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Gefährlicher Bergbau

Das Spiel zum Wochenende: King Arthurs Gold

23.07.2011 Mike Marcinkowski hat sich inspirieren lassen. Sogar mehrfach. Das Ergebnis ist ein im Mittelalter angesiedelter zweidimensionaler Minecraft-Klon, der im Mehrspielermodus für mehr als 64 Personen die Maustasten glühen lässt.

In King Arthurs Gold gilt es mehr Gold zu sammeln, als seine Gegner. Wie man das anstellt, bleibt einem weitgehend selbst überlassen. So kann man es in Minen abbauen, es bei anderen stibitzen oder sogar dafür Gegner umbringen.

Abbildung 1: Der Builder buddelt sich am liebsten durch das Erdreich. Hier besitzt der Spieler übrigens den ausgeklügelten Namen test.

Talentschuppen

Zu Beginn des Spiels entscheidet man sich zunächst für einen von drei Helden. Jeder verfügt über unterschiedliche Talente, die den späteren Spielablauf beeinflussen. Der Ritter (Knight) ist ein guter Nahkämpfer und sprengt sich bei Bedarf mit handlichen Bömbchen den Weg frei. Hält er sein Schild über den Kopf, können es andere Mitspieler als eine kleine Trittleiter nutzen.

Wählt man den Bauarbeiter (Builder), ähnelt das Spiel recht deutlich Minecraft: Mit der Spitzhacke schlägt man zunächst quadratische Blöcke aus der Erde. Mit dem so gewonnenen Baumaterial lassen sich dann ähnlich wie mit LEGO-Steinen Gebäude errichten – idealerweise sollte man zunächst sein Zelt zu einer möglichst standhaften Festung ausbauen. Gleichzeitig fräst man mit seiner Spitzhacke unablässig Tunnel ins Erdreich, in der Hoffnung irgendwann auf eine lukrative Goldader zu stoßen. Abschließend darf der Builder noch verschiedene Materialien kombinieren und so Leitern, Türen oder Katapulte errichten.

Abbildung 2: Beim Bogenschützen visiert man das Ziel an und bestimmt dann über die linke Maustaste die Schussstärke. Um zu treffen, sollte man folglich die Laufgeschwindigkeit des Gegners mit einberechnen.

Als Dritter im Bunde erledigt der Bogenschütze (Archer) seine Gegner mit Pfeilen aus der Ferne. Allerdings steht ihm nur ein begrenzter Vorrat zur Verfügung. Nachschub schnitzt er sich aus selbst gefällten Bäumen.

Jedes Team besitzt zu Beginn ein kleines Zelt, das als Basis und Goldlager dient. Dort darf man seinen Charakter per Tastendruck gegen einen anderen austauschen. Fehlt beispielsweise ein Nahkämpfer, lässt sich so der eigenen Builder schnell in einen Ritter verwandeln.

Abbildung 3: Fällt man mit der rechten Maustaste das Gestrüpp, bastelt sich der Bogenschütze automatisch Pfeile daraus.

Allgemeine Keilerei

Wer mag, kann mit dem Builder einfach die mitunter weitläufigen Karten erkunden. Richtig Spaß macht King Arthurs Gold allerdings erst, wenn zwei Teams über das Netzwerk oder das Internet gegeneinander antreten. Während die Builder einer Gruppe eifrig nach Goldadern graben, versuchen Ritter und Bogenschützen sie zu beschützen – oder noch besser: Das von den gegnerischen Buildern geschürfte Gold zu erbeuten. Da sich die Spielkarte nach Gutdünken umgestalten und umbauen lässt, ergeben sich zahlreiche und vielfältige Strategien. Beispielsweise könnte man Bankräuber spielen und einen Tunnel in die Burg des Gegners graben.

Abbildung 4: Die Landschaften kann King Arthurs Gold auf Wunsch per Zufall generieren.

Derzeit befindet sich King Arthurs Gold noch im BETA-Stadium. Jedermann darf es kostenlos herunterladen und spielen. Unklar ist, ob sich dies irgendwann einmal ändern wird. Sicher ist nur, dass mit jeder Version weitere Spielelemente einfließen. So sollen zukünftig unter anderem noch Wasser und Brücken hinzu kommen. Damit ändert sich allerdings immer mal wieder die Spielbalance. Weitere Vorschläge zur Zukunft des Spiels kann man im Forum diskutieren [4] oder über Google Moderator einreichen [5].

Wer eine kleine Spende zahlt, erhält einen Schlüssel, mit dem er Zutritt zu einem Karteneditor erhält. Mit dem lassen sich dann eigene Level fertigen, die man auch an andere weitergeben kann.

Abbildung 5: Unterschiedliche Materialien erfordern unterschiedlich viele Schläge mit der Spitzhacke.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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