Flink filzen am Flughafen

Funky Smugglers

Das Spiel zum Wochenende: Funky Smugglers

15.06.2013
Brav wirkende Großmütter versuchen Messer, Kettensägen und Bömbchen in ein Flugzeug zu schmuggeln. Diesem gefährlichen wie illegalen Treiben muss man in einem groovigen Geschicklichkeitsspiel von 11 bit studios Einhalt gebieten.

In Funky Smugglers übernimmt der Spieler die Rolle eines Sicherheitsbeamten an einem Flughafen. Dort laufen recht kuriose Typen an einem Röntgengerät vorbei, auf dessen Schirm für kurze Zeit alle mitgeführten Gegenstände erscheinen. Entdeckt man gefährliche oder illegale Objekte, wie etwa Sägen, Bomben und natürlich ekelige kleine Spinnen, muss man sie möglichst schnell mit einem gezielten Mausklick sicherstellen.

Die orangefarbenen Gegenstände muss man per Mausklick einsammeln, die grünen sollte man hingegen tunlichst meiden.

Taschenkontrolle

Gemeinerweise laufen die Fluggäste recht zügig am Röntgengerät vorbei. Verpasst man den richtigen Augenblick oder klickt einen harmlosen Gegenstand an, gibt es eine kleine Explosion und man verliert eines von drei Leben. Immerhin markiert das Spiel als kleine Hilfe alle erlaubten Gegenstände grün, die verbotenen orange. Das ist auch zwingend notwendig, da Funky Smugglers einige an sich harmlose Dinge, wie etwa einen Pümpel, als gefährlich einstuft.

Zieht man die Schmuggelware mit der Maus an den Bildschirmrand ...

Für jeden aussortierten Gegenstand erhält man Punkte gutgeschrieben. Einen Bonus gibt es, wenn man Gegenstände in der Luft fängt, sie mit der Maus nicht nur anklickt, sondern an den Seitenrand zieht oder bei gedrückter Maustaste mehrere Dinge einsammelt und diese dann gemeinsam vernichtet. Letzteres ist allerdings gefährlich, da man die Gegenstände nur eine kurze Zeit in der Hand halten kann. Wartet man zu lange mit der Entsorgung, explodieren sie und kosten ein Leben. Weitere Sonderpunkte erhält man, indem man die immer mal wieder vom Spiel gestellten Aufgaben erfüllt.

... erhält man Bonuspunkte.

Hin und wieder fliegt ein kleiner Hubschrauber durchs Bild. Er hat einen Bonusgegenstand am Haken, den man per Mausklick aktivieren kann, aber nicht muss. Letztgenanntes ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn das Bonusobjekt die Zeit beschleunigt. Es gibt aber auch nützliche Objekte, die etwa ein Leben wiederherstellen oder die Zeit verlangsamen.

Immer wieder stellt das Spiel Aufgaben, deren Erfüllung weitere Punkte auf das eigene Konto spülen.

Gehaltsverhandlung

Das Spiel endet, sobald alle drei Leben aufgebraucht sind. Wer genügend Punkte sammeln konnte, steigt einen Dienstgrad auf. Darüber hinaus schüttet das Spiel virtuelles Geld aus. Mit dem kann man in einem Shop weitere Bonusgegenstände erwerben. Darunter befinden sich unter anderem Multiplikatoren, die beim nächsten Spiel die Punktzahl in die Höhe schnellen lassen, sowie Themenpakete, die beispielsweise alle von den Passagieren mitgeführten Gegenstände in Halloween-Objekte verwandeln.

Mit dem erworbenen Halloween-Paket ...

Funky Smugglers ist derzeit Teil des Humble Weekly Sale [2]. Dort darf man für gleich mehrere Spiele des Entwicklers 11 bit studios bezahlen, was man möchte. Das Paket enthält unter anderem auch das Strategiespiel Anomaly Warzone Earth, das bereits im letzten Jahr ein „Spiel zum Wochenende“ war [3]. Eine Demo-Version von Funky Smugglers gibt es nicht, ein Video auf der Homepage [1] vermittelt aber einen recht guten Eindruck vom Spielgeschehen.

... schmuggeln die Passagiere Halloween-Accessoires.

Fazit

In Funky Smugglers muss man immer nur im richtigen Moment die richtigen Gegenstände anklicken. Das wird schon nach wenigen Minuten langweilig und eintönig, auch wenn sich die Entwickler sichtlich bemüht haben, durch Missionen und das Punktesystem etwas Abwechslung ins Geschehen zu bringen. Selbst die Grafik im 70er-Jahre-Stil wiederholt sich: Da es nur eine Handvoll Charaktere gibt, dackelt schon einmal dieselbe Großmutter mehrfach hintereinander durch das Röntgengerät. Die an sich recht stimmige Funk-Musik läuft in einer Endlosschleife und mutiert so schon nach kurzer Zeit zu einem nervenden Ohrwurm.

Im Slow-Motion-Modus hat man mehr Zeit die Gegenstände einzusammeln.

Man merkt deutlich, dass Funky Smugglers ursprünglich auf Mobilgeräte zugeschnitten war. Während man auf Touchscreens die Gegenstände schnell mit dem Finger aussortiert, reagiert die Maus am PC schwammiger und langsamer. Unter dem Strich ist Funky Smugglers nicht mehr als ein recht witziger Geschicklichkeitstest, den man aufgrund des Punktesystems und des witzigen Szenarios aber ab und an in der Mittagspause hervorkramt. Wer kann, sollte Funky Smugglers auf einem Smartphone ausprobieren. Dort überbrückt es perfekt eine Fahrt mit der U- oder S-Bahn.

Funky Smugglers

Bezugsquelle: http://www.11bitstudios.com/games/9/funky-smugglers
Entwickler: 11 bit studios
Lizenz: Kommerziell
Preis: ca. 1 Euro
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor mit mindestens 2,1 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, Grafikkarte der Klasse Nvidia 8800 oder besser (empfohlene Treiber-Versionen: nVidia 310 und AMD 12.11)

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.11bitstudios.com/games/9/funky-smugglers

[2] Humble Weekly Bundle:
http://www.humblebundle.com/weekly

[3] Das Spiel zum Wochenende: Anomaly Earth: Tim Schürmann, „Die Karawane zieht weiter ...“, LinuxCommunity
http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Online-Artikel/Das-Spiel-zum-Wochenende-Anomaly-Warzone-Earth

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