Das Spiel zum Wochenende: Infinifactory

Das Spiel zum Wochenende: Infinifactory

Wie am Fließband

03.12.2016
Was passiert, wenn man von Außerirdischen entführt wird? Man darf am Fließband arbeiten. Das erfordert zudem mehr Köpfchen als Muskelkraft. Zumindest in einem dreidimensionalen Denkspiel von Zachtronics.

Eigentlich wollte man als Bauarbeiter nur zur Arbeit fahren. Auf der langen, einsamen und unbeleuchteten Landstraße taucht jedoch plötzlich ein Raumschiff auf. Das Letzte, an das man sich noch erinnern kann, war ein heller Lichtblitz. Jetzt steht man in einem langen Gang auf einem Förderband. An mehreren Stationen wird man zunächst vermessen und dann in einen Raumanzug gesteckt, mit dem man immerhin sogar fliegen kann. Einen Raum weiter wartet eine merkwürdige Maschine mit einem halb fertigen Fließband.

Mit der Maus klickt man sich ein Förderband zusammen, das die Werkstücke zum Ziel transportieren. So einfach wie hier im Tutorial bleibt es allerdings nicht.

Schichtarbeit

Im Spiel Infinifactory muss man für eine außerirdische Gurkentruppe zahlreiche Fertigungsstraßen zusammenbauen. Dazu erschafft man per Mausklick an den richtigen Stellen kleine quadratische Förderbänder. Diese transportieren dann die Werkstücke zu den passenden Verarbeitungsstellen. Im Laufe des Spiels kommen zu den Transportbändern weitere Quader mit unterschiedlichen Funktionen hinzu. So gibt es glatte Blöcke, auf denen man fast fertige Werkstücke zwischenparken kann, während andere Quader zwei Werkstücke zusammenschweißen.

Hier muss man eigentlich nur die drei verschiedenen Werkstücke zu ihren korrekten Stationen leiten. Die gelben Pfeile zeigen die Laufrichtung an.

Die Fertigungsstraßen zusammenzuklicken ist jedoch alles andere als einfach. So muss man die Förderbänder teilweise erst um Hindernisse herumführen. Des Weiteren müssen die Werkstücke zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge die einzelnen Bearbeitungsstationen durchlaufen: Nur wenn zwei Werkstücke zeitgleich an einer Verarbeitungsstation eintreffen, schweißt sie der Laser korrekt zusammen.

Der Laserstrahl zwischen den beiden Spezialblöcken schweißt zwei Werkstücke zusammen.

Der Spieler sieht die Umgebung aus der Ich-Perspektive und kann sich frei im dreidimensionalen Raum durch seine Fabrik bewegen. Infinifactory bietet eine Kampagne, die sukzessive die Entführungsgeschichte weitererzählt. Insgesamt gilt es, über 50 Maschinen auszuknobeln. Dabei gibt es in der Regel immer mehrere Lösungswege. Sobald man die Maschine komplettiert hat, liefert das Spiel eine Statistik, die über die Qualität der Lösung Auskunft gibt. Spieler können jederzeit eine Aufgabe erneut in Angriff nehmen und so versuchen, einen noch effizienteren Aufbau zu finden. Hat man sich durch die Kampagne durchgerätselt, darf man in einem sogenannten Sandbox-Modus selbst eigene Maschinen kreieren.

Die hier gefundene Lösung ist bereits recht gut.

Hohe Einnahmen

Entwickler Zachtronics vertreibt sein Spiel für rund 23 Euro auf Steam [2] sowie derzeit für 23,19 Euro bei Gog.com [3]. Im letztgenannten Online-Shop erhält man eine kopierschutzfreie Version in einer 32- und einer 64-Bit-Fassung. Infinifactory ist zudem im Humble Store für 24 Euro erhältlich [4]. Dort bekommt man allerdings nur einen Schlüssel, mit dem man das Spiel auf Steam freischalten kann. Ein Teil der 24 Euro geht zudem an eine gemeinnützige Organisation. Des Weiteren ist Infinifactory derzeit noch Teil des Humble Staff Picks Bundle [5]. Dort bekommt man für einen frei wählbaren Betrag mehrere Spiele, darunter auch eine kopierschutzfreie Fassung von Infinifactory. Infinifactory erhält allerdings nur, wer mindestens den aktuell von allen Käufern bezahlten Durchschnittspreis überweist. Zum Redaktionsschluss lag dieser bei knapp 4,60 Euro und somit immer noch weit unter dem Normalpreis.

Kommt ein neuer Klotz hinzu, weist ein Hologramm auf dessen möglichen Einsatz hin.

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