Das Spiel zum Wochenende: Gravitus Minus

Das Spiel zum Wochenende: Gravitus Minus

Fiese Schwerkraft

17.09.2016
Schon in den 1980er Jahren gab es Weltraumspiele, die mit der Schwerkraft spielten. An diese Klassiker erinnert ein bockschweres Geschicklichkeitsspiel des Finnen Tero Lindeman, für das man zahlen darf, was man möchte.

Einen interstellaren Krieg zu gewinnen ist nicht ganz einfach, verschlingt ein solches Vorhaben doch eine Menge Energie. Die wiederum liefern spezielle Energiekugeln, welche allerdings in tiefen Stollensystemen auf fremden Planeten lagern. Einsammeln soll die Kugeln natürlich der Spieler mit einem recht kleinen Raumschiff. Mit diesem muss er auf den Planeten jeweils die Energiekugel finden, an einen Haken nehmen und dann ohne Beschädigungen abtransportieren. Das wäre eine durchaus lösbare Aufgabe, gäbe da nicht die fiese Schwerkraft.

Der Raketenantrieb beschleunigt das Raumschiff immer nach vorne.

Wohldosierte Zündungen

Die zieht das kleine Raumschiff ständig an. Ohne weitere Maßnahmen würde es somit einfach auf die Planetenoberfläche fallen und dort zerschellen. Glücklicherweise verfügt das Raumschiff über einen Raketenantrieb, den der Spieler jederzeit mit einer Taste zünden kann. Das Raumschiff beschleunigt dann in die Richtung, in die auch gerade seine Nase zeigt. Über die Pfeiltasten nach links und rechts lässt sich das Raumschiff drehen. Da eine Bremse fehlt, muss der Spieler entweder sanft Gas geben oder aber zum Bremsen das Raumschiff um 180 Grad wenden, und dann mit entsprechendem Raketenanschub der aktuellen Flugbahn entgegenwirken.

Mit dem Traktorstrahl klaut man den Energieball …

Als wäre diese trickreiche Steuerung noch nicht genug, warten auf dem Weg zur Energiekugel zahlreiche Geschütztürme. Die eröffnen umgehend das Feuer, sobald das Raumschiff in ihre Nähe gerät. Über die eingebaute Kanone kann der Spieler zwar zurückfeuern, das Raumschiff kann aber immer nur geradeaus schießen. Folglich muss man seinen Gleiter erst einmal auf das Ziel ausrichten.

… und fliegt mit ihm am Haken dann ins Weltall.

Mangelwirtschaft

Des Weiteren kostet das Zünden des Raketentriebwerks, das Schießen und das Aktivieren des Traktorstrahls jedes Mal etwas Treibstoff. Ist Letztgenannter komplett aufgebraucht, beschleunigt nur noch die Schwerkraft das Raumschiff – was dann wiederum meist tödlich endet. Auffüllen lässt sich der Tank des Raumschiffs an speziellen Fässern. Sobald man direkt über ihnen fliegt, muss man nur noch den Traktorstrahl aktivieren, um ihren Inhalt in den eigenen Tank zu überführen. Die Fässer halten allerdings nur eine endliche Menge Treibstoff vor. Zudem explodieren Sie rückstandsfrei bei Beschuss, was im Eifer des Gefechts schon einmal passieren kann.

Auch den Treibstoff kann man mit dem Traktorstrahl „absaugen“.

In späteren Gangsystemen versperren den Weiterflug auch noch Türen, die der Spieler erst über Schalter öffnen muss. Die Geschütztürme versorgt wiederum ein Generator. Schafft man es ihn anzuschießen, setzt man zumindest vorübergehend die Geschütze außer Gefecht. Zerschellt das Raumschiff an einer Felswand, klatscht auf den Boden oder wird von einem Geschütz getroffen, ist das Spiel glücklicherweise noch nicht beendet: Insgesamt stehen drei weitere Gleiter als Reserven bereit. Erst wenn der Spieler diese allesamt zu Schrott geflogen hat, ist das Spiel beendet. Für die Flüge durch die Stollen erhält der Spieler Punkte gutgeschrieben. Bei 10.000, 15.000 und 20.000 Punkten gibt es jeweils einen weiteren Reservegleiter.

Die Berührung mit einer Wand ist umgehend tödlich.

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