Im sogenannten Humble Bundle schnürt die gleichnamige Firma mehrere Videospiele zu einem Paket, für das man innerhalb eines Aktionszeitraums zahlen kann, was man möchte. Diesmal dabei sind die Knobelspiele Crayon Physics Deluxe und Cogs, sowie die Geschicklichkeitsspiele VVVVVV, Hammerfight und And Yet It Moves. Alle Spiele laufen unter Linux und sind kopierschutzfrei. Darüber hinaus kann man bestimmen, wer welchen Anteil vom überwiesenen Geld erhält. Zur Auswahl stehen die Spieleentwickler, der Humble Bundle-Veranstalter, die Electronic Frontier Foundation und die Child's Play-Organisation, die Kinder in Krankenhäusern mit Spielzeug versorgt.
Kenner der Aktion wundern sich vielleicht über die 3 im Namen. Tatsächlich handelt es sich schon um das vierte Bundle. Das letzte Paket enthielt jedoch ausschließlich Spiele des Entwicklers Frozenbyte [2]. Diesmal stammen die Spiele wieder von kleinen, unabhängigen Entwicklerstudios, folglich ist dies die dritte Auflage des Humble Indie Bundle.
Crayon Physics Deluxe
Was wäre, wenn eine Bundstiftzeichnung lebendig würde? Diese Frage beantwortet Crayon Physics Deluxe. In diesem Denkspiel muss ein roter Ball über einen gelben Stern rollen. Diese Aufgabe erschweren tiefe Abgründe, Rampen und andere Hindernisse. Um den Ball zu seinem Ziel zu lenken, drückt Crayon Physics Deluxe dem Spieler einen virtuellen Bundstift in die Hand. Mit ihm malt er Gegenstände in die Landschaft, die sich umgehend in reale Dinge verwandeln und somit insbesondere auch der Schwerkraft ausgesetzt sind. Liegt der rote Ball auf einem hohen Vorsprung, zeichnet man mit der Maus einfach ein großes Dreieck, über das der Ball dann hinunter zum Stern laufen kann. Hat man sich verzeichnet, radiert ein Klick mit der rechten Maustaste den Gegenstand wieder aus.
Crayon Physics Deluxe gibt nur selten einen direkten Lösungsweg vor. Häufig sitzt man vor einem mehr oder weniger leeren Blatt und muss dann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Überlegen und ausprobieren darf man, solange man möchte: Es gibt weder ein Zeitlimit, noch irgendwelche Spielleben, die man verlieren könnte. Mit jedem gelösten Puzzle schaltet man weitere frei. Wem die zahlreichen mitgelieferten nicht ausreichen, der bastelt sich mit dem einfach zu bedienenden Leveleditor kurzerhand seine eigenen.
Cogs
Viele dürften aus ihrer Kindheit noch die kleinen Schiebepuzzle (auch 15-Puzzle genannt) kennen, bei dem man kleine Plättchen mit Zahlen in die richtige Reihenfolge schieben muss. Dieses Prinzip greift Cogs auf [4]. Auf den Plättchen befinden sich hier allerdings keine Nummern, sondern Zahnräder. Diese muss man zunächst auf einer Tafel, später auf einem Würfel so zurecht schieben, dass sie einen bestimmten Mechanismus auslösen. Mal ertönt eine Glocke, ein anderes Mal springt eine Puppe aus dem Kasten. Ab und an tauscht Cogs die Zahnräder gegen Röhren aus. Diese muss man dann so anordnen, dass sie beispielsweise heiße Luft vom unteren Rand zu einem Luftballon an den oberen transportieren. Je schneller man eine Aufgabe löst und je weniger Plättchen man dabei verschieben musste, desto mehr Punkte erhält man gutgeschrieben.



