Das Spiel zum Wochenende: Hale

Alles nur geklaut

Wer die mitgelieferte Einzelspielerkampagne durchgespielt hat, darf sich mit dem einbauten Editor relativ komfortabel eigene Abenteuer zusammenklicken. Ein Mehrspielermodus fehlt zumindest derzeit noch. Wem übrigens die Grafiken irgendwie bekannt vorkommen: Sie erinnern nicht nur an das legendäre Rollenspiel Zelda, die Entwickler von Hale haben sich auch eifrig im freien Grafikarchiv OpenGameArt.org bedient [2].

Die Landschaft beeinflusst stark die Kampfstrategie: Da auf jedem Feld nur ein Held stehen kann, kann auf dem Steg nur ein Held den Orc am oberen Rand angreifen. Der Felsen rechts unten bietet hingegen Schutz vor Pfeilattacken.

Um sich in die Wälder und Verließe von Hale zu begeben, muss man zunächst über den Paketmanager sicherstellen, dass ein aktuelles Java Runtime Environement (JRE) installiert ist. Anschließend lädt man sich einfach unter [3] das aktuelle ZIP-Archiv herunter, entpackt es auf der Festplatte und startet das Skript Hale.sh. Im Spiel wählt man New Game, gefolgt von Accept. Es startet daraufhin ein kleines Tutorial, das in die weitere Bedienung einführt.

Nicht nur in den unterirdischen Höhlen findet man zahlreiche nützliche wie auch weniger nützliche Gegenstände.

Fazit

Ein rundenbasiertes Rollenspiel der alten Schule mit etwas Tiefgang und knuffiger Optik – genau das ist Hale. Es hebt sich zwar nicht durch pfiffige Ideen von der Masse ab, macht aber auch nicht viel falsch. Die Benutzeroberfläche erinnert an Windows 95 und wirft an vielen Stellen mit Zahlen um sich. Daran gewöhnen sich aber auch Statistikmuffel erstaunlich schnell. Obwohl die Entwickler die Grafiken aus verschiedenen Quellen übernommen haben, ist die Gesamtkomposition in sich recht stimmig. Die abwechslungsreichen Karten sowie die darin versteckten Gegenstände laden zum Erkunden und Herumstreifen ein. Obendrauf gibt es auch noch eine, wenn auch nicht umwerfende Hintergrundgeschichte, zahlreiche Nebenquests und einen Editor. Unter dem Strich ist Hale damit genau die richtige Kost für verregnete Herbst- und Wintertage.

Hale

Bezugsquelle: http://sourceforge.net/projects/hale/
Entwickler: Jared Stephen und Shirish Agarwal
Lizenz: GPLv2
Preis: Kostenlos
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://sourceforge.net/p/hale/wiki/Home/

[2] OpenGameArt.org:
http://opengameart.org

[3] Download von Hale:
http://sourceforge.net/projects/hale/

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