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Das Spiel zum Wochenende: Eschalon: Book II

Rückkehr nach Eschalon

Während derzeit fast stündlich neue Online-Rollenspiele auf dem Markt erscheinen, schauen Einzelkämpfer zunehmend in die Röhre. Einen Lichtblick mit Retro-Charme liefert jetzt das kleine Entwicklerstudio Basilisk Games.

Eschalon: Book II stellt bereits den zweiten Teil einer epischen Rollenspieltrilogie, in den seit dem 26. Mai endlich auch Linux-Spieler eintauchen dürfen. Den drei Jahre alten Vorgänger muss man dabei nicht zwangsweise gespielt haben, wenngleich sich das Hintergrundwissen hin und wieder als nützlich erweist.

Abbildung 1: Auch in Eschalon gilt die Devise, alles zu untersuchen und jeden Gegenstand einzustecken.

Spiel zum Wochenende

Dieser Artikel ist Teil einer Serie, bei der die LinuxCommunity jedes Wochenende ein freies oder kommerzielles Spiel vorstellt. Bislang hat die Reihe über 35 Spiele vorgestellt. Eine Übersicht verschaffte ein Klick auf folgenden Link:

http://www.linux-community.de/lcsearch/lcsearch?UserSetParameters=true&SearchText=Spiel+zum+Wochenende&LCArtikel=on

Wer ein gutes Linux-Spiel kennt und es hier vorstellen möchte, schreibt einfach eine Mail an die redaktion [at] linux-community.de

Geschichtskurs

In der Eschalon-Reihe übernimmt der Spieler die Rolle eines unter Gedächtnisverlust leidenden Helden, der sich durch eine von Kriegen gebeutelte, mittelalterliche Fantasywelt kämpft. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit durchstreift er extrem weitläufige und abwechslungsreich gestaltete Landschaften, in denen es zahlreiche Abenteuer zu bestehen gilt.

Das zweite Buch knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Das dort gerettete Thaermore hält einem erneuten Angriff nicht stand und versinkt in Anarchie. In letzter Sekunde gelingt dem Helden die Flucht nach Mistfell, wo er im beschaulichen Dorf Eastwillow sein letztes Erspartes in ein kleines Häuschen investiert. Wie es sich für eine ordentliche Fortsetzung gehört, holt ihn aber auch dort ziemlich rasch seine Vergangenheit ein.

Abbildung 2: In die Geschichte führen Standbilder ein, Videos gibt es nicht.

Zurück in die Zukunft

Obwohl das Spiel eine aktivierte 3D-Grafikkarte voraussetzt, kommt es mit handgemalten 2D-Grafiken in isometrischer Perspektive einher. Auch wenn sie nett anzuschauen ist, war die zugrunde liegende Technik Mitte der 90er Jahre aktuell. Die dadurch entstehende Retro-Optik besitzt jedoch ihren ganz eigenen Charme. Das scheint sogar gewollt, schließlich hat sich Hersteller Basilisk Games der Entwicklung von "Old-School Computerrollenspielen" verschrieben.

So verwundert es auch nicht, dass sämtliche Kämpfe rundenbasiert ablaufen und umfangreiche englische Textwüsten die komplexe Handlung voran treiben. Diablo-verwöhnten Rollenspielern dürfte dies viel Geduld abfordern, Liebhaber der alten Schule hingegen begeistern. Wer von der Hintergrundgeschichte einmal etwas Abstand braucht, durchstreift kurzerhand die Wälder und Dungeons auf eigene Faust. Für die meisten Aufgaben und Rätsel gibt es zudem gleich mehrere Lösungswege.

Abbildung 3: Gespräche laufen im Multiple-Choice-Verfahren ab.

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