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Lodernder Klon

Das Spiel zum Wochenende: Flare

06.08.2011
In nur anderthalb Jahren hat Clint Bellanger fast im Alleingang einen interessanten Diablo-Klon aus dem Boden gestampft. Auch wenn das Action-Rollenspiel noch nicht fertig ist, macht es bereits jetzt schon eine gute Figur – und die Monsterkloppe Laune.

Flare orientiert sich sowohl sichtlich, als auch spielerisch am guten alten Diablo [2]: Zu Beginn wählt man einen Helden, mit dem man dunkle Katakomben erkundet und dabei alle heran strömenden Gegner ins Jenseits klickt. Wie das große Vorbild aus den 90er Jahren setzt Flare dabei ganz auf eine zweidimensionale, isometrische Grafik.

Abbildung 1: Hier bekommt ein kleiner Goblin eins auf die Mütze.

Sammeltrieb

Erledigte Feinde hinterlassen ab und an nützliche Gegenstände, wie etwa Waffen, Rüstungsgegenstände und natürlich Goldstücke, die als Zahlungsmittel dienen. Weiteren Tand plündert man aus mehr oder weniger achtlos herumstehenden Kisten. Bücher geben weitere Hinweise auf Verstecke und liefern kleinere Geschichten – meist in Form langer, englischer Texte. Eine deutsche Übersetzung gibt es bislang ebenso wenig wie eine durchgehende Hintergrundgeschichte.

Abbildung 2: Der Held hat einen Erfahrungspunkt gewonnen, den man jetzt auf eine von vier Talenten verteilen kann. An dieses Fenster gelangt man übrigens jederzeit über die Taste c.

Mit jedem Kampf steigt auch die Erfahrung des Helden. Die dabei gesammelten Punkte darf man auf die Fähigkeiten des Helden verteilen und ihn so beispielsweise zu einem Zauberkünstler oder ober Nahkämpfer spezialisieren. Einige der Gegenstände kann der Held erst benutzen, wenn er einen bestimmten Erfahrungswert (Level) erreicht beziehungsweise bestimmte Fähigkeiten erlernt hat. Das betrifft insbesondere besonders starke Waffen und Rüstungen. Einige der Höhlenbewohner sind dem Spieler wohlgesinnt. Sie geben Ratschläge, erteilen Aufträge, verkaufen Waren oder bieten Tauschgeschäfte an.

Abbildung 3: In Flare gibt es nicht nur graue, gemauerte Verließe, sondern auch erdige Höhlensysteme. Das große blaue Rechteck links oben bildet den Eingang, über den man auch wieder zurück ins Verließ gelangt.

Im Gegensatz zu Diablo erzeugt Flare die Level nicht automatisch, sondern liefert derzeit acht feste, wenn auch abwechslungsreich gestaltete Karten mit. Clint Bellanger ermuntert alle Nutzer, selbst weitere Level zu erstellen. Dank Tiled-Editor funktioniert das sogar recht komfortabel. Wer es ausprobieren möchte, findet eine Schnellanleitung im noch ziemlich kargen Wiki [3].

Abbildung 4: Einkäufe erledigt man per Drag and Drop: Links das Inventar des Verkäufers, rechts das eigene. Mit dem Messer in der Main Hand sticht der Held derzeit in Kämpfen zu.

Abstieg

Um selbst in die weitläufigen Katakomben hinabzusteigen, installiert man zunächst über den Paketmanager das Programm cmake, sowie die Entwicklerpakete zu SDL, SDL_image und SDL_mixer. Clint Bellanger hat bereits angekündigt, dass in zukünftigen Versionen auch noch SDL_ttf notwendig sein wird. Unter Ubuntu spielt man die Bande beispielsweise via:

sudo apt-get install cmake libsdl1.2-dev libsdl-image1.2-dev libsdl-mixer1.2-dev libsdl-ttf2.0-dev

ein. Anschließend lädt man sich das aktuelle Source-Archiv von der Projekthomepage herunter [1] und entpackt es auf der Festplatte. Im Terminalfenster wechselt man jetzt in das Unterverzeichnis build und ruft cmake gefolgt von make auf. Sobald das Spiel fertig gebaut ist, wechselt man wieder eine Verzeichnisebene nach oben (cd ..) und startet es dort via ./flare

Abbildung 5: Selbstverständlich kennt Flare auch Magie, wenngleich die Grafikeffekte noch etwas bieder und aufgesetzt wirken.

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