In Hex-a-Hop dirigiert man ein namenloses Mädchen über ein Spielfeld aus bunten Hexfeldern. Ein Schritt auf eine hellgrüne Bodenplatte verursacht im Beton erste Risse, eine weitere Bewegung lässt das Feld endgültig zerbröseln. Hat man auf diese Weise sämtliche grünen Fliesen zerstört, geht das Ganze in einem neuen Level von vorne los.

Abbildung 1: In Hex-a-Hop muss das Mädchen einmal …
Abbildung 2: … über alle hellgrünen Felder laufen und anschließend wieder auf einer sicheren, grauen Plattform stehen.

Baumarkt

Die zunächst einfach klingende Aufgabe erschweren neben der ausgeklügelten Anordnung der Platten verschiedene Hindernisse. Dazu zählen unter anderem Trampoline, die das namenlose Mädchen gleich mehrere Felder weiter katapultieren oder zunächst unüberwindbare Felsen, die sich nach der Zerstörung aller grünen Felder in ebensolche verwandeln und schließlich gleichermaßen vernichtet werden wollen.

Abbildung 3: Nachdem man hier alle grünen Platten abgelaufen ist, kollabieren die grünen Hügel zu einfachen Fliesen.

Glücklicherweise darf man so lange über einer Lösung brüten, wie man möchte. Hat man sich im wahrsten Sinne des Wortes einmal verlaufen, darf man einfach die Zeit zurückdrehen und so beliebig viele Schritte widerrufen. Das wird auch dann notwendig, wenn ein falsch bestiegenes Trampolin das schöne Mädchen in das hübsch animierte Wasser schleudert.

Abbildung 4: Wer in einer solchen Sackgasse gelandet ist, darf beliebig viele Züge rückgängig machen.

Mit jedem von grünen Bodenplatten befreiten Level schaltet man gleich mehrere weitere frei, die auf einer Art Seekarte zur Auswahl stehen. Bereits gelöste Level darf man erneut in Angriff nehmen und so einen schnelleren und eleganteren Weg finden. Eine Belohnung gibt es allerdings nicht dafür.

Erster Hüpfer

Hex-a-Hop steht auf seiner Homepage [1] als fertiges Komplettpaket bereit. Um einen Ausflug auf die Inselwelten zu wagen, lädt man sich im Download-Bereich das Linux binary herunter, entpackt es auf der Festplatte und startet das herausgepurzelte Programm hex-a-hop.

Abbildung 5: Auf dieser Seekarte wählt man den nächsten Level aus. Schwarze Kugeln stehen für ungelöste Level, die silbernen wurden bereits gelöst.

Im Hauptmenü führt Start New Game direkt zur ersten Insel. Das Mädchen kann immer nur auf ein direkt angrenzendes Feld springen. Auf welches, zeigt man ihr mit einem Mausklick. Über die rechte Maustaste nimmt man den letzten Spielzug zurück.

Fazit

Hex-a-Hop fesselt grundsätzlich immer länger vor den Bildschirm, als man es eigentlich eingeplant hatte. Das liegt vor allem auch am exzellenten Levelaufbau, in den die Macher offensichtlich genau so viel Hirnschmalz haben einfließen lassen, wie der Spieler zur Lösung benötigt. Gleichzeitig steigt der Schwierigkeitsgrad nur langsam und genau im richtigen Maße an. Da man ständig die Wahl zwischen mehreren Leveln hat, hält sich zudem der sonst bei Puzzlespielen gerne schnell aufstauende Frust in Grenzen: Verzweifelt man an einer Stelle, hat man vielleicht in einem anderen Level wieder ein motivierendes Erfolgserlebnis.

Abbildung 6: Die lilafarbenen Trampoline katapultieren das Mädchen immer über gleich zwei Felder.

Die einfache 2D-Grafik macht einen gute und stimmige Figur. Das gilt insbesondere für die im Manga-Stil gezeichnete Protagonistin. Trotz der isometrischen Ansicht bleibt die Übersicht jederzeit gewahrt. Die Musik ist zwar recht passend, gewinnt aber keinen Grammy und langweilt schnell. Das kann jedoch nichts daran ändern, dass Hex-a-Hop einfach Spaß macht und bei jedem Puzzle-Liebhaber auf die Festplatte gehört.

Hex-a-Hop

Bezugsquelle: http://hexahop.sourceforge.net
Entwickler: Tom Beaumont und Ari Mustonen
Lizenz: GNU GPL
Preis: kostenlos
Voraussetzungen: halbwegs aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Projekt-Homepage: http://hexahop.sourceforge.net

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