Im rundenbasierten Strategiespiel Frozen Synapse übernimmt der Spieler die Einsatzleitung einer kleinen Soldatengruppe. Die steht zunächst recht hilflos in einem zufallsgenerierten Labyrinth aus blauen Wänden. Per Mausklick weist man den einzelnen Soldaten eine individuelle Marschroute, sowie an ihren Knotenpunkten verschiedene Aktionen zu. So kann sich ein Soldat beispielsweise zunächst hinter einer Ecke postieren, dann zwei Sekunden später gebückt hervor kriechen und schließlich das Feuer eröffnen. Alternativ sprengt der Mann mit dem Raketenwerfer ein Löchlein in die Wand, durch das dann alle anderen Nahkämpfer stürmen. Auf diese Weise entsteht nach und nach ein vollständiger Einsatzplan. Das mit ihm zu erreichende Ziel hängt von der jeweils gestellten Aufgabe ab. Mal muss man ein bestimmtes Gebiet auf der Karte erobern, dann wieder Personen befreien oder ein Sicherheitssystem überlisten. Meist gilt es jedoch alle rot gefärbten gegnerischen Soldaten zu erledigen.
Planwirtschaft
Dessen computergesteuerter Kommandant erstellt jedoch ebenfalls einen Einsatzplan für seine Jungs – der dummerweise geheim bleibt. Ob der eigene Plan Erfolg hat, sieht man erst, wenn man ihn absegnet und ausführen lässt. Dann gibt es kein Zurück mehr: Die grünen Soldaten arbeiten stur die ihnen mit auf den Weg gegebenen Aktionen ab. Hat man schlecht geplant, muss man hilflos dabei zusehen, wie die eigenen Einheiten in ihr Verderben rennen.
Immerhin darf man während der Planungsphase beliebig oft eine Simulation anwerfen. In ihr folgen die Soldaten allen Befehlen, die roten Gegner bleiben allerdings fest an ihren Positionen stehen. Auf diese Weise kann man zumindest vorab kontrollieren, ob die Soldaten auch das tun, was man ihnen auferlegt hat. Ein kompletter Einsatz besteht zudem immer aus mehreren Runden: Nachdem man seinen Plan abgegeben hat, läuft das Geschehen ein paar Sekunden und hält dann wieder an. Jetzt kann man seinen Plan umbauen, verfeinern oder komplett über den Haufen schmeißen. Wie viele solcher Verschnaufpausen es gibt, hängt von der gestellten Aufgabe ab.
Von denen gibt es wiederum für Einzelspieler 55 Stück, die in einer Kampagne eine kleine Science-Fiction-Geschichte verbindet. Für ein schnelles Spielchen zwischendurch kann man sich alternativ auch per Knopfdruck eine Karte generieren lassen und darauf gegen den Computer antreten. Übrigens erzeugt das Spiel auch die Karten der Kampagne per Zufall, bei jedem Neustart spielen sie sich folglich etwas anders.



