Das Spiel zum Wochenende: Else Heart.Break()

Das Spiel zum Wochenende: Else Heart.Break()

Bit-Town

28.01.2017
Warum nicht einfach mal eine komplette Stadt umprogrammieren? Genau das ermöglicht ein etwas ungewöhnliches Adventure von Erik Svedäng und seinem schwedischen Entwicklerteam.

Sebastian feiert gerade im Kreis seiner Eltern Geburtstag, als das Telefon klingelt. Am Apparat ist die Personalabteilung eines bekannten Getränkeherstellers. Diese bedauere zwar, dass man ihm nicht den gewünschten Arbeitsplatz anbieten könne, als Alternative hätte man jedoch noch eine offene Stelle im entfernten Dorisburg. Was er dort genau zu tun habe, könne man ihm jetzt am Telefon auf die Schnelle zwar nicht sagen. Er müsse aber bereits am nächsten Tag mit der Fähre nach Dorisburg übersetzen. Dort würde ihn dann ein Kontaktmann empfangen. Das Unternehmen würde zudem ein Hotel bezahlen – wenngleich auch nur das Frühstück inbegriffen ist.

Ein bekannter Sprudelwasserhersteller macht Sebastian ein alternatives Angebot. Das Telefon kann der Protagonist nur benutzen, wenn er es auch in der Hand hält.

Merkwürdiger Umbau

Spontan sagt Sebastian zu, auch wenn er zuvor noch nie etwas von Dorisburg gehört hat. Etwas stutzig macht ihn auch die Notwendigkeit, per Schiff in die Stadt zu fahren. Ob Dorisburg auf einer Insel liegt, kann ihm die Personalabteilung leider auch nicht sagen. In Dorisburg angekommen, wartet natürlich niemand auf den Jugendlichen. Durch gezielte Fragen findet er immerhin sein Hotel. Dort möchte man gleich 500 Dollar Kaution einstreichen, was fast die kompletten Ersparnisse des armen Schülers aufzehrt.

In Dorisburg angekommen, steht man erst einmal alleine am Pier.

Als Sebastian schließlich die Tür zu seinem Zimmer öffnet, steht er in einem Badezimmer. Von einem Bett keine Spur. Wieder zurück beim Portier, murmelt dieser etwas von einer defekten Tür und ruft umgehend einen Handwerker zu Hilfe. Dieser stell sich vor die Zimmertür und führt ein merkwürdiges Ritual mit einem merkwürdigen Gerät aus. Nachdem der Handwerker wortlos verschwunden ist, findet Sebastian hinter der Tür tatsächlich sein Zimmer mit einem Bett. Spätestens hier dürfte klar sein: Mit Dorisburg stimmt etwas nicht.

Die Tür zu Sebastians Hotelzimmer ist falsch programmiert, wodurch er ...

Aktionismus

Im Adventure Else Heart.Break() steuert der Spieler Sebastian mit Mausklicks durch eine dreidimensionale Landschaft. Genreuntypisch sieht man das Geschehen von schräg oben aus der Isoperspektive. Über die Tasten [w], [a], [s] und [d] lässt sich die Kamera drehen und in das Geschehen hinein- und herauszoomen. Klickt man einen Gegenstand an, betrachtet oder benutzt ihn Sebastian. Welche Maustaste welche Aktion auslöst, blendet das Spiel abhängig vom Gegenstand ein. So kann man beispielsweise einen Wasserhahn nur auf und zudrehen.

… direkt im Gemeinschaftsbad landet. Sein eigenes Zimmer taucht erst wieder ...

Sofern sich ein Gegenstand aufheben lässt, nimmt ihn Sebastian zunächst in die Hand. Am linken Bildschirmrand erscheinen dann weitere mögliche Aktionen. So kann Sebastian etwa aus einer Cola-Dose trinken, sie in seinem Rucksack verstauen oder einfach auf die Erde werfen. Gespräche mit den Bewohnern von Dorisburg laufen im Multiple-Choice-Verfahren ab. In der Regel stehen mehrere Antworten oder Fragen zur Auswahl, die jeweils einer anderen Gemütslage entsprechen. So kann man auf eine Frage nett oder patzig antworten. Des Weiteren spielt die Tages- und Nachtzeit eine wichtige Rolle: Im Verlauf der 24 Stunden gehen die einzelnen Bewohner von Dorisburg ihrem normalen Arbeitsalltag nach. So findet man etwa einen neuen Freund tagsüber in einem Cafe, abends jedoch in einem Club.

… nach einer Umprogrammierung durch den netten Herren zur Rechten auf.

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