Explosiver Schleicher

Flinke Flucht

Ziel ist es schließlich, den Ausgang zum nächsten Level zu finden. Wer ihn besonders schnell aufspüren konnte, darf sich in einer Highscore-Liste verewigen. Dynamite Jack führt den Spieler aber auch in Versuchung, auf Abwege zu gehen: Wer die in den Leveln verteilten grünen Platinen in ausreichender Zahl einsammelt, schaltet einen Bonus-Level frei. Gemeinerweise sind die Platinen entweder gut versteckt oder nur über anspruchsvolle Umwege zu erreichen.

... explodieren in einer kleinen Kettenreaktion.

Bestimmte Leistungen belohnt das Spiel mit einer Auszeichnung („Achievement“), dazu zählt etwa das Einsammeln aller bläulich schimmernden Kristalle oder das gewaltfreie durchqueren eines Levels. Was man für welche Auszeichnung erreichen beziehungsweise machen muss, hängt vom jeweiligen Level ab. Insgesamt gilt es 28 verschiedene Level zu durchqueren. Wem das nicht ausreicht, der bastelt sich selbst weitere Exemplare mit dem eingebauten Karten-Editor.

Die zahlreichen Achievements verlocken zum erneuten Spielen.

Der Entwickler vertreibt Dynamite Jack auf seiner Homepage für fünf Dollar [1]. Eine Testversion steht leider nicht bereit, das ebenfalls auf der Homepage bereitgestellte Video gibt aber einen recht guten Einblick in die Spielmechanik.

Fazit

Hassey Enterprises kreuzen Splinter Cell mit dem guten alten Bomberman, verpacken das Ganze in eine etwas dilettantische 2D-Grafik und erhalten so ein extrem spaßiges Schleichspiel. Dynamite Jack fordert vom Spieler sowohl Geschicklichkeit als auch ein taktisches Vorgehen. Wer einfach wild mit den Bomben um sich wirft, kommt nicht besonders weit.

Die Karte hilft bei der Orientierung, zeigt aber nur die bereits entdeckten Gebiete an.

Der Schwierigkeitsgrad steigt langsam und im genau richtigen Maße an, die unterschiedlichen Hindernisse und Gegnertypen sorgen für Abwechslung. Den Spieler unter Druck setzen das Zeitlimit, die verwinkelten Gänge sowie der Start ohne Taschenlampe und Bomben. Mitunter entsteht in den dunklen Minen sogar ein leicht gruseliges, klaustrophobisches Gefühl. Die vorhandenen Level sind durchdacht und herausfordernd aufgebaut, die Auszeichnungen erhöhen den Wiederspielwert.

Bei den bunten Klötzchen handelt es sich um Türen, die man nur über gleichfarbige Schlüssel geöffnet bekommt.

Allerdings wiederholt sich alles recht schnell: Im richtigen Moment eine Bombe legen, zünden, weiterlaufen, Gegner beobachten, vorbeischleichen. Zusammen mit der mageren Grafik lassen sich die verlangten 5 Dollar gerade noch rechtfertigen.

Dynamite Jack ist übrigens im Humble Bundle with Android 5 enthalten. In dieser derzeit noch laufenden Sonderaktion darf man für das Spiel und drei weitere Kollegen bezahlen was man möchte [2]. Legt man mindestens den bislang von allen Käufern gezahlten Durchschnittspreis auf den Tisch, bekommt man sogar noch zwei weitere Spiele dazu.

Dynamite Jack

Bezugsquelle: http://www.galcon.com/dynamitejack
Entwickler: Hassey Enterprises
Lizenz: Kommerziell
Preis: 5 Dollar
Voraussetzungen: Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor mit 2 GHz oder besser und mindestens 512 MB Hauptspeicher

Infos

[1] Projekt-Homepage:
http://www.galcon.com/dynamitejack

[2] Humble Bundle with Android 5:
http://www.humblebundle.com/

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