kag_titel.png

Das Spiel zum Wochenende: King Arthurs Gold

Gefährlicher Bergbau

Mike Marcinkowski hat sich inspirieren lassen. Sogar mehrfach. Das Ergebnis ist ein im Mittelalter angesiedelter zweidimensionaler Minecraft-Klon, der im Mehrspielermodus für mehr als 64 Personen die Maustasten glühen lässt.

In King Arthurs Gold gilt es mehr Gold zu sammeln, als seine Gegner. Wie man das anstellt, bleibt einem weitgehend selbst überlassen. So kann man es in Minen abbauen, es bei anderen stibitzen oder sogar dafür Gegner umbringen.

Abbildung 1: Der Builder buddelt sich am liebsten durch das Erdreich. Hier besitzt der Spieler übrigens den ausgeklügelten Namen test.

Talentschuppen

Zu Beginn des Spiels entscheidet man sich zunächst für einen von drei Helden. Jeder verfügt über unterschiedliche Talente, die den späteren Spielablauf beeinflussen. Der Ritter (Knight) ist ein guter Nahkämpfer und sprengt sich bei Bedarf mit handlichen Bömbchen den Weg frei. Hält er sein Schild über den Kopf, können es andere Mitspieler als eine kleine Trittleiter nutzen.

Wählt man den Bauarbeiter (Builder), ähnelt das Spiel recht deutlich Minecraft: Mit der Spitzhacke schlägt man zunächst quadratische Blöcke aus der Erde. Mit dem so gewonnenen Baumaterial lassen sich dann ähnlich wie mit LEGO-Steinen Gebäude errichten – idealerweise sollte man zunächst sein Zelt zu einer möglichst standhaften Festung ausbauen. Gleichzeitig fräst man mit seiner Spitzhacke unablässig Tunnel ins Erdreich, in der Hoffnung irgendwann auf eine lukrative Goldader zu stoßen. Abschließend darf der Builder noch verschiedene Materialien kombinieren und so Leitern, Türen oder Katapulte errichten.

Abbildung 2: Beim Bogenschützen visiert man das Ziel an und bestimmt dann über die linke Maustaste die Schussstärke. Um zu treffen, sollte man folglich die Laufgeschwindigkeit des Gegners mit einberechnen.

Als Dritter im Bunde erledigt der Bogenschütze (Archer) seine Gegner mit Pfeilen aus der Ferne. Allerdings steht ihm nur ein begrenzter Vorrat zur Verfügung. Nachschub schnitzt er sich aus selbst gefällten Bäumen.

Jedes Team besitzt zu Beginn ein kleines Zelt, das als Basis und Goldlager dient. Dort darf man seinen Charakter per Tastendruck gegen einen anderen austauschen. Fehlt beispielsweise ein Nahkämpfer, lässt sich so der eigenen Builder schnell in einen Ritter verwandeln.

Abbildung 3: Fällt man mit der rechten Maustaste das Gestrüpp, bastelt sich der Bogenschütze automatisch Pfeile daraus.

Allgemeine Keilerei

Wer mag, kann mit dem Builder einfach die mitunter weitläufigen Karten erkunden. Richtig Spaß macht King Arthurs Gold allerdings erst, wenn zwei Teams über das Netzwerk oder das Internet gegeneinander antreten. Während die Builder einer Gruppe eifrig nach Goldadern graben, versuchen Ritter und Bogenschützen sie zu beschützen – oder noch besser: Das von den gegnerischen Buildern geschürfte Gold zu erbeuten. Da sich die Spielkarte nach Gutdünken umgestalten und umbauen lässt, ergeben sich zahlreiche und vielfältige Strategien. Beispielsweise könnte man Bankräuber spielen und einen Tunnel in die Burg des Gegners graben.

Abbildung 4: Die Landschaften kann King Arthurs Gold auf Wunsch per Zufall generieren.

Derzeit befindet sich King Arthurs Gold noch im BETA-Stadium. Jedermann darf es kostenlos herunterladen und spielen. Unklar ist, ob sich dies irgendwann einmal ändern wird. Sicher ist nur, dass mit jeder Version weitere Spielelemente einfließen. So sollen zukünftig unter anderem noch Wasser und Brücken hinzu kommen. Damit ändert sich allerdings immer mal wieder die Spielbalance. Weitere Vorschläge zur Zukunft des Spiels kann man im Forum diskutieren [4] oder über Google Moderator einreichen [5].

Wer eine kleine Spende zahlt, erhält einen Schlüssel, mit dem er Zutritt zu einem Karteneditor erhält. Mit dem lassen sich dann eigene Level fertigen, die man auch an andere weitergeben kann.

Abbildung 5: Unterschiedliche Materialien erfordern unterschiedlich viele Schläge mit der Spitzhacke.

Ähnliche Artikel

  • „Die Zwerge“ auch für Linux geplant
    Der deutsche Computerspieleentwickler KingArts arbeitet derzeit am Rollenspiel „Die Zwerge“, das auf den gleichnamigen Romanen von Markus Heitz basiert. Auch eine Linux-Version ist geplant – sofern die entsprechende Kickstarter-Kampagne erfolgreich ist.
  • Das Spiel zum Wochenende: Majesty Gold
    Linux Game Publishing bietet seit Kurzem einige seiner Spiele auf Desura und im Ubuntu Software-Center für kleines Geld an. Darunter auch ein interessantes Echtzeitstrategiespiel, bei dem die Spielfiguren machen, was sie wollen.
  • Schach mit Panzern
    Noch bis in die 1990er Jahre waren bockschwere rundenbasierte Strategiespiele äußerst beliebt. Der deutsche Entwickler King Art Games lässt diese gute alte Zeit in modernem Gewand wieder aufleben. Wer die gestellten Missionen meistern möchte, braucht eine gute und wohlüberlegte Taktik.
  • Das Spiel zum Wochenende: The Raven – Vermächtnis eines Meisterdiebs
    Der deutsche Spieleentwickler King Arts beschert Linux endlich einmal wieder ein klassisches Point-and-Click-Adventure. Der interaktive Krimi ist zwar recht gradlinig, begeistert aber mit einer spannenden und wendungsreichen Geschichte.
  • Das Spiel zum Wochenende: Pacapong
    Ein Niederländer mit dem Pseudonym kingPenguin musste im Rahmen eines Wettbewerbs in nur neun Tagen ein komplettes Spiel entwickeln. Also warf er kurzerhand mehrere Spieleklassiker in einen Mixer. Entstanden ist ein witziges kostenloses Spiel für zwei Personen.
Kommentare

Aktuelle Fragen

thema ändern
a b, 29.05.2016 16:34, 0 Antworten
Hallo Linuxer zuerst alle eine schönen Sonntag, bevor ich meine Frage stelle. Ich habe Ubuntu 1...
Ideenwettbewerb
G.-P. Möller, 28.05.2016 10:57, 0 Antworten
Liebe User, im Rahmen eines großen Forschungsprojekts am Lehrstuhl für Technologie- und Innova...
Welche Drucker sind Linux-mint kompatibel?
Johannes Nacke, 20.05.2016 07:32, 4 Antworten
Hallo Ihr Lieben, ich bitte um mitteilung welche Drucker Kompatibel sind mit Linux-Mint. LG Joh...
MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 3 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...