufzüge benutzen und wieder andere haben es auf Lucys kleinen Begleiter abgesehen. Folglich kommt man nicht darum herum, die Aktionen des Heldenpaars gezielt zu planen. Den aktuellen Spielstand darf man nur an speziell ausgewiesenen Punkten im Level sichern. Wer auf diese Hilfe verzichtet, erhält vom Programm Zusatzpunkte.

Die ersten Level führen in die Bedienung ein, der kleine gelbe Roboter gibt dabei immer wieder nützliche Tipps.

Little Space Duo ist das Erstlingswerk des Einmannbetriebs Jugilus. Dahinter steht der Slowene Jure Rogelj. Die von ihm handgemalten, Bonbon-bunten Grafiken dürften vor allem Kindern ansprechen. Für ein kommerzielles Spiel sind sie allerdings recht Detailarm und wirken teilweise etwas klobig, was insbesondere für die Roboter gilt. Zudem stackst das Mädchen recht hölzern durch die sterilen Gänge und wirkt in den Großaufnahmen wie eine etwas dickere Barbiepuppe mit den Gesichtszügen einer 40-Jährigen.

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Wertung: 144 Punkte (10 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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