Das Spiel zum Wochenende: Hack, Slash, Loot

Das Spiel zum Wochenende: Hack, Slash, Loot

Draufhauen, ausrauben und sterben

25.01.2014
Sogenannte Rogue-like Rollenspiele gibt es für Linux wie Sand am Meer. David Williamson reduziert das Spielprinzip auf das Notwendigste und verpackt das Ganze in die derzeit beliebte Pixelgrafik. Das Ergebnis wäre das ideale Spielchen für Zwischendurch, gäbe es da nicht ein paar Macken.

In Hack, Slash, Loot ist der Name Programm: Der Spieler zieht einen kleinen pixeligen Helden durch ein riesiges Verlies, das mit Schatztruhen, Monstern und Gräbern vollgestopft ist. Wie in klassischen Rollenspielen üblich, muss der namenlose Held alle angriffslustigen Gegner vierteilen und sämtliche Schatztruhen plündern.

Um hier den Goblin anzugreifen, muss man ihn wie hier nur anklicken. Ein Nahkämpfer erwischt ihn aber nur, wenn der Gegner in einem Feld direkt neben dem Helden steht

Schritt für Schritt

Hack, Slash, Loot läuft strikt rundenbasiert ab. Nachdem der Spieler einen Schritt weitergezogen ist oder einen Angriff ausgeführt hat, darf jedes Monster reihum ebenfalls eine Aktion ausführen. Wie gut dem Helden ein Angriff gelingt, hängt maßgeblich von seiner Ausrüstung ab. Ein altes kleines Schwert fügt dem Gegner weniger Schaden zu, als eine dicke glänzende Axt. Da die Ausrüstung zu Spielbeginn nur einfachen Ansprüchen genügt, muss der Spieler möglichst schnell eine bessere zusammensuchen.

Gegenstände benutzt der Held direkt beim Aufheben, den Grog verleibt er sich folglich direkt ein.

Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen besitzt der Held in Hack, Slash, Loot kein Inventar. Wie im wahren Leben kann er die gefundenen Ausrüstungsgegenstände lediglich anziehen und in seinen Händen je ein Schwert und ein Schild halten. Wer ein neues Schwert aufhebt, muss folglich das alte zurücklassen. Magische Schriftrollen und Heiltränke wendet der Held sofort beim Aufheben an. Des Weiteren gewinnt der Held weder an Erfahrung, noch besitzt er Spezialfähigkeiten.

Wie die grünen Zahlen anzeigen, würde das „Scalenail“ die Abwehr und den Nahangriff verbessern, im Gegenzug aber auch das Zielen beim Bogenschießen verschlechtern (die roten Zahlen).

Chaotischer Bauplan

Bevor man einen Dungeon betritt, darf man sich einen von mehreren Helden aussuchen. Jeder verfügt dabei über seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. So ist der Saracen beispielsweise ein guter Nahkämpfer, der Elf kann hingegen mit Pfeil und Bogen die Monster aus der Distanz unter Beschuss nehmen.

Der Elfe kann mit seinem Bogen Gegner aus der Entfernung angreifen.

Anschließend darf man sich eine Aufgabe aussuchen, die es im Verlies zu lösen gilt. Das Spiel passt dann den Dungeon entsprechend an: Wer etwa gerne Gräber plündert, erhält eine Unterwelt mit unzähligen Ratten, Zombies und natürlich Särgen. Den eigentlichen Aufbau des Dungeons und die Position der Monster würfelt das Spiel aus, jede Partie spielt sich folglich anders. Hat man genügend Aufgaben gelöst, schaltet das Spiel weitere, mächtigere Helden-Typen frei. Eine Hintergrundgeschichte gibt es nicht – sieht man einmal von kurzen Aufgabenbeschreibungen ab.

Eine Geschichte gibt es nicht, lediglich derartige, belanglose Aufgabenbeschreibungen.

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Kommentare
Das ist Nethack ...
Chris_M (unangemeldet), Sonntag, 26. Januar 2014 13:02:22
Ein/Ausklappen

... grafisch gepaart mit DSA - Schicksalsklinge.
Die Abbildungen der Ausrüstungsgegenstände sehen sogar aus, als wären sie 1 zu 1 aus Schicksalsklinge kopiert.
Das ist mMn die 7 Dollar nicht wert. Da bleibe ich lieber beim original Nethack.
:o(
-1


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