Das Spiel zum Wochenende: Hack, Slash, Loot

Kostspielige Keilerei

Hack, Slash, Loot verkauft David Williamson auf seiner Homepage für 7 Dollar [1]. Darüber hinaus ist das Spiel derzeit Bestandteil des Humble Weekly Sale [2], bei dem man für einen frei wählbaren Preis noch zwei weitere Rollenspiele obendrauf bekommt. Wer nicht die Katze im Sack kaufen möchte, findet auf der Homepage des Entwicklers eine Demo-Version [1]. Dessen ZIP-Archiv muss man nur auf der Festplatte entpacken und dann die herausgepurzelte Datei ausführbar machen (etwa indem man auf die Datei mit der rechten Maustaste klickt und dann in den Eigenschaften auf dem Register Berechtigungen die Datei als ausführbar kennzeichnet).

Auch wenn die Level recht groß sind, behält man die Übersicht – auch dank der Karte unten in der Mitte.

Nach dem Start dieses Programms klickt man rechts unten auf die Startschaltfläche. Das Spiel zeigt die Bedeutung eines Knopfs an, wenn man die Maus kurz darauf parkt. Den Helden zieht man am einfachsten mit gezielten Mausklicks. Die weitere Bedienung sowie die Bedeutung der einzelnen Symbole verrät die Homepage [3]. Das Spiel und die Demo-Version liegen ausschließlich als 32-Bit-Version vor.

Um einen Gegenstand aufzuheben, muss man zum einen den Helden auf dem entsprechenden Feld platzieren und dann mit der Maus den Gegenstand anklicken.

Fazit

Hack, Slash, Loot ist ein kleines, schnelles Rollenspiel für zwischendurch. Die Regeln sind simpel, auf das Notwendigste reduziert und somit schnell durchschaut: Es gilt schlichtweg alles ins Nirvana zuschicken, was dem Helden entgegen rennt sowie sämtliche Gegenstände zu inspizieren und einzusammeln.

Die zufallsgenerierten Level sorgen jedoch nur für leichte Abwechslung, die Gänge wirken lieblos aneinandergeklatscht. Die mangelnde Spieltiefe lässt zudem die Motivation recht schnell fallen, schon nach kurzer Zeit wiederholt sich alles. Da das Spiel Heiltränke nur in homöopathischen Dosen verteilt, überlebt man meist nur kurz. Drei auf einmal angreifende Monster sind ein sicheres Anzeichen für den baldigen Tod. Der etwas übertriebene Retro-Look verwandelt einige Gegenstände und Monster in unidentifizierbaren Pixelbrei, die leicht isometrische Perspektive erschwert zudem in vielen Situationen die Sicht.

Ist man einmal wie hier von Gegnern umzingelt, hat man kaum noch eine Überlebenschance.

Hack, Slash, Loot macht somit immer mal wieder kurz, aber nicht dauerhaft Spaß. Die Investition der 7 Dollar lohnt sich nur für Liebhaber von Rogue-like Rollenspielen, die für die S-Bahn oder die Mittagspause einen passenden Zeitvertreib suchen. Alle anderen sollten das fast gleich teure und wesentlich abwechslungsreichere Hammerwatch ausprobieren [4].

Abschließend noch ein Tipp für Einsteiger: Wer nicht zu schnell sterben möchte, sollte den Elfen und den Level mit den Gräbern auswählen („Mask of the boy king“). Dort kann man erst die Ratten recht sicher aus der Distanz erledigen und dann ein Grab nach dem anderen öffnen.

Hack, Slash, Loot

Bezugsquelle: http://hackslashloot.com/
Entwickler: David Williamson
Lizenz: Kommerziell
Preis: 7 Dollar
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://hackslashloot.com/

[2] Humble Weekly Sale:
https://www.humblebundle.com/weekly

[3] How to play:
http://hackslashloot.com/howto.html

[4] Das Spiel zum Wochenende: Hammerwatch, Tim Schürmann: „Vergnügliches Verkloppen“, LinuxCommunity 17.08.2013:
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Hammerwatch

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Kommentare
Das ist Nethack ...
Chris_M (unangemeldet), Sonntag, 26. Januar 2014 13:02:22
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... grafisch gepaart mit DSA - Schicksalsklinge.
Die Abbildungen der Ausrüstungsgegenstände sehen sogar aus, als wären sie 1 zu 1 aus Schicksalsklinge kopiert.
Das ist mMn die 7 Dollar nicht wert. Da bleibe ich lieber beim original Nethack.
:o(
-1


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