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Das Spiel zum Wochenende: Intricacy

Das Spiel zum Wochenende: Intricacy

19.03.2016
Um ein Türschloss zu knacken, braucht man das richtige Werkzeug, ein helles Köpfchen und ein strategisches Vorgehen. Das gilt erst recht bei den vollkommen abgedrehten Schlössern, die ein kostenloses Denkspiel dem Spieler vorsetzt.

In Intricacy blickt man auf das Innere eines Türschlosses. Dieses besteht aus zahlreichen sechseckigen Feldern, in denen sich wiederum Federn und Barrieren befinden. Ziel ist es, alle gelben Federn gleichzeitig zusammenzuschieben und dann das Schloss zu öffnen. Genau wie im echten Leben ist das allerdings nicht ganz so einfach.

Mit den beiden Werkzeugen links unten in der Ecke muss man die gelben Federn zurückdrücken. Dazu ...

Dietrich

So stehen dem Spieler nur zwei Werkzeuge bereit: Zum einen gibt es einen Kreis mit einem angeschweißten Stab. Diesen Kreis kann man mit der Maus auf den Hexfeldern verschieben und um die eigene Achse drehen. Der aus dem Kreis herausschauende Pin ist zwar nützlich, um Federn zusammenzudrücken, allerdings passt das Gebilde nicht um jede Ecke.

… bewegt man die Werkzeuge über die Felder an die entsprechenden Positionen ...

Ergänzend erhält der Spieler noch einen kleinen Kreis ohne Stab. Diese zweite Hilfe darf er allerdings nicht frei bewegen, sondern nur in eine Richtung stupsen. Der Kreis rutscht dann bis zu einem Hindernis. Das ganze Spiel läuft dabei rundenbasiert ab. Man kann folglich den kleinen Kreis anstoßen und dann in der nächsten Runde mit dem anderen Kreis weiterziehen. Sobald man mit den beiden Kreisen das mitunter ziemlich komplexe Federwerk ausgetrickst und die gelben Federn zusammengedrückt hat, muss man nur noch mit einem Tastendruck das Schloss öffnen – in der Hoffnung, dass der kleine weiße Kreis in dieser Runde nicht wieder zurückrutscht.

… und schiebt so die gelbe Feder zusammen.

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Intricacy bringt nur ein paar Schlösser mit, die in das Spielprinzip einführen. Anschließend sind die Spieler dran: Über einen eingebauten Editor dürfen sie eigene Schlösser basteln und diese dann über eine mitgelieferte Server-Anwendung im Internet anbieten. Umgekehrt kann man sich mit bereits existierenden Servern verbinden und von dort fertige Schlösser herunterladen. Letztgenannte sind mittlerweile zahlreich und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden verfügbar.

Die kleine weiße Kugel (hier rechts unten) läuft immer bis zu einem Hindernis. Die Striche deuten dabei die Laufrichtung an.

Das Spiel selbst steht unter der GNU GPL v3 und ist somit kostenlos. Die Entwickler stellen auf ihrer Homepage neben dem Quellcode auch eine fertige 32-Bit-Fassung bereit. Interessenten müssen sich lediglich unter [1] das 32-bit Linux binary schnappen, das dabei erhaltene Archiv entpacken und dann das Skript intricacy starten. Wer zum ersten Mal spielt, sollte zunächst das Tutorial starten, das langsam in das Spielprinzip einführt.

Im eingebauten Editor kann man eigene Schlösser basteln.

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